Kuba

3.-13.Sept.2013 Kuba-Rundreise

stürmischer Empfang auf Kuba

Wir fliegen zusammen mit unseren Freunden Magi und Jack mit der ‚Edelweiss‘ von Zürich nach Kuba. Beim Landeanflug auf ‚Varadero‘ muss der Pilot infolge heftigen Gewitters das Flugzeug durchstarten. Wir haben die Sitze beim Notausgang und die Stewardess uns gegenüber holt die Karte mit den Sicherheitsanweisungen hervor und studiert diese. Draussen blitzt es. Der zweite Anflug gelingt und viele Passagiere klatschen. Im Hotel angekommen gehen wir schnurgerade ans Meer. Die grauen, gewaltigen Regenwolken nähern sich schon wieder und wir steigen in den Pool. Blitz und Donner werden immer heftiger und das Gewitter ist ganz nah. Wir flüchten ins Hotelzimmer. Ein typisches All-inklusive Hotel! Am nächsten Morgen werden wir von Rafael, dem gut Deutsch sprechenden Reiseführer und José Manuel, dem Chauffeur mit einem grossen Peugeot abgeholt. Sie machen mit uns die Tour durch Kuba.

Reiseroute

Varadero – Santa Clara – Caibarieno – Sancti Spiritus – Trinidad – Cienfuegos – Bahia de Cochinos/ Schweinebucht – Havanna – Valle de Vinales - Pinar del Rio – Havanna

Die ganze Infrastruktur ist am zerfallen. Einige Plätze werden jedoch schön restauriert, aber es dauert noch hundert Jahre. Die schönen Häuser müssen gestützt werden. Sehr wenig Verkehr und holprige Strassen. Eine vierspurige, gebührenfreie Autobahn durchquert die ganze Insel von West nach Ost – für was, wenn kein Verkehr?

Es kommt uns vor wie in der ehemaligen DDR. Was Politik anbetrifft, so redet man nicht viel und es wird nur die kubanische Perspektive erwähnt. Es gibt zwei dünne Tageszeitungen. Beide schreiben das gleich – wie in aller Welt? Die Bevölkerung erhält eine Art Lebensmittelkarten, wo sie im zugeteilten Laden ihre Ration Grundnahrungsmittel gegen wenig kubanische Pesos erhalten. Die Ware soll jedoch von schlechter Qualität sein. Z.B. Hygieneartikel kauft man wo anders (mit CUK). Der Kaffee wird mit Malz gemischt. Der gute kubanische Kaffee geht in den Export.

Es gibt zwei Währungen: die offizielle kubanische Währung – Pesos – die nichts wert ist und die touristische Währung – CUK – mit der man überall kaufen kann. Die Kubaner erhalten fast den ganzen Lohn in Pesos. Sie haben die Möglichkeit, sich ein paar CUK durch Bonus, Tourismus oder durch die drei Millionen in Florida lebenden Kubaner zu erhalten. Ein CUK = 16 Pesos = 1 Schweizer Franken. Franken und Euros werden gern genommen, auf Dollar wird jedoch eine Steuer von 10 % erhoben.

Besuchen in ‚Santa Clara‘ das Mausoleum von ‚Che Guevara‘. Hier besiegte er die Truppen von Batistas indem sie die Zugsschienen demontierten und dadurch der Nachschub entgleiste. Fünf Tage später marschierte Fidel Castro in Havanna ein. Batistas floh mit der ganzen Staatskasse, vierhundert Millionen Dollar, in die USA, wo er später abgeschoben wurde. Im Mausoleum-Museum wird die Geschichte von ‚Che‘ systematisch aufgezeigt. Er wird von den Leuten verehrt, aber sein Tod in Bolivien wird verschwiegen!

Das Land hat immer gute Freunde: Russland, das den Zucker zu überhöhtem Preis abnahm. Die DDR, welche die Autobahn, die Zementfabrik und die Plattenbauten finanzierte. Heute spendiert Chavez aus Venezuela das Erdöl. Das einzige AKW, welches Russland gebaut hat, ging nie ans Netz und ist heute eine Ruine. Brasilien baut 40 km ausserhalb von Havanna einen neuen riesigen Hafen. Es scheint uns, dass Kuba nur noch von Geschenken lebt nachdem es zwischen 1880 – 1950 ein äusserst reiches Land war.
Auf das was nach der Ära ‚Fidel und Raul‘ kommt, sind alle gespannt. Man hofft, dass es keine neue Revolution gibt. Mit den Amerikanern verbindet die Kubaner eine Hass-Liebe.

Tabak wird im Westen der Insel auf privaten Plantagen angebaut. Angebaut wird im Dezember und geerntet ist im Februar. Somit sehen wir keine grossen hochstehenden Felder. Die komplizierte Trocknung der Tabakblätter geschieht in mehreren Schritten in grossen Tabakhäusern. Jetzt können wir die hohen Preise nachempfinden. Die getrockneten Tabakblätter müssen dann an staatlichen Fabriken zum Festpreis verkauft werden. Als Transportmittel werden Ochsengespanne, Pferdewagen und Traktor verwendet. In ‚Cienfuegos‘ haben wir eine Zigarrenfabrik besichtigt, durften aber nicht fotografieren. In einer Halle arbeiten ca. 50 Frauen und vorne sitzt ein Vorleser. Am Vormittag gibt’s als Lektüre Zeitung, am Nachmittag Romane. Es wird versucht, unter dem Tisch schwarz Zigarren zu verkaufen – obwohl strengstens verboten und ein Rausschmiss droht! Es ist viel Arbeit nötig, bis eine Zigarre zum rauchen bereit ist. Eine gute Zigarre kostet auch in Kuba schnell mal 15 Franken.

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Zuckerrohr wächst überall auf riesigen Feldern und es war eine Monokultur. Früher gab es 130 Zuckermühlen, wobei heute nur noch 40 in Betrieb sind. Alle stammen aus der Jahrhundertwende. Die Zuckermühlen werden unterschieden an der Anzahl Kamine: ein Kamin ‚brauner Zucker‘ / zwei Kamine ‚weisser Zucker‘ / drei Kamine Rum. Alle Zuckermühlen im ganzen Land waren durch die Eisenbahn verbunden. Heute heisst es nur: ‚der Zug, der niemals kommt!‘ Alte Dampfloks können bewundert werden. Heute möchte Kuba weg vom Zuckerrohr und auf allgemeine Landwirtschaft umstellen. Wäre eine super Idee und kein Problem, denn alles wächst in diesem Klima! Aber z. B. Gemüse für die Hotels muss von Kolumbien importiert werden.

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Wir besuchen diverse katholische Kirchen. Es sind einfache Gebäulichkeiten ohne Prunk. Nur in Havanna steht eine etwas schönere Kathedrale.

EBM International

Wir verbringen einen Tag mit Daniel und Anna Isabella, gebürtige Kubaner welche hier seit vielen Jahren eine hervorragende Arbeit leisten. Die Beiden haben einen uralten brasilianischen VW-Bus mit losen Stühlen und Bänken. Die Fahrertüre kann nur von aussen geöffnet werden. Da fragt doch Bigi: ‚hat der Bus Zentralverriegelung‘? Grosses Gelächter. Jack überlegt sich, ob sein gebrauchter VW-Bus aus der Schweiz ein Ersatzfahrzeug für sie wäre? Doch sie verneinen. Ein Import eines Fahrzeuges ist unmöglich! Zur Feier des Tages, dass Gäste aus der Schweiz hier sind, laden sie uns in einem Restaurant für Einheimische zu einem guten Mittagessen ein. Besuchen eine neue, kleine Kirche in den Slums. Das Projekt heisst Nachbarschaftshilfe. Es wird eine kleine Gemeinde gegründet, die das Leben mit den Nachbarn teilt resp. grossen Einfluss auf die Leute rundherum hat. Die Plastikstühle der Kirchen wurden vor Kurzem aus Europa gespendet. Es sind gerade vier Kubaner zum Gebet für eine Frau versammelt. Sie hat vier Tage nach der Geburt ihres Kindes eine Infektion eingefangen und schwebt in Lebensgefahr. In dieser Gegend der Grossstadt Havanna herrschen schreckliche Wohnverhältnisse. Auf zehn Quadratmetern hausen mindestens drei Generationen oder 10 Leute. Kein fliessendes Wasser, geschweige denn Toiletten. Trotzdem sind die Kubaner fröhlich! Am Nachmittag trinken wir im Haus von Daniel Kaffee. Danach besuchen wir die grosse Baptistenkirche mit Sportplatz und zwei Gästezimmern. Bei der Gemeinde erhält jeder Hilfe. Sozialarbeit ist grossgeschrieben. Ein wichtiges Element ist Sport für die Jugend. An den verschiedenen Abenden treffen sich jede Woche total ca. 1‘000 Jugendliche zu Sport und Fussball – infolge Regenwetter fällt es heute jedoch aus!

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Auf dem Land sieht man in den Dörfern oft ein zweistöckiges Haus. Hier wohnt ein Arzt, der zuständig ist für hundert Familien. Er macht auch Hausbesuche und kennt alle seine Patienten und Wehwechen. Arzt und Medikamente kostenlos für alle. Bleibt der Arzt nach seinen zwei Pflichtjahren hier, erhält er das Haus und bekommt zudem vom Staat ein Motorrad oder Auto. Heutzutage wandern die meisten Ärzte jedoch nach Südamerika aus.

In jedem Ort gibt es eine Schule. Kann auch mal für nur 5 Schüler sein. Es kann jeder an die Universität, und dies kostenlos! Laut unserem Führer ‚das beste Schulsystem der Dritten Welt‘. Laut Daniel jedoch heute alles andere als dies! Es wird versucht die Kinder auf die Berufe zu trimmen, die benötigt werden.

Havanna

Die schönen alten Jugendstilhäuser müssen gestützt werden. Auf der anderen Seite der Bucht die grosse Festung, die Havanna schützte vor Piraten, Engländern, Franzosen und natürlich auch Amerikanern. In den Strassen stehen die uralten Kanonen senkrecht eingemauert als Strassensperren und die Kanonenkugeln werden als Platzabgrenzungen hingelegt. Treu dem Sprichwort: ‚Schwerter zu Pflugscharen‘. Im Handwerkermarkt kaufen sich die Frauen einen Schmuck aus alten Löffeln und Perlmutter.

Was wäre die Hauptstadt ohne die alten, amerikanischen Oldtimer aus den Sechzigerjahren? Es fahren heute noch ca. 60‘000 Oldtimer in mehr oder weniger gutem Zustand herum. Auch wir unternehmen eine Fahrt im Cabriolet auf dem Malecon, der Hafenpromenade. Wie Filmstars knipsen wir uns gegenseitig. Auf dem Flughafen kauft sich dann Bigi einen Oldtimer ihres Jahrgangs aus Keramik.

Das Essen für uns als Touristen ist sehr gut! Es wird unterschieden zwischen staatlichen und privaten Restaurants, z. B. ‚La Guarida‘, ein ehemaliges Arzthaus. Doch hinter dieser Fassade würde man nie ein so gutes Restaurant vermuten. Sogar die spanische Königin hat hier gespeist und auch der bekannte Film ‚Chocolate et Fresas‘ wurde hier gedreht. Meistens stehen Shrimps, Fisch, Lobster und Hühnerfleisch in allen Variationen auf der Speisekarte. Dazu wird immer Reis, evt. Pommes Frites und Gemüse gereicht. Der Salat: russischer Salat aus der Dose, Kabissalat oder Tomaten. Einen Gemüsemarkt haben wir so gut wie nie gesehen, höchstens mal ein Strassenhändler.

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Klar haben wir die drei Stammkneipen von Ernesto Hemingway besichtigt. Wer kennt nicht den Roman ‚Der alte Mann und das Meer‘? In der Bar ‚Floridita‘ steht er aus Bronze gegossen in Leibesgrösse heute noch an der Bar und lächelt zusammen mit den Touristen aus vielen Ländern in die Kameras.

Getrunken wird vorwiegend Rum: der dreijährige weisse für Cocktails, der siebenjährige pur. Man könnte zum Liebhaber werden, aber wie weiss doch jeder: zu Hause schmeckt alles nicht mehr so gut wie in den Ferien.

Am Sonntagabend besuchen wir den ‚Havanna Social Club‘. Ein Sieben-Mann-Orchester, ein junges Tänzerpaar und vier SängerInnen unterhalten mit Samba, Rumba und Chachacha. Wir müssen mittanzen. Tradition ist, dass jeder ein Honiglikör, ein Rum und eine Zigarre erhält. Magi qualmt genussvoll als Einzige von uns. Nach der Show sind wir Schweizer pleite. Es reicht nicht mal mehr für ein Taxi und so bummeln wir eine halbe Stunde durch die schlecht beleuchteten Strassen zurück zum Hotel.

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Im legendären ‚Hotel Nacional‘, wo viele Weltstars und Mafiabosse vor Fidels Revolution verkehrten, besuchen wir die Abendshow ‚Cubano, Cubano‘. Grossartig und sehr bunt. Für die TänzerInnen sehr schweisstreibend. Wir sitzen am vordersten Tisch und können dabei die Kostüme ganz genau betrachten. Einesteils freizügig, andernteils verschliessen und eine Reparatur oder Wäsche wäre nötig.

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Trinidad

In der Nähe der Stadt gibt es viele Haziendas. Hier steht auch ein Sklaven-Turm, von wo aus die Sklaven bei der Arbeit überwacht wurden. Das Herrenhaus ist riesig und man kann sich das Leid der schuftenden Sklaven kaum vorstellen. Unser Hotel liegt am schönen Hauptplatz und von unserer Terrasse aus können wir das Treiben auf der Strasse beobachten. Viele Fahrräder und Pferdetaxis. Sonst nicht viel los. Am zweiten Tag besichtigen wir die kleine, schöne Stadt mit dem Kopfsteinpflaster. Diese Steine kamen mit den Schiffen aus Amerika als Ballast und wurden durch neue Fracht, Zucker und Tabak, ersetzt. Einige kleine private Souvenirläden, Restaurants und paar Herrenhäusern mit wunderschönen, wilden Gärten im Innenhof. Wöchentlich kommt ein Mann mit einer lauten, rauchenden, stinkenden Maschine vorbei, um die Insekten zu vergasen.

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Die zwei Männer, Kaspar und Jack, wagen beim Coiffeur einen kubanischen Haarschnitt : Kaspar 3 mm, Jack 5 mm. Die Frauen und der Reiseleiter lachen.

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Vor lauter Gaudi vergessen wir den Rucksack von Jack mit frisch gewechseltem Geld, neuen Brillen etc. – bemerken es aber erst beim Mittagessen. Hektik bricht aus. Wo ist er wohl liegen geblieben: in der Honiglikör-Bar oder beim Coiffeur? Er geht mit dem Reiseleiter auf die Suche. Da hat doch der Coiffeur ausgerechnet jetzt ‚Siesta‘ und sie müssen vor der Tür warten. Wir werden während der langen Wartezeit schon ungeduldig und verlieren die Hoffnung. Da tauchen die Zwei plötzlich mit dem Rucksack in der Hand auf – und zudem ist noch alles drin. Freude herrscht! Am Nachmittag lassen wir uns von unserem Chauffeur an den Strand fahren, denn es ist so heiss! Am Abend essen wir in einem netten Privat-Restaurant über den Dächern der Stadt und geniessen den Sonnenuntergang. Der Reiseleiter bringt uns hin. Im ‚Kulturhaus‘ hören wir später live Musik und die Einheimischen schwingen zu Salsa-Rhythmen das Tanzbein. Wir bleiben nicht lange, denn es ist etwas laut und die Reise ist anstrengend. Im Hotelzimmer erwartet uns eine schöne Dekoration auf dem Bett: ein Elefant aus weissen Frottétüchern und eine rote Rose! Daneben liegt ein handgeschriebener Zettel des Zimmermädchens. Sie hofft auf ein gutes Trinkgeld.

Cienfuegos

Nach dem Öffnen der Fensterläden einen Blick auf die Strasse. Da winken doch von der anderen Strassenseite tatsächlich zwei Frauen zum Zimmer hinauf und gestikulieren mit den Armen und rufen etwas. Was soll denn das? Sie wollen Kleider, Seifen oder Geld. Im ersten Moment wollen wir schon etwas Kleingeld holen, da erscheint uns dies jedoch pervers. Klar, wir sind uns bewusst, dass wir als Touristen in Kuba eine privilegierte Stellung haben und es uns sehr gut geht. Aber grossgekotzt Almosen aus dem Fenster werfen, das denn doch nicht! Der Swimmingpool wird heute gereinigt und wir müssen zu viert im Jacuzzi baden. Na ja, besser als nichts bei dieser Hitze! Geniessen auf der Dachterrasse einen Rum bis wir vom Regen fast weggeschwemmt werden. Die Stadt ist schon etwas verlassen.

Morgens um vier herrscht viel Lärm auf der Strasse unten. Die nahe Diskothek ist aus und die Kubaner vergnügen sich unter unseren Fenstern. Am nächsten Morgen wechseln wir die Zimmer zum ruhigen Innenhof. Wir besichtigen das schöne, alte Theater, die Zigarrenfabrik und das maurische Restaurant am Meer.

Schweinebucht

Wir besuchen das kleine, schlechte Museum über die Geschichte. Hier versuchten die Exil-Kubaner mit Hilfe des CIA eine Gegenrevolution zu starten. Fidel wusste im Voraus über alles Bescheid und so scheiterte die Invasion nach 3 Tagen kläglich. Erst ab diesem Datum wurde Kuba sozialistisch.

Unser Reiseleiter ist sehr gebildet. Er besuchte u.a. auch Deutschland und die Schweiz. Seine Geschichtskenntnisse sind jedoch kubanisch verfärbt und Kaspar geht von Zeit zu Zeit mit ihm auf Kollisionskurs.

Hier an der schönen Felsenküste mit durchsichtig türkisblauem Wasser schwimmen wir genüsslich.

Karstgebirge

Die ganze Insel ist satt grün. Es hat nur kleiner Gebirgszüge bis 1200 m.ü.M., sonst ist alles flach. Im Westen ist das wunderschöne Karstgebirge. Hier könnte man wunderschön wandern. Blumen und Tiere sind eine Rarität. Wir besuchen einen kleinen, privaten, botanischen Garten mit uns bekannten Pflanzen – bei uns in Europa gedeihen diese als Zimmerpflanzen. In einem riesigen, staatlichen botanischen Park gibt’s einen sogenannten Salami-Baum mit ungeniessbaren Früchten. Kaspar, der Salami-Liebhaber!

Von Juli bis Oktober ist Regenzeit und Hurrikan Saison. Dass ein Hurrikan entstehen kann, muss das Meerwasser mindestens 26 C warm sein. Wir sind immer wieder von Neuem erstaunt, wie schnell das Wetter umschlägt. Grauschwarze Wolken mit sintflutartigen Regenfällen sind innert Minuten da und wieder komplett verschwunden. Von der Dachterrasse des Hotels in Havanna beobachten wir die Wetterfronten aus dem überdeckten Jacuzzi und sehen sie knapp nebenan vorbeiziehen.

In Amerika sind fünf kubanische Spione inhaftiert. Am 12. September ist das ganze Land, Bäume, Autos und Leute mit gelben Schlaufen geschmückt. Es ist ein Protesttag. Sie fordern die USA damit auf, diese Gefangenen frei zu lassen.

Am 12.September fliegen wir von Havanna nach Cancun, Mexiko. Wir müssen drei Stunden vor Abflug am Flughafen sein. Pünktlich um 10.30 Uhr setzt uns das Taxi vor dem Flughafengebäude ab. Oh Schreck, der Flug ist von 13.30 Uhr auf 15.30 Uhr verschoben.

Wir verbringen die Zeit mit Souvenir einkaufen. Die kurze Strecke fliegen wir zum ersten Mal ‚Business‘. Beim Buchen im Internet war dieser Tarif billiger als Economy. Dürfen in die VIP-Lounge der Cubana Airline. Hier schlagen wir uns die Bäuche voll (Toastsandwich, Oliven, Patisserie und Weinbeeren) und geniessen nochmals einen siebenjährigen Rum. Nach 45-minütigem Flug landen wir in Cancun. Jack übernimmt den Mietwagen und wir fahren noch nach ‚Izamal‘ zum Romanti Hotel Santo Domingo, wo unser Camper steht. Um 21 Uhr dort angekommen werden wir schon nicht mehr erwartet. Erholen uns von der langen Reise im kleinen Palapa-Restaurant am Pool.