USA 2013/2014 Süden und Florida

Wir fahren die 550 km bis zur Grenze Mexiko/USA. Für die Einreise habe wir auf Empfehlung vieler Reisender den Grenzübergang ‚Nuevo Laredo/Columbia Bridge‘ ausgewählt. Vor und nach der Grenze ist viele Kilometer ‚Niemandsland‘ und wir sind nicht ganz sicher, ob wir uns wohl wieder einmal verfahren haben. Kurz vor der Grenze bezahlen wir den Brückenzoll. Müssen uns zum mexikanischen Zoll durchfragen, um unsere Ausreisestempel von den Mexikanern zu erhalten. Die Zehnjahres-Bewilligung für den Camper behalten wir. Am amerikanischen Zoll stehen nur gerade mal zehn Autos. Die Zöllner bestaunen unser Fahrzeug. Sie beraten, ob wir überhaupt bei den ‚normalen‘ Fahrzeugen durchfahren können. Mit gut schauen und vorsichtig fahren – wegen der vielen Überwachungskameras - geht es. Es ist bitter kalt und Bigi darf ins Immigrationsbüro an die Wärme.. Kaspar wird mit Blaulicht vom Zollfahrzeug zum Röntgen eskortiert. Sie finden nichts Ungewöhnliches. Trotzdem muss Kaspar alle Seitenklappen öffnen. Die Zöllner steigen in den Camper. Sie arbeiten sehr effektiv und sind im Nu wieder draussen – haben alle Polster von den Bänken gerissen. Nachher wollen sie die Kisten auf dem Fahrerhausdach sehen. Kaspar muss arbeiten. Er löst die Schrauben zum Frontbügel und will die Kabine anheben. Nun findet der Zöllner, dass wir ehrlich aussehen - er lässt die ganze Übung abbrechen. Zurück zur Immigration um den Pass abstempeln zu lassen. Der ganze Spuck dauert lediglich 90 Minuten!

Inzwischen ist es fast dunkel geworden und wir fahren noch einige Meilen bis zum ersten riesigen LKW-Parkplatz am Highway. Die LKW-Fahrer frieren und lassen die ganze Nacht ihre Motoren laufen.

Die zweimillionen Stadt ‚San Antonio‘ ist alles andere als typisch Amerika - sie gilt als eine der vier gemütlichsten Städte (Boston, San Francisco und New Orleans)! Im Jahre 1836 ist sie in die Geschichte eingegangen: 189 Texaner hielten 13 Tage einer Übermacht von 5‘000 mexikanischen Soldaten stand. Dabei wurden alle Texaner getötet, aber auch 1‘600 Mexikaner liessen das Leben. ‚Alamo‘ (ein Gebäude der Mission) war Stützpunkt der Verteidigung und ist heute eine Pilgerstätte für Amerikaner. Ein Fluss schlängelt sich durch die Innenstadt. Der ‚Riverwalk‘ ist gemütlich zum schlendern, hat viele Bars und Restaurants. Abends brennen das ganze Jahr viele bunte Lämpchen in den Bäumen.

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The Buckhorn‘, erster mexikanischer Saloon und heutiges Museum steht auf dem Programm. Hier steht auch das Original-Fahrzeug des Gangster-Pärchens Bonnie und Clyde.

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Ganz untypisch: vom Walmart Parkplatz (wo wir übernachten) fährt alle 30 Minuten Bus Nr. 42 in die Innenstadt (kostet US$ 1.20).

Hier in der Nähe ist ein privates Museum mit amerikanischen Autos, das sich Kaspar nicht entgehen lassen will. 56 schön restaurierte Oldtimers. Das älteste Modell ein ‚Ford Modell T‘ aus dem Jahre 1927! Die andern Fahrzeug sind aus der Nachkriegszeit und in Europa heute nicht mehr geläufig: Studenbackers, Packart, Deussenberg, Desoto, Stutz etc.



‚Gruene‘ ist ein kleines Dorf, welches von deutschen Einwanderern im Jahre 1832 gegründet wurde. Die Regierung versprach allen Siedler ein grosses Stück gratis Land.

Hier steht die älteste Tanzhalle mit Saloon von Texas. Wir besuchen ein Country Konzert. Wir lassen uns zu einer Weindegustation verführen: 4 Weine für 2 US$. Der Wein wird weltweit eingekauft, hier gemischt und abgefüllt und als Label ‚Gruene‘ verkauft. Bigi probiert einen ‚black forest‘ – schmeckt wie Schwarzwäldertorte! Schlicht ungeniessbar.

Übernachten auf dem grossen, leeren Parkplatz. Morgen ist einer der höchsten Feiertage in USA: ‚Thanksgiving‘ (Erntedankfest). Morgens um sieben ist schon viel Betrieb. Viele Läufer in Sportdress holen sich beim Zelt eine Startnummer.

Heute ist der ‚Turkey Trot‘. Truthahn deshalb, weil an Thanksgiving jede Familie einen Truthahn im Ofen brät. Vor dem Start tritt die Polizei in Sonntagsuniform mit Fahnen an. Der Bürgermeister hält eine kurze Ansprache, dann wird gebetet und die Nationalhymne gesungen. Jetzt geht’s endlich los. Der als Truthahn verkleidete Sheriff gibt den Startschuss. 1500 Läufer mit Kindern und Hunden sprinten oder wandern los zum 3 Meilen-Parcours. Das Ganze ist eine Benefizveranstaltung und kostet 25 US$. Der Sieger rennt unter 20 Minuten und am Schluss gibt’s eine Ranglistenverkündigung mit vielen, vielen Medaillen.

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Allmählich merken wir, dass an ‚Thanksgiving‘ ausser ‚Walmart‘ alles geschlossen ist. Auf dem Parkplatz spricht uns Dani, ein ausgewanderter Schweizer an und gibt uns einen Tipp. Der Naturpark ‚Enchanted Rock‘ ist immer offen. Also nichts wie hin und hinauf auf den kleinen, amerikanischen ‚Eyersrock‘.

Am Freitag ist ‚Black Friday‘. Überall beginnt der grosse Weihnachtsverkauf mit Spezialaktionen bis zu 50 Prozent. Dieser Tag entscheidet, ob es einen guten oder schlechten Weihnachtsverkauf in den USA gibt. Wir bummeln durch ‚Fredericksburg‘, ebenfalls von deutschen Siedlern gegründet.

Hier sieht man noch viele deutsche Namen und es gibt deutsche Spezialitäten, z.B. Bratwurst und Sauerkraut. In einem Delikatessgeschäft kann alles vom Senf bis zum Honig probiert werden. Nachher speedet Bigi mit Kaspar im Schlepptau durch viele Souvenir-, Interieur- und Stoffläden. Da kann man sogar Geschirr mit Bibelsprüchen kaufen. Den Quilt-Laden wollen wir uns auch ansehen, damit wir Helen berichten können. Aber was sieht Bigi: ‚made in China, finished and packed in USA‘.

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‘Christmas River Parade’ in ‘San Antonio’. Fahren mit dem Bus Nr. 42 vom Walmart-Parkplatz in die Innenstadt. Stehen korrekt in der Schlange und hoffen, dass wir noch Tickets für Sitzplätze am Fluss kaufen können. Zu diesem Anlass sollen jedes Jahr ca. 150‘000 Leute hinströmen. Mit den Tickets in der Hand müssen wir nun noch den richtigen Eingang zum Sektor D finden, wo unsere Plätze in der 5.Reihe sind. Punkt 7.00 p.m. gehen die vielen, farbigen, chinesischen Lämpchen in den Bäumen an. In der Ferne taucht das erste, schön beleuchtete Riverboat auf. Nun folgt Schlag auf Schlag: vierzig Boote, eines schöner als das Andere ziehen an uns vorbei. Die Themen sind Engel, Country Musik, Trickfilm-Figuren, Segelschiff, Santa Claus und Christmas – alles echt amerikanisch und für uns ein wenig kitschig.


Hier am Golf von Mexiko liegen zwei Museums-Kriegsschiffe vor Anker. Wir als neutrale Schweizer und ‚Landratten‘ kommen ins Staunen.

Der Flugzeugträger ‚USS Lexington‘ diente in zweiten Weltkrieg und hat in der ‚Schlacht am Midway‘ gegen die Japaner mitgekämpft und gesiegt. Hier haben 3500 Besatzungsmitglieder gearbeitet und es gibt alles für das tägliche Leben wie Werkstätten, Coiffeur, Zahnarzt, Spital mit Operationssaal, riesige Küche mit Essraum, Kinoräume usw. Das Schiff hat seinen Dienst im Jahre 1991 beendet. Auf Deck stehen diverse Flugzeugtypen, welche von diesem Flugzeugträger aus gestartet sind.

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Das Schlachtschiff ‚Texas‘ ist weltweit das einzige Schiff, welches in beiden Weltkriegen gekämpft hat.

Es wurde immer wieder auf den neuesten, technischen Stand gebracht. Mit 1600 Mann Besatzung und zehn 45-cm-Kanonen war es das stärkste Schlachtschiff aller Zeiten. Es wurde im Jahre 1948 ausser Dienst genommen.

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Was auch zum ‚Golf von Mexiko‘ gehört: Natur, Ölförderung sowie Stürme und Überflutung. Fast die ganze Küste hat vorgelagerte, schmale, lange Halbinseln ohne grosse Vegetation, meistens nur mit Gras bewachsen. Alles ist flach und die Häuser stehen auf Stelzen. Das einzige Hobby der Leute hier ist Fischen. Pelikane warten auf Abfall und die Vögel beobachten das Geschehen. Zum Baden ist es momentan zu kühl und es liegen riesige Quallen am Strand, die einem die Lust am schwimmen rauben.

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Texas und seine Bewohner leben vom Oel: von der Oelförderung über Transport bis zu den riesigen Raffinerien. Der Diesel hier in der Region ist günstig, ca. 90 Rappen pro Liter. Texas hat nur 2,8 % Arbeitslose gegenüber ca. 8 % in gesamt USA.


Etwas ausserhalb von ‚Houston‘ liegt das ‚Nasa Space Center‘. Hier arbeiten 16‘000 Leute. Es wird an der Entwicklung getüftelt, die Astronauten werden auf ihre Aufgabe vorbereitet und trainiert.

Wir besuchen das historische Kontrollzentrum, welches durch die geglückte ‚Apollo 10‘ Mond-Landung weltweit bekannt wurde. Damals war das Computerzeitalter in den Kinderschuhen. Die Speicherkapazität war etwa so gross wie für zehn digitale Fotos!

Kommuniziert wurde mit dem alten Telefon mit Wählscheibe, Rohrpost und Läufern. An Handys hat noch niemand auch nur im Traum gedacht. Die ‚Saturn 5‘ Rakete mit ihren ca. 100 m Länge liegt gut geschützt für die Nachwelt in einer grossen Halle.

Die nächste Generation von Kapseln für vier Astronauten heisst ‚Orion‘ und wird bald ihre ersten Flüge ins Weltall starten. Im Museum sieht man viel: die nachgebildete, geglückte Mondlandung, Overalls für Astronauten, Bilder vom Alltag im Weltall sowie das Mondgestein im Tresorraum. Malzeiten für Astronauten können am Kiosk gekauft werden. Wir begnügen uns mit einem normalen Jumbo Hot-Dog. Zu Kaspars Enttäuschung jedoch lediglich 10 cm lang!


‚Galveston‘ liegt auf einer der vielen vorgelagerten Halbinseln. Hier vergnügen und erholen sich viele Einwohner der Grossstadt ‚Houston‘ am Wochenende. Der General-Store ist der älteste ‚Tante Emma Laden‘ von Texas und aussen prangt das vermutlich die älteste ‚Coca Cola‘ Reklame. Am 2. Advent heisst es hier ‚Dickens on the strand‘. Das Festival wird nach dem englischen Dichter und Schriftsteller genannt. Viele Leute kleiden sich nach dem viktorianischen Zeitalter. Irgendjemand kam vor 40 Jahren auf diese Idee, denn die Stadtkulisse passt! Zu diesem Anlass erscheinen immer die noch lebenden, weiblichen Nachkommen. Schönes Ambiente, aber es ist bitter kalt!


Wir sind gespannt auf das ‚Holiday Handbell Concert‘ in einer der ältesten Kirchen von ‚Galveston‘. Noch nie haben wir ein Handglocken-Spiel gehört und sind gespannt. 25 Musiker/innen ausgerüstet mit ihren Glocken in verschiedenen Grössen. Die Glocken werden gestreichelt, geschlagen und geschüttelt. Jede Glocke spielt nur einen Ton! Alle Musiker tragen Handschuhe. Es werden viele Weihnachtslieder gespielt. Ein eindrückliches und schönes Konzert. Wir sind begeistert!

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In ‚Beaumont‘ wollen wir das ‚Edison Museum‘ besuchen – Erfinder der Glühbirne. Da dies geschlossen ist gehen wird gleich nebenan ins ‚Fire Museum of Texas‘. Davor steht der grösste Hydrant der Welt.

Uns fällt in USA auf, dass alle Strassen äusserst grosszügig angelegt sind. Jede Ausfahrt ist gut beschildert und schon Meilen vorher stehen am Strassenrand grosse Reklameschilder. Wir passieren die mit 53 m höchste Brücke ‚Rainbow Bridge‘ bei ‚Port Arthur‘. Fahren ist für uns hier sehr langweilig.

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Andere Reisende haben den Tipp gegeben, dass man bei den Casinos meistens gratis übernachten kann. Es gibt sogar einen Casino-Campingführer. In Texas ist das Glücksspiel verboten, aber hier in ‚Louisiana‘ gibt es unzählige Casinos. Da das Wetter trüb, nass und kalt ist spricht nichts gegen einen Casino Besuch.

Mit 3 US$ spielt Bigi eine Stunde lang und hat am Schluss 3.05 US$ - wenn sie so weiter spielt werden wir noch reich! Auf jedem Plakat und Prospekt wird gleich auch die Telefonnummer angegeben, wo sich Spielsüchtige hinwenden können: ‚Gambling Problem Call Toll Free 1-877-770-STOP!‘

Südwestlich von ‚New Orleans‘ liegt die vorgelagerte Insel ‚Grand Isle‘ mit einem ‚State Park‘. Entlang des Flusses, über eine 13 km lange Brücke resp. Strasse auf Stelzen durch ‚Wetland‘/Feuchtland gelangen wir auf die Insel. Zum Glück ist das Wetter gut, denn die Fahrt ist wirklich speziell.

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Geniessen zwei Tage Natur, Sonne, wandern und im Windschatten sitzen. Viele Zugvögel fliegen schöne Figuren im Wind. Am langen Strand begegnen wir einer Gruppe Leute, ausgerüstet mit einem langstieligen Stock-Löffel und kleines Netz. Sie erklären uns, dass sie immer noch Ölreste der 2010 explodierten Ölplattform 'Deepwater Horizon' im Golf von Mexiko suchen und sammeln.

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Zum Mississippi gehören die zahlreichen Südstaatenvillen der ehemaligen, riesigen Zuckerrohrplantagen. Wir besuchen die zwei wichtigsten: ‚Houmas House‘ und ‚Oak Alley Plantation‘. Wunderschöne Villen und gerade schön farbig, weihnachtlich geschmückt.


Die Führerin ist standesgemäss nach dem frühen 19.Jh. gekleidet. Eine vollschlanke Schwarze mit sonorer Stimme und viel Humor führt uns Zwei durch die Villa. Auf dem Steinway Flügel gibt sie uns eine kleine Kostprobe. Eine wirklich gelungene Führung! Die ‚Oak Alley Plantation‘ ist, wie es der Name sagt, berühmt wegen der langen Eichenallee. Die Französischen Besitzer lebten hier in Saus und Braus.

Ihr Reichtum basierte auf Zuckerrohr und vor allem Sklavenarbeit. Können die ehemaligen Sklavenhütten hinter dem Hause besichtigen. Da war das Leben eher spartanisch. Nach dem Bürgerkrieg 1861-65 war der ganze Reichtum weg. Zum Glück wurden später Stiftungen zum Erhalt dieser Villen gegründet.

Bestaunen am Ufer einen neuen Mississippi-Dampfer ‚American Queen‘, der viele Passagiere auslädt. Es gibt keine alten Mississippi-Dampfer mehr, da diese aus Holz gefertigt.

‚New Orleans‘, die Jazz-Stadt am Mississippi pulsiert am Abend an der ‚Bourbon Street‘!

Aus den Lokalen ertönt lauter Jazz und die Partygänger haben grosse Becher mit Drinks in der Hand. Der Hit-Drink heisst ‚Hurrikan‘. Es wird gefeiert. Von den Balkonen werfen Leute farbige Halsketten unter das ‚bettelnde‘ Volk. Bigi ist behangen wie ein Christbaum.

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Tagsüber spielen auf der Strasse für ein paar Dollars an jeder Ecke Jazz-Bands. Tolles Ambiente und dies bei strahlendem Sonnenschein!

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Die ‚Streetcars‘ (farbige, alte Trämli) fahren die Touristen zu den schönsten Orten. Jeder Passagier löst sein Ticket beim Fahrer, Tageskarte 3 Dollar. Hier herrscht keine Hektik. Im Hafen liegt ein Mississippidampfer für Ausflugsfahrten.

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Vor der Kathedrale warten Kutschen auf Kunden. Am Sonntagabend besuchen wir in der Kathedrale ein Jazzkonzert: Cajun-Folk-Rock. Auch essen wir French Donuts, genannt ‚Beignets‘ - wie Berliner mit viel Puderzucker, aber ohne Konfitüre.

Auf unserer Fahrt im Trolleybus in und aus der Stadt sind wir die einzigen Weissen. Hier sieht man das Wohlstandgefälle deutlich. Von den Verwüstungen des Hurrikan ‚Katrina‘ im 2005 sieht und spürt man nicht mehr viel.

Bye-bye New Orleans, es hat uns gefallen!

Wir fahren mehr oder weniger dem Golf von Mexiko entlang nach Osten. ‚Insel-Hüpfen‘ machen wir mit dem Camper über meilenlange, zum Teil hohe Brücken oder mit der Fähre. So kommen wir auch relativ nah an einer ‚Exxon‘ Gas-Bohrplattform vorbei. Hier im Golf ist das grösste Gasvorkommen der USA.

In ‚Pensacola‘ ist das ‚National Naval Aviation Museum‘ beheimatet. Hier stehen alle Flugzeuge, die die NAVI jemals geflogen hat: Flugzeuge aus dem ersten und zweiten Weltkrieg, der Präsidentenhelikopter von Nixon, die alten Düsenjets der Kunststaffel ‚Blue Angels‘ etc. - ein riesiges Museum und alles ‚gratis‘. Wir staunen! Schlendern um sämtliche Flugzeuge in den Hallen herum. Mit einer Bustour geht’s zu den grossen, noch nicht restaurierten Flugzeugen.


In den USA gibt es überall die ‚State Parks‘. Kleinere Naturparks, vom jeweiligen Staat gemanagt, vielerorts mit Campingmöglichkeit. Von ‚Penascola‘ bis ‚Panama City Beach/USA‘ erstrecken sich über 160 km schneeweise Sandstrände, genannt ‚Miracle Strip‘ wo die Parks inmitten der Sanddünen und Pinienwälder liegen.

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Einige Parks etwas im Landesinneren liegen an Seen, Flüssen oder haben 22 Grad warme Quellen. Im Moment herrscht im sonnigen Florida Winter und die Temperaturen sind sehr schwankend – von nachts 4 C bis tagsüber 28 C, öfters auch mal starker Regen. Wir lassen uns von Wind und Wetter nicht einschüchtern und sind zu Fuss in der schönen Natur unterwegs.

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Auch die Tierwelt lässt grüssen mit für uns eher ungewohnten Tieren und Vögeln: amerikanische Eichhörnchen, Waschbären, Hirsche, Rehe, diverse Reiher. Die auf Warnschildern angekündigten Alligatoren lassen sich nicht blicken, da es ihnen hier im Moment zu kalt ist – oder zu wenig Touristen zum fressen gibt.

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Der 24. Dezember ist kalt und regnerisch, aber drinnen im Camper verbreitet sich trotzdem weihnachtliche Stimmung. Da wir mit den Innenraumbatterien Probleme haben, funktioniert der Kühlschrank nicht mehr richtig. Wir kaufen 5 kg Eis und die Temperatur niedrig zu halten. Bigi kocht ein Dreigang-Menu mit allem, was ungekühlt verderben könnte.

‚Apalachicola‘ liegt an einer Bucht. Das schmucke Hafenstädtchen ist das ‚Austern-Mekka‘ von Florida. 90% der fleischigen Austern werden hier gezüchtet. Wir essen im bekannten Restaurant ‚Boss Oyster‘. Einmal mit Butter und Parmesan überbacken und Frische, natur auf Eis serviert. Dazu ein Glas Weisswein. Das Essen schmeckt uns, kitzelt aber nur den Magen. Pro Oyster ein Dollar. Frischer als hier kann man nirgends Austern essen.


Wir haben Glück! Am Pier wassert ein Fahrer das Airboat. Schon ausgebucht, aber ein Amerikaner mit seinem Enkel überlässt uns seine zwei Plätze. Das mit einem Propeller und 8-Zylinder angetriebene Airboat macht riesen Lärm und wir setzen die Ohrenschoner auf. In rasanter Fahrt geht’s durch das Sumpfgebiet.

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Sehen einen 'Eagle', das amerikanische Wappentier!


Wir bekommen einen Tipp: ein Rundflug - wir sind sofort begeistert! Haben auf der Reise schon oftmals gesagt: aus der Luft muss die Gegend speziell sein. Am Silvestermorgen fahren wir zum ‚Cedar Airfield‘. Am Tor wartet ein älterer Herr mit seiner alten Cessna (Jg. 1950) auf Kundschaft. Marvin Franks, ein ehemaliger Fluglehrer bietet 20-minütige Rundflüge für 25 Dollar pro Person an. Wir parkieren den Roller und steigen in den Flieger. Kurven über das Sumpfgebiet und die vorgelagerten Inseln. Fantastisch!


Uns gefällt es am Pier und wir essen nochmals die speziellen Muscheln ‚Clams‘.

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Nun wartet die Silvester-Party auf dem Camping auf uns. Jeder bringt Snacks mit bis sich der Tisch biegt. Wir haben ein Baguette eingekauft, darauf gibt’s ‚Le Parfait‘ oder amerikanischen Emmentaler. Wir gesellen uns zu unseren Nachbarn Fran und Karl. Amerikanischer ‚Fun‘: Fantasie-Kopfschmuck, Lärminstrumente, Karaoke, Tanz und kleinen, einzelnen Raketen. Wir Schweizer müssen ja nicht warten bis Mitternacht, denn in der Schweiz ist schon 2014!

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Am 1. Januar 2014 sind wir bei unseren neuen Freunden Fran und Karl zum traditionellen South Carolina ‚New Years Brunch‘ eingeladen. HAPPY NEW YEAR 2014 !

In Florida sind etwa 3‘500 Manatees (Seekühe) zu Hause. Sie zählen zu den grössten Meeressäugetieren der Erde. Bei Wassertemperatur unter 15,5 C sterben sie. Im Winter verziehen sie sich daher in die warmen, 22-grädigen Quellen. Im Sommer sind sie in den Flüssen anzutreffen. Viele haben Verletzungen an Rücken und Schwanzflossen von den Bootspropellern. Sie sind fast Vegetarier und fressen täglich 30-40 kg Wasserpflanzen, Muscheln und Schnecken. Es wird viel getan für die Arterhaltung. Ihre nächsten Verwandten sind die Elefanten. Finden unter dem Scheibenwischer eine Visitenkarte von Petra und Paddy. Diese haben wir vor Ostern 2013 in Cholula/Mexiko auf dem Camping getroffen.


Nun müssen wir uns endlich um die Beschaffung der zwei Innenraumbatterien kümmern. Wir haben Glück! Bei NAPA Truck-Parts können sie uns die speziellen Gel-Batterien innert 2 Stunden beschaffen. In der Wartezeit besuchen wir den nahen, weltgrössten ‚Fleemarkt‘. Das meiste ist chinesische Ware und Kaspar ist enttäuscht, sucht er doch Spielzeug-Camper. Nun aber an die Arbeit! Kasper muss zuerst die 35 kg schweren Batterien ausbauen. Beim Vergleichen der Masse stellt er fest, dass die USA Batterien ½ Zoll (12,75 mm) länger sind. Da Bocklet alles nach Mass baut, muss Kaspar den Holzrahmen vergrössern. Er nimmt Hammer und einen starken Schraubenziehen und meisselt Holz heraus. Ein Mitarbeiter hievt ihm die zwei neuen Batterien mittels Gabelstapler in den Laderaum. Mit viel Gemurks und Bigi’s Hilfe bringen wir die zwei Batterien an ihren Platz.

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Beim Anschliessen funkt es - Vorsicht! Kaspar schaut sich die Polarisierung an und stellt nach längerem, zweimal hinschauen und vergleichen mit den alten Batterien fest: die Pole sind umgekehrt! In Europa +/ -, in USA -/+. Zum Glück hat er dies bemerkt und die Anschlusskabel sind genug lang. Das hätte ins Auge gehen können! Nach 5 Stunden ist die Arbeit getan und Kaspar ‚fix und foxi‘. Wir müssen noch unseren Esstisch montieren. Da wir dies schon lange nicht mehr gemacht haben, kommt nochmals Stress auf. Am Abend verwöhnt Bigi Kaspar mit frischen Raviolis. Er aber mag nicht essen! Am nächsten Morgen schmerzt ihm der ganze Brustkasten (Muskelkater).


Besuchen das ‚Kennedy Space Center‘ bei ‚Cape Canaveral‘. Von hier starteten die ersten amerikanischen Raketen mit Satelliten für die Erdumlaufbahn. Auch der erste Astronaut ‚Shepard‘ schoss von hier in den Himmel. Nach ‚Apollo‘ und ‚Space Shuttle‘ heisst die heutige Generation ‚Orion‘. Auf einer Bustour über das weitläufige Raketenabschussgelände kommen wir an der Abschussrampe mit dem riesigen Raketentransporter vorbei.

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Der älteste Space Shuttle ‚Atlantis‘ hängt in voller Grösse mit offener Ladefläche im Museum. Hier erfahren wir per Zufall, dass in zwei Tagen, am 6. Januar 2014, eine Orion-Rakete abgeschossen wird. Dieses Spektakel lassen wir uns natürlich nicht entgehen und erkundigen uns nach dem besten Standort, um dem Start beizuwohnen.


Im ‚Jetty Park Camping‘ beim ‚Port Canaveral‘ haben wir einen Logenplatz für den Raketenstart an der Hafenausfahrt erhalten. Am Abend kommen viele Besucher, um sich die auslaufenden Kreuzfahrtschiffe anzuschauen. Hier ist auch der grösste U-Boot Hafen. Leider kommt nur ein Versorgungsschiff mit viel Elektronik für die Überwachung des morgigen Raketenstarts vorbei. Wir lernen Eva und Doug kennen. Sie fahren heute zur Feier seines Geburtstages in eine nahes Fischrestaurant und wir begleiten sie.

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Am Dreikönigstag wird zu Ehren von ‚König‘ Kaspar schiesst Amerika eine Orionrakete in den Weltall. Bisher haben wir dies nur von Fernsehen gekannt, wie die Leute in ihren Campingstühlen mit Fernglas neben dem Auto sitzen. Punkt 17.06 Uhr startet die Rakete. Ein Feuerball steigt zum Hiimmel. Den Lärm der riesigen Motoren ist mit einiger Verzögerung zu hören. Das Wetterglück spielt mit und wir können den Flug lange verfolgen.

Launch window: 2206-0008 GMT (5:06-7:08 p.m. EST)
Launch site: SLC-40, Cape Canaveral Air Force Station, Florida

A SpaceX Falcon 9 rocket will launch the Thaicom 6 communications satellite. Thaicom 6 will provide C-band and Ku-band communications services across Southeast Asia and Africa. The rocket will fly in the Falcon 9 v1.1 configuration with upgraded Merlin 1D engines, stretched fuel tanks, and a payload fairing. Delayed from August, October, Dec. 12, Dec. 20 and Jan. 3.!


Was wäre Florida ohne 'Walt Disney World'

‚Walt Disney World‘ besteht aus vier grossen Themen-Parks, gruppiert um einen schönen See. Wir beschliessen, ‚Epcot‘ und ‚Magic Kingdom‘ zu besuchen. Vom riesigen Camping mit 800 wunderschönen Stellplätzen gelangt man mit Bus oder Schiff zu den Eingängen. Alles durchorganisiert und wie sagte schon Dagobert Duck: ‚ein Esel, der Gold scheisst‘. Das Unternehmen hat ca. 50‘000 Mitarbeiter, 200 Hotels, 300 Buse und in der Hochsaison 50 - 60‘000 Besucher. Der Tageseintritt ist US$ 95.- und vergünstigt sich mit jedem zusätzlichen Tag. Man erhält ein elektronisches Armband, mit dem man jede Dienstleistung bezahlen und direkt der Kreditkarte belasten kann. Kinder und Erwachsene kaufen Disney Kleider, Mickey Mouse Ohren, blinkende Zauberstäbe und lassen sich überall vom Fotografen teuer fotografieren. Kaspar begnügt sich mit zwei Pins. Abziehbildchen gibt es nicht, also fragen wir eine Kassiererin. Sie schenkt uns gleich ein paar Meter. Bei jeder Attraktion bilden sich lange Warteschlangen. Am Eingang kann man sich für 3 Attraktionen einen ‚Fastpass‘ lösen, der auf dem elektronischen Armband gespeichert wird. Man bekommt ein Zeitfenster, das einem erlaubt, an der Warteschlange vorbei zu gehen. Nach dem abendlichen Feuerwerk und Laser-Show sind wir jeweils k.o.!

‚Magic Kingdom‘ ist auf ‚Mickey Mouse‘ und seinen Freunden aufgebaut. In der Mitte des Parks steht das riesige ‚Cindarella Schloss‘. Eine 8er-Bahn rast durch ein Bergwerk. Bigi will nicht, aber Kaspar überschwatzt sie. Während der Wartezeit ‚macht sie vor Angst fast in die Hosen‘. Es ist aber überhaupt nicht schlimm und sie würde am liebsten nochmals einsteigen.

‚Epcot‘ ist eher zukunftsorientiert und sehr interessant. Ein paar Länder präsentieren sich in landestypischen Pavillons und präsentieren auf der Grossleinwand wunderschöne Filme. China bietet Artistik, Deutschland hat einen Biergarten, Mexiko kitschige Maya-Ruinen.


Fahren 100 Meilen südlich, wo wir uns im ‚Lake Kissimmee State Park‘ erholen. Haben Glück! Wir bekommen den letzten Standplatz. Hier wieder einmal Natur pur. Wandern viel und besuchen das ‚Cow Camp‘, das aus dem Jahre 1876 stammt. Der Cowboy erklärt uns, wie man anno dazumal die ‚wilden Kühe‘ eingefangen hat. Beim grossen Parkplatz gibt’s am Weekend ‚BBQ‘. Wir bestellen eine Menu mit allem, erhalten aber Zwei: Spareribs, Brick Meet (Siedfleisch), faseriges Schweinefleisch, dazu Böhnli, Kabissalat und ein Brötchen. Buh, war das viel – Nachtessen gestrichen! Am Sonntag bringen wir dem Grilleur ein Schweizer Käppi. Er freut sich mächtig und wir erhalten wieder zwei für eins - morgen sind wir definitiv Vegetarier!

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Von Argentinien bis Mexiko haben wir die Orangen selber ausgepresst – aber Florida hat den besten Orangensaft! Überhaupt gibt es vieles hier frisch vom Feld: Erdbeeren, Tomaten, Salat, Kartoffeln etc. In dieser Gegend wird auch viel Phosphat für Düngemittel abgebaut.

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Okay, in USA ist nicht alles gesund und vitaminreich. An der Tankstelle ist gerade Aktion: 2 Hot-Dogs für US$ 2. Bigi schnappt zwei Dollar, dass aber Tax dazu addiert wird, sind wir uns noch nicht gewohnt.

Tampa und St. Petersburg lassen wir links liegen und fahren direkt zum ‚Fort DeSoto Country Park‘. Hier treffen wir Renate und Bruno, ehemals aus Biel. Nach Apéro und selbstgemachter Pizza machen wir uns mit selbstgemachter Berner Züpfe auf den Heimweg. Bigi kauft von Ihnen ein E-Book und wird in die Geheimnisse eingeweiht. Dazu erhält sie gleich eine Bibliothek von 1‘500 Büchern. Der von ihnen selber ausgebaute MAN ist etwas vom Besten, was Kaspar je gesehen hat!

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Fahren über die 7 km lange und 56 m hohe ‚Sunshine Skyway Bridge‘ Richtung ‚Fort Myers‘. Die Berühmteste der Tampa-Bay-Brücken musste allerdings schon bald nach der Einweihung für 240 Mio. Dollar erneuert werden, nachdem eine Frachtschiff einen Pfeiler gerammt und zum Einsturz gebracht hatte. Ein Versicherungsfall?

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Das Genie ‚Thomas Alva Edison‘ wohnte wegen seiner Gesundheit in ‚Fort Myers‘. Hier steht sein Labor und auch die Wohnhäuser von ihm und Henry Ford. Sie waren gute Freunde und Nachbarn. Die vier Freunde Edison, Ford, Firestone und Burroughs machten schon anfangs 20.Jh. mit ihren Familien Camping. Öfters war auch der Präsident der USA dabei. Im Museum gibt’s viel zu erkunden, hat Edison doch viel erfunden: Eisenbeton, Telegraph, Grammophon, Batterien und natürlich die Glühbirne. Edison hatte über 1100 Patente! Würde er in der heutigen Zeitepoche leben, wäre er Bill Gates!

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Hier geht sogar Kaspar ein Licht auf!

Bigi lässt sich von Edison inspirieren!


Florida ist ja bekanntlich der ‚Sunshine State‘. Wir merken nicht viel davon, es ist oft kalt und regnerisch. Viele Senioren und Frührentner aus dem kalten Norden oder Europa zieht es hier her. Wir zitieren ‚Dumont‘ Reiseführer: ‚Man kann nicht verhindern, dass man alt wird. Aber man kann verhindern, dass dies bei schlechtem Wetter geschieht!‘ Diejenigen, die in Motorhoms anreisen, werden ‚Snowbirds‘ genannt.

Beim ‚Casino-Camping‘ lernen wir Joeanne und Fred aus Miami kennen. Sie geben uns einen heissen Tipp, wo wir unseren MAN in Miami in einem sicheren ‚Storage‘ während unserem Aufenthalt in der Schweiz einstellen können.

In ‚Fort Lauderdale‘ kleiden wir uns im ‚Sawgrass Mill‘ Outlet‘ ein – zweitgrösste Touristenattraktion von Florida. Die ‚Caribik Cruise‘ mit Regula und Brigitt steht bald bevor.

Auf ‚Fiesta Key‘ gibt’s Champagner-Empfang für Regula bei Sonnenuntergang.

Die Fahrt bis zur südlichsten Insel ‚Key West‘ geht über 42 Brücken und wir sind nur 90 Meilen von Kuba entfernt. Für‘s übliche Fotoshooting beim ‚Southernmost Point‘ stehen wir brav in der Warteschlange. Bummeln durch den schönen Touristenort. Im Restaurant ‚Margarithaville‘ soll‘s den weltbesten Hamburger gehen. Dies lassen wir uns nicht entgehen!

In der ‚Sloopy Joe Bar‘, dem Stammlokal von Ernest Hemingway, geniessen wir einen Drink bei live Jazz.

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Ein ‚Muss‘ für alle ist der Sonnenuntergang. Man trifft sich auf dem Pier. Im Hafen liegt ein grosses Kreuzfahrtschiff. Hoffentlich verdeckt es uns nicht den schönen Sonnenentergang. Über den Köpfen fliegt ein Flugzeug mit einem Banner im Schlepptau: ‚Meri love, will you marry me?'

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Nachher müssen wir noch 70 Meilen zum Camping auf Fiesta Key.

Direkt zum weltbekannten ‚Ocean Drive‘ nach ‚Miami Beach‘, wo sich die Schönen und Reichen mit ihren Cadillacs, Porsches und Stretchlimousinen tummeln. Beim zweiten Anlauf finden wir endlich einen für unseren MAN passenden Parkplatz, wo wir auch gleich übernachten. Viele Häuser sind im Art Déco Stil der vierziger Jahre gebaut und abends farbig beleuchtet.


Wer kennt nicht aus den TV-Soaps die bunten ‚Baywatch‘-Häuschen der jungen, braungebrannten Bademeister?!


Ein total anderes und ernstes Thema ist das Holocaust-Mahnmal ‚Skulptur Liebe und Qual‘. Den Mittelpunkt der eindrucksvollen Anlage bildet ein 12 m langer ausgestreckter Unterarm aus Bronze, der in Himmel ragt. Rundherum angeordnet sind alle Namen der jüdischen Opfer in Platten gemeisselt.

Miami Downtown wird im Zentrum durch ein gratis Métro-Bussystem auf Schienen erschlossen.

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Karibik-Kreuzfahrt 24.Jan. – 3.Feb. 2014 mit der ‚Legend of the Sea‘

Das Schiff hat lediglich Platz für 1700 Passagiere, welche von 750 Crew Mitgliedern bedient werden. Mit Hilfe eines Plans finden auch wir den Weg. Im Zentrum befindet sich der 5-stöckige Innenhof mit zwei Glasliften und breiten Treppen. Unten spielt immer eine Musik ‚Evergreens‘ oder es gibt eine Tanzvorführung. Auf dem Sonnendeck tummeln sich die Leute im schwappenden Meerwasserpool oder in den zwei Jacuzzis. Animatoren, mit lauter Stimme haben immer etwas gegen Langeweile anzubieten. Für Fitness gibt’s einen am Boden markierten Sportweg: 4 Runden = 1 Meile = 1,6 km. Kaspar macht seine 13 Runden auf einmal, so hat er zwei Tage frei! Die Kletterwand bestaunen wir nur von weitem. Beim Minigolf gibt’s einen harten Wettkampf, den Kaspar gewinnt. Morgens und Mittags gibt’s grosse Selbstbedienungs-Buffets. Abends wird im Speisesaal in zwei Schichten diniert. Das Essen ist mehr als hervorragend - die Waage zu Hause wird es bestätigen! In der Shoppingetage gibt’s immer irgendeinen Sonderverkauf und die Passagiere wühlen und kaufen wie verrückt. Über das zu jeder Tageszeit gut besuchte Casino staunen wir nur! Hygiene ist auf dem Schiff gross geschrieben. Es gibt immer wieder Durchsagen, die zum Hände waschen auffordern. Überall stehen automatische Desinfektionsgeräte. Man hält einfach die Hand darunter und verreibt den Gel.

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Hygiene ist auf dem Schiff gross geschrieben. Es gibt immer wieder Durchsagen, die zum Hände waschen auffordern. Überall stehen automatische Desinfektionsgeräte. Man hält einfach die Hand darunter und verreibt den Gel.

Am zweiten Abend ist das übliche ‚Captains Dinner‘. Den Dresscode haben wir ja im Reiseprogramm bekommen: festlich, Krawatte evt. Smoking! Kaspar trägt seinen weissen Kittel mit schwarzer Hose, schwarzem Hemd und roter Fliege. Bigi spielt in ihrem orangen Kleide ‚das doppelte Lottchen‘ mit einer Frau aus Ottawa. Welch ein Zufall!

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Am 29. Januar feiern wir mit Regula ihren 50igsten Geburtstag! Im Bad hängt ein Banner ‚Happy Birthday‘. Sie staunt! Den ganzen Tag über gibt’s immer wieder kleine Geschenke und Geburtstagskarten aus der Schweiz. Am Abend lädt sie uns zu einem Festessen im Grill auf dem obersten Deck ein. Das Filet Mignon ist butterzart, für Regula gibt’s einen kleinen Geburtstagskuchen mit Kerzli. Ein gelungener Tag!

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British Virgin Island

Eine Bustour im offenen Wagen führt uns über die Insel. Besuchen eine winzige Rumdistillerie. Kaspar kauft eine kleine Flasche, welche ihm beim Boarding abgenommen und erst am Ende der Reise wieder ausgehändigt wird. Bigi und Regula geniessen ein Bad in der türkisblauen Karibik.

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St. Marteen

Hier besuchen wir die aus der Schweiz ausgewanderte Familie. Regula kennt Edith schon seit vielen Jahren. Sie sind am vorbereiten ihres grossen Segel-Katamarans, mit dem sie die Welt umsegeln wollen. Der Flughafen hier ist sehr speziell. Die Flugzeuge landen direkt über den Köpfen der badenden Leute am Strand.

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Diese Insel ist sehr touristisch. Im Hafen ankern sechs Ozeanriesen!

Dominica

Ein Taxi bringt uns zu den zwei sehenswerten Naturparks mit Wasserfällen und Regenwald. Das gibt Durst. Zum Glück hat Regula heute Geburtstag und lädt uns zu einem Karibik-Drink in der ‚Ruins Bar‘ (abgebranntes Haus) ein.

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Antigua

Eine Steelband empfängt uns am Hafen. Wir nehmen uns Taxi für die Inselrundfahrt. Stopp im ‚Nelson Port‘, benannt nach dem englischen Seefahrer Lord Nelson. Hier wurden im 17./18. Jh. die englischen Schiffe gewartet. Dadurch hatten die Briten die Seeherrschaft über die Karibik. Hier wachsen schwarze Ananas, die sehr süss schmecken. Letzte Gelegenheit für ein Bad in der Karibik, die sich Kaspar nicht entgehen lässt! Das Wasser ist kälter als man denkt. Der einäugige Pirat mit Hackenarm lässt uns am Leben.

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Die Karibik-Kreuzfahrt hat uns sehr gut gefallen!


In ‚Fort Lauderdale‘ wohnen die Schönen und vor allem Reichen! Damit wir einen Blick hinter den Gartenzaun werfen können, besteigen wir das Wasser-Taxi. Es führt uns kreuz und quer durch die Kanäle. Bestaunen die riesigen Landhäuser, prächtigen Gärten und mega Motorjachten, fast so gross wie Flugzeugträger. Die Jacht von Regisseur Spielberg kann man für eine Million Dollar pro Woche mieten – ein Schnäppchen! Nun wissen auch wir, wer wo wohnt. Abends brennt in den riesigen Villen fast nirgends Licht. Ab und zu sieht man zwei Personen an einem grossen Esstisch sitzen.

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Wir ‚begleiten‘ Regula ins grosse Outlet-Shoppingzentrum ‚Sawgrass Mill‘. Auf den zweieinhalb Meilen Shoppingvergnügen decken auch wir uns ein.

Auf der Fahrt in die ‚Everglades‘ passieren wir grosse Farmen und wunderschöne Gärtnereien. Überall wird frisches Gemüse und Obst angeboten. Die ‚Everglades‘ sind ein riesiges Süsswasser Naturreservat mit allerlei Tieren und vielen Vogelarten.

Es lohnt sich sogar früh aufzustehen und am kleinen See auszuharren, um Fotos zu schiessen. Schliessen uns der einzigen, deutschen Führung an um uns die Vogelwelt erklären zu lassen. Einmalig auf der Welt ist hier, dass Alligatoren und Krokodile am selben Ort leben. Dies weil es Süss- und Salzwasser hat. Alligatoren sind klein, schwarz - weil sie in kühleren Regionen leben und sich an der Sonne dadurch besser aufwärmen können - und für Menschen nicht unbedingt gefährlich. Den Krokodilen hingegen sollte man nicht zu nahe kommen.

Das Highlight ist eine dreistündige Kanutour, die nichts kostet. Bigi sitzt vorne im Kanu der Führerin. Kaspar und Regula im gleichen Boot mühen sich mit den Tücken der vielen Kurven in den Mangroven ab. Hat Spass gemacht!

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Neben Natur gibt’s auch Historisches zu besichtigen. Nach der Kuba-Krise im Jahre 1962 bemerkte die USA, dass sie im Süden über keine Verteidigung verfügt. Aus diesem Grunde wurden hier 1964 zwölf mobile Atomraketen stationiert. Ein Volontär mit Geschichtskenntnissen führt uns durch das verlassene Raketengelände. Wir staunen nur! Zum Glück wurden diese Raketen nie benötigt und 1972 abgebaut.

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Nachdem wir Regula am Flughafen ‚Miami‘ abladen, gibt’s dort für uns den schon bald traditionellen Hamburger mit Pommes bei ‚Burger King‘. Für uns steht nun die gewohnte, dreitägige MAN-Reinigung bevor.

In Mexiko fuhren wir 5‘964 km, in den USA 8‘878 km. Diese Reiseetappe war gemütlicher als auch schon, aber nicht weniger schön.

Mexiko ist: farbig, lebendig, chaotisch und zum Teil schmutzig.
USA ist: grosszügig, diszipliniert und sauber.