Las Vegas - Glacier Nat. Park

Von Las Vegas nach Alaska - 2016

Beim Check-In werden unsere auf Mass angefertigten Kartonschachteln nur gewogen und nicht gemessen. Dabei hat sich doch Kaspar so viel Mühe gegeben, um das Höchstmass Länge + Breite + Höhe von 158 cm nicht zu überschreiten - hat extra noch 1 cm abgeschnitten und zusammen gequetscht. Da sich die Schachteln auf den Förderbändern für Koffern eventuell verkeilen oder herunterfallen könnten, müssen wir sie zum Sperrgut-Schalter bringen. Das Hin und Her ist zeitaufwendig. Ready to go! Der Flug mit der Edelweiss nach Las Vegas verläuft ruhig. Beim US-Zoll deklarieren wir unsere Ersatzteile mit 600 CHF. Die freundlichen Zöllner lassen uns ohne Einfuhrtaxe springen. Hundemüde fallen wir in die Betten unseres Stamm- Hotel ‚Treasure Island‘. Morgens um 4 Uhr schlüpft Bigi in die Jeans und holt bei Starbucks Kaffee. Wir schauen auf den Strip und die ruhige Stadt.

Holen den MAN aus dem Storage. Kaspar schliesst die Batterien an, wechselt die Kühlschranktüre und Bigi verstaut das Mitgebrachte.

Im ‚Red Rock Canyon‘ fotografieren wir nur aus dem Fenster, da es stark regnet. Werden im Herbst nochmals kommen.

Auf dem Camping in ‚Pahrump‘ - 1. Mai/Tag der Arbeit - der einzige Tag im Jahr wo ein Rentner arbeitet. Kaspar holt die Bohrmaschine heraus und montiert das neue Licht. Alles wird überprüft und danach geht’s zur Erholung in den Hotpool.

MAN und wir sind 'ready'!

Death Valley

Fahren über mehrere Pässe aus dem ‚Death Valley‘. Die ‚Mojave Wüste‘ ist karg, einige arme Bretterbehausungen und militärisches Sperrgebiet. Kommen zufällig zu den ‚Trona Pinnacles‘ (eigenartige Tuffsteingebilde, die früher unter Salzwasser waren).

Trona Pinnacles

Fahren über mehrere Pässe aus dem ‚Death Valley‘. Die ‚Mojave Wüste‘ ist karg, einige arme Bretterbehausungen und militärisches Sperrgebiet. Kommen zufällig zu den ‚Trona Pinnacles‘ (eigenartige Tuffsteingebilde, die früher unter Salzwasser waren).

Joshua Tree National Parc

Im ‚Joshua Tree National Park‘ blüht die Wüste! Josuabäume, die bis zu 15 hoch werden können, findet man in Höhenlagen von 500 bis 1800 m. Mormonische Pioniere gaben ihnen den Namen: mit ‚hoch erhobenen Armen‘ wies ihnen dieses grosse Yuccagewächs offenbar den Weg ins gelobte Land.

Die ‚Keys Ranch‘ war von 1870 bis 1963 bewohnt. Die Leute waren Selbstversorger. Alles, was nicht mehr gebraucht wurde steht genau dort, wo es liegen gelassen wurde (eine dumme Angewohnheit der Amerikaner). Der Ranger bezeichnet dies als erstes ‚Home Depot‘ (Handwerkermarkt), denn es gibt Ersatzteile für alles. Er erzählt viel über die Geschichte, Mord und Revolverhelden. Zum Ausruhen hatte der alte Keys eine Art ‚Streckbett‘ mit Flaschenzug an den Füssen, der von den Kindern bedient wurde.

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‚Cholla Cactus Garden‘ - Wir sind immer wieder erstaunt, wie diverse Pflanzen gehäuft an einem Ort vorkommen und sonst fast nirgends. Die ‚Cholla Cactus‘ sind in voller Blüte. Im Sonnenlicht scheint der obere Teil mit den feinen Stacheln weiss, der untere Teil ist braun (wie abgebrannt) und sieht aus wie Bärenfell – aber sicher nicht so weich!

Die Wüste blüht

Palm Springs

Luxuriöser Winterort für die reichen Amerikaner. In ‚Palm Desert‘ fahren wir den zwei Meilen langen ‚el Paseo‘, wo Luxus-Boutique an Luxus-Boutique gereiht ist.

Da Bigi schon einmal hier war, weiss sie wo die Ausgehmeile mit den vielen Restaurant ist. Wir haben Glück! Heute Donnerstag ist abends Strassenmarkt. In einer Nebenstrasse übernachten wir.

Vom Highway 10 sehen wir drehende Windräder zu tausenden. Auch Solarstrom wird produziert.

San Bernadino Mountains

Trotz garstigem Wetter fahren wir zum ‚Big Bear Lake‘ in die San Bernardino Mountains. Über Nacht schneit es sogar.

Los Angeles

Die mehrspurige Autobahn führt uns am Rande von LA via Pasadena zum ‚Griffith Park‘. Wir fahren zum Observatorium hinauf. Drehen eine Runde auf dem besetzten Parkplatz und fahren wieder hinunter. In der Ferne grüsst das riesige ‚Hollywood‘.

Viele Meilen über die kurvige, schlechte Strasse auf der Krete vorbei an prachtvollen Villen bis nach ‚Santa Monica‘ am Pazifik. Heute Sonntag vergnügen sich die Städter auf dem Pier.

Santa Barbara

Die ‚Mission Santa Barbara‘ wurde 1872 von spanischen Franziskanern gegründet, 1925 beim schweren Erdbeben teilweise zerstört, aber gut wieder aufgebaut. Vor dem Kloster tummeln sich viele Japaner. Jeder fotografiert mit Selfy Stick nur sich selbst! Zurück in der Stadt besuchen wir das Rathaus mit dem Glockenturm. Hier wird gerade wild geheiratet mit und ohne grossen Bauch. Ersteigen den Turm und schauen uns das Panorama an. Dann bummeln wir die recht schöne Ladenstrasse hinunter bis zum Meer. Auf dem Pier genehmigen wir uns ‚Clamchouwder Soup‘. Ein japanischer Amerikaner füllt ein Netz mit einem Poulet. Es ist aber zu gross, so dass er es halbieren muss. Wir fragen ihn, was er macht?! Er will Krabben fangen! Wir schütteln nur den Kopf. Happy Hour in der Shopping Street. Dann zum MAN. Oha, die Batterie ist tot, kein Wank! Mitten im Ort auf der Strasse Batterieabdeckung wegnehmen, Sicherungen checken, Pole reinigen. Der Hauptschalter ist wieder defekt. Mittels Kunststoffbändern alles zusammen binden und siehe da, alles funktioniert bestens und wir können wegfahren.

Solvang

Der Ort ist von Dänen gegründet und gebaut, samt Windmühle. Bigi besucht alle – es hat viele – dänischen Bäckereien. Sie kann sich von den guten Patisserie und Trockengebäck fast nicht trennen. Am Schluss siegt die Vernunft über den Gluscht. Weiter geht’s durch ein schönes, fruchtbares Tal. Hier werden viele Reben, Erdbeeren und Gemüse angepflanzt.

Pismo Beach

Finden am Strand drei schöne, fragile ‚Strand Dollar‘ (flache Muscheln). Ein Surfer mit speziellem Brett und Schirm dreht seine Runden. Gestern wurde ein Hai gesichtet, also nichts mit baden – überhaupt ist der Pazifik das ganze Jahr nur 16 °C! Der Camping ist vom Wind geschützt hinter den Dünen.

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Hotel Madonna Inn

Ein Hotel aus dem Jahre 1952, lustige, farbenfrohe, verspielte Architektur. Jedes Zimmer ist kunterbunt und komplett anders eingerichtet. Auch die Gäste-Toiletten sind speziell.

Auch die Gäste-Toiletten sind speziell.

Morro Bay

Ein kleiner Fischerhafen mit vielen Restaurants, spezialisiert auf Fisch und Krabben. Das Wahrzeichen ist eine grosse Felsinsel. Im Hafenbecken liegen zwei Seeotter auf dem Rücken im Wasser und schlafen. Sie lassen sich nicht stören! Auf einer Plattform liegen ein paar stinkende Seelöwen.

Campieren auf einem grossen National Forest Campground. Sehen zwischen den Bäumen hinunter auf den Pazifik. Neben uns ist ein Paar mit einem VW T4. Die Schiebetüre wird geknallt (Erinnerungen kommen bei Kaspar hoch), der Generator läuft. Kaspar fragt, wie lange sie den Generator laufen lassen werden. Höchstens eine Stunde, sie müssen nur den Computer aufladen. Nach zehn Minuten stottert der Generator – das Benzin ist alle! Schmunzeln.

Piedras Blancas

Viele Seelöwen-Weibchen mit ihren Jungen schlafen am Strand. Leider sieht man nur junge, männliche See-Elefanten mit noch nicht so ausgeprägter Nase. Die alten Männchen - Alpha-Tiere - sind im Meer.

In diesem Abschnitt verläuft die Küstenstrasse über der Steilküste und ist sehr schön, aber kurvig. ‚Highway No. 1‘ wurde 1937 nach 16 Jahren Arbeit, überwiegend durch Strafgefangene, fertiggestellt. Morgens Nebel und ab 15 Uhr Sonnenschein.

Bixby Bridge

Dies ist die Eindrucksvollste der 32 Brücken, 75 m über dem Canyon und ein beliebtes Fotomotive. Eigentlich darf man hier heute nicht parkieren, da gerade ein Film gedreht wird.

17 Mile-Drive

‚Carmel by the Sea‘ und ‚Monterey‘ sollen die teuersten Pflaster in Kalifornien sein.Clint Eastwood hat hier seine Villa. Um den ‚17 Mile Drive‘ fahren zu dürfen, werden 10 $ fällig. Der Park, wo die weltberühmte Zypresse steht, ist leider geschlossen. Hat sich aber trotzdem gelohnt.

Monterey

In ‚Monterey‘ sind wir bei einem Margherita an der ‚Fisherman’s Warf‘ anzutreffen. Jedes Restaurant versucht mit einer Degustation ihres ‚Clamchouder‘ die Gäste anzulocken. Grosse Geschmacksunterschiede. Hier steht ein alter Parkingmeter, wo Bigi kleine Münzen einwirft. Diese sind für die Randständigen bestimmt - clevere Idee!

Auf riesigen Feldern werden Erdbeeren gepflückt. Alle Pflücker sind mit ihrem Auto angereist. Am Rand der Felder stehen ‚Toi-Toi‘ Toilettenhäuschen.

Capitola

Bekannt für die farbige Häuserzeile am Strand (heute Hotel Venezian). Bei einem Restaurant gibt es eine Speisekarte für Hunde: Hamburger oder Pouletbrust auf dem Frisbee serviert. Kaspar fragt nur: ‚ist das ein Witz?‘

Big Basin Redwood State Park

Dank Bigi‘s Vorpreschen bei der Camping-Registration kommen wir noch auf die Warteliste. Auf einmal hören wir, dass es noch drei freie Plätze gibt. Wir zählen ab - es klappt und wir erhalten den letzten Platz für heute Nacht! Wandern auf einem angenehmen Wanderweg zwischen den Redwoods hindurch. Es wachsen seit hunderten von Jahren Prachtexemplare. Auf der Weiterfahrt erschrickt so mancher entgegenkommender Fahrer beim Anblick unseres MAN. Kreuzen bei Schwierigkeitsstufe 8 (von 10). Am Strassenrand ein Schild: für Trailer über 22 Fuss nicht empfohlen.

Andreas-Graben

Kleiner Abstecher nach ‚Los Trancos Open Space Reserve‘. Hier kommen die Pazifik Platte und die Amerikanische Platte zusammen. 1906 verwüstete ein Erdbeben der Stärke 8,1 San Francisco zu 80 %. Die Platten verschoben sich bis zu 6 m Nord/Süd gegeneinander. Im Jahre 1989 gab es ein Erdbeben der Stärke 7,1. Die obere Fahrbahn einer doppelstöckigen Brücke stürzte auf die Untere. Auf einem kleinen Rundgang sieht man die Verwerfung recht gut. Weiss angemalte Pfosten zeigen wo der Andreas-Graben verläuft. Hier wächst fast nichts.

San Francisco

Erleben drei Tage San Francisco bei schönstem Postkartenwetter, ohne die berühmten Nebelschwaden über der Golden Gate Bridge. Angenehme Frühlingstemperatur, aber es bläst immer ein starker Wind! Machen uns auf zu Sehenswürdigkeiten wie Golden Gate Bridge, Fisherman’s Warf, Cable Car, Alcatraz, China Town, Pink Ladies (viktorianische, farbige Häuser und weniger bekannte Orte wie ‚Cupid’s Span‘ (überdimensionale Pfeil und Bogen Skulptur) und ‚Haight Ashbury‘ (1452 Haight Street - hier hängen zwei grosse Frauenbeine aus dem Fenster im ersten Stock im ehemaligen Hippie Quartier. Haschisch liegt in der Luft).

Beim ‚Marina Green‘ hat es einen wunderschönen Parkplatz direkt an der Bay mit Sicht auf die Golden Gate Brücke und die Gefängnisinsel Alcatraz. Hier kann man gratis parkieren. Weiter links und rechts steht ‚Nachtparkverbot‘, aber bei uns hat es kein Schild. Um 23.57 Uhr klopft es mehrmals an der Carrosserie. Wir stellen uns schlafend. Neben uns stehen noch mehrere PWSs, in denen auch Penner wie wir schlafen. Alle werden verscheucht. Nun stehen wir alleine auf dem grossen Parkplatz, denn all die weniger schönen Camper sind schon früher weggefahren. Puh, auch wegfahren oder nicht und wohin denn oder versuchen weiter zu schlafen?

Unter dem Scheibenwischer haben wir einen Bussenzettel von 23 $. Parkieren am schrägen Strassenrand in der Nähe von ‚Safeway‘ - na ja, dann liegen wir eben umgekehrt ins Bett.

Um unsere Parkbusse zu bezahlen, begeben wir uns zum SFMTA Customer Service Center am anderen Ende der Stadt. Ein Polizist weist uns zum Schalter. Hier bekommen wir die Nr. A101. Nun heisst es warten. Nach einer halben Stunde sind wir an der Reihe. Die Schalterbeamtin fragt nach unserem Pass. Wir geben die ID. Sie ist damit nicht zufrieden, bis auch sie merkt, dass vermutlich nur die richtigen Leute die Busse bezahlen kommen. $ 23 verschwinden in einem Geldbeutel - hier wird normalerweise mit Kreditkarte bezahlt.

Während Bigi am Morgen das Kopfweh ausschläft schaut Kaspar einer Seenot-Rettungsübung zu. Probanden werden ins Meer abgeseilt, um später wieder an Bord des Helikopters geholt zu werden.

In China Town suchen wir die ‚Ross Alley‘. Hier im Haus No. 5 ist die Geburtsstädte der ‚Glücks Cookies‘. 1962 wurde hier das gebogene, chinesische Gebäck mit einem Glückszettel drin erfunden - erhält man in jedem chinesischen Restaurant beim bezahlen.

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Besuch der Gefängnisinsel 'Alcatraz'

‚Alcatraz‘ war ab 1852 eine militärische Befestigung, im Bürgerkrieg bis zum ersten Weltkrieg ein Militärgefängnis, ab 1937 bis 1963 ein Staats-Hochsicherheits-Gefängnis, in welchem u. a. auch ‚Alcapon‘ einsass. Die Zellen sind lediglich Boxen von 1,3 x 2,7 x 2,7 m mit einem offenen WC, kleinem Lavabo und Bücherregal. Das Gefängnisregime war sehr hart, das Essen und die ärztliche Versorgung aber gut. Das Leben bestand aus 53 Regeln. Alles Angenehmere und Bessere musste man sich durch gutes Benehmen erarbeiten.

Eine Zeitlang erhielten die Gefangenen viel, viel Spaghetti. Daher kam es zu einer Spaghetti-Meuterei (ob Kaspar dabei gewesen wäre?). Die Tische wurden umgekippt und jeder schlug mit dem Löffel an seinem Blechnapf. Alles ging gütlich aus. In der ganzen Zeit gelang nur zwei Gangstern 1962 der Ausbruch aus ‚Alcatraz‘. Man vermutet, dass sie in der kalten San Francisco Bay ertrunken sind. Aber man weiss es nicht und so ranken sich Legenden um diese Flucht.

Besuchen den Vergnügungs ‚Pier39‘ mit den vielen, stinkenden ‚Sea Lios‘. Schauen einem Artisten zu, der während seiner Akrobatik viele, dumme Sprüche klopft. Es wird gelacht. Dabei scheisst Beiden von uns eine Seemöwe auf den Kopf - uns vergeht das Lachen! Bei einem Italiener lassen wir den Tag ausklingen und dann geht’s wieder zu Fuss zum MAN.

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Bye-bye San Francisco, wir kommen wieder!

Da Kaspar Fan ist von den Elektroautos TESLA und wir gerade in der Nähe sind, statten wir dem Hauptsitz einen Besuch ab. Leider gibt’s Fabrikbesichtigung nur für Käufer. Trotzdem können wir mit dem neuen Model X (mit Flügeltüren) eine Probefahrt machen.

Betreut werden wir von der ausgewanderten Deutschen Angelina. Super, die Beschleunigung ist wie im Flugzeug. Als Dank erhält die ganze Crew Schweizer Branchli.

Besuch bei Jim + Linda, John + Kathi

John, Kathi, Linda und Jim freuen sich auf unseren Besuch. Wir haben im Winter John’s Heimatort ‚Wolfenschiessen‘ besucht und zeigen ihm Fotos.

Er bekommt wässrige Augen und will nun dann doch eventuell mal in die Schweiz. Es ist nun alles viel realer für ihn. Die Schweizer-/Nidwaldnerfahnen sowie diversen Souvenirkrimskrams kann er gut gebrauchen, ist der doch Boss des Schweizer Clubs und sie feiern nächstes Jahr ein Jubiläum.

Am Sonntag gehen wir zusammen mit Jim und Linda in den Gottesdienst der ‚Christian Reformed Church of Escalon‘. Nachher gibt’s auf der Farm ein Barbecue für die ganze Familie.

Jim hat einen ‚fliegenden Automechaniker‘ beordert, der sich dem MAN annimmt. Der Dieseltank Nr. 1 plus alle Siebe müssen gereinigt werden. Der Schmutz besteht aus kleinsten Metallstückchen.

Der Mechaniker hat die Idee, unter jedem Tank ein grosses Magnet zu befestigen, das die freien Teilchen sammelt und am Boden behält. Nun läuft der MAN wieder wie ein ‚Örgeli‘.

Kaspar fährt als Gehilfe mit Jim und seinem ‚Pieterbelt‘ mit Tieflader aufs Land. Sie holen einen riesigen, überbreiten CAT-Trax. Auf dem Heimweg besuchen sie Jim’s Freund, ein Mexikaner. Sie sind gerade am ernten von Kirschen und Pfirsichen. Überhaupt sind im ‚Central Valley‘ in California zur Zeit die meisten Früchte reif.

Mit dem Golfwägeli machen wir eine Spritzfahrt durch die Plantagen, aber Achtung, alles sieht gleich aus und wir müssen achtgeben, dass wir den Heimweg wieder finden. Natürlich besuchen wir auch ‚Blue Diamond Almonds‘. In diese Kooperation bringen sie ihre Mandeln zur Verarbeitung.

Bigi hilft Linda beim backen von Mandelmacrönli - der Duft steigt Kaspar in die Nase und er unterbricht seinen Mittagsschlaf. Das Baseballspiel des Enkels wollen wir nicht verpassen.

Zur Graduations-Feier im Kindergarten der christlichen Schule sind alle Eltern, Geschwister und Grosseltern mit kleinen, billigen Geschenken anwesend. Nachher geht’s als Grossfamilie zum Lunch beim Mexikaner.

Bigi’s Maul braucht auch eine Revision. Der obere, hinterste Backenzahn schmerzt schon länger, ist entzündet und muss raus. Lindas Tochter arbeitet bei einem Zahnarzt und bekommt somit schon Montagmorgen einen Termin. Für uns wie eine Woche Ferien. Wir fühlen uns auf der Mandelfarm zu Hause, geniessen die Gastfreundschaft und die gemütlichen Abende im neuen, für uns Schweizer überdimensionierten Haus.

Lake Tahoe

Der ‚Lake Tahoe‘ liegt auf 1900 m, ist tiefblau und am Ufer ‚türkbisblau‘ wie in der Karibik. Übers ‚Memorial Day‘ Weekend sind wieder einmal tausende von Amerikaner unterwegs.

Bei den Aussichtspunkten ist ein Gerangel um die Parkplätze. Wir mit dem MAN haben null Chance. Auf dem Camping erwischen wir den letzten Platz auf dem Camping. Der Host sagt, dass sie immer einen Platz ohne Reservation offen halten für Leute, wie wir.

Squaw Valley

Nur ein paar Meilen vom See liegt ‚Squaw Valley‘, Austragungsort der Winterolympiade 1960. Damals gab’s zwei Schweizer Siege im Riesenslalom, u.a. durch Roger Staub - jeder kennt die ‚Roger Staub Mütze‘!

Genoa

Hier steht Nevadas erste Bar. Wir lassen es uns nicht nehmen und trinken eine ‚Jack Daniels Whisky Lemonade – geht aber nicht auf nüchtern Magen und so holen wir über die Strasse ein Bagel mit Speck und Rührei.

Carson City

Die ‚Wild West Dampflok‘ im Eisenbahnmuseum ist wunderschön restauriert - es gibt eben noch Fans!

Virginia City

Die Zeit um den ersten Goldrausch ca. 1860 muss eine verrückte Zeit gewesen sein. Die 1870 gegründete Silberstadt hatte zwei Jahre später bereits 28‘000 Einwohner. Alle schufteten in den Bergwerken und vergnügten sich in den Saloon.

Im ‚Silver Queen Hotel‘ gibt es heute noch das grosse Wandbild einer Frau mit einem Kleid aus 3261 Silber-Dollars. 1882 brannte die Stadt fast vollständig nieder. Mark Twain brachte hier die erste Zeitung heraus. ‚Virginia City‘ war damals die Grösste Stadt von Amerika zwischen San Francisco und Chicago.

Reno

Die kleine Schwester von ‚Las Vegas‘. Im ‚National Automobile Museum‘ stehen 225 perfekt restaurierte Autos von 1900 bis ca. 1960. Die Ausstellung ist wirklich einmalig! Viele Autos stehen auch vor der passenden Kulisse. Prototypen und Fahrzeuge von Prominenten wie Elvis, Frank Sinatra, JF Kennedy etc. sind vertreten. Die ganze Sammlung wurde vom Casino-König ‚Harras‘ zusammengetragen und restauriert.

Pyramid Lake

Eine Pyramide gibt dem See den Namen. Auf der Insel befindet sich Amerikas grösste, weisse Pelikanpopulation. Der See liegt im Indianerreservat, ist frei zugänglich und für 15 $ erhalten wir eine Camping Permit.

Gerlach

Brunos Restaurant ist in Gerlach der Treffpunkt – hier weiss man alles. Wir sind auf der Suche nach dem ‚flying Geysir‘. Ein Ehepaar erklärt uns den Weg. Ebenfalls erfahren wir, dass auf dem ‚black rock desert‘ Salzsee alle Geschwindigkeitsrekorde für Landfahrzeuge gebrochen wurden.

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Über ein Weekend im August kommen zu diesem Spektakel jedes Jahr ca. 70‘000 Besucher an diesen verlassenen Ort im Nirgendwo. Die Ansässigen machen damit ihr Geschäft fürs ganze Jahr.

Flying Geysir Nähe Gerlach)

Das Gatter ist wie uns gesagt wurde, verschlossen und mit vielen Verbotstafeln bestückt. Kaspar sagt: ‚so nah am Ziel und nicht hin?! Aber nicht mit mir!‘ Er steigt kurzerhand über das Gatter. Bigi will nicht so recht: ‚ich will keine Schrottkugel im Arsch!‘

Was soll‘s, Kaspar trottet davon und Bigi bewacht an der Strasse den MAN. Der ‚flying Geysir‘ entstand bei einer Thermaltiefenbohrung auf einem Privatgrundstück. Kaspar knipst wie verrückt Fotos und schaut sich um, ob der Eigentümer kommt. Doch niemand interessiert sich für ihn. Bigi ist sehr froh, als Kaspar wieder beim MAN ist. Nun aber machen wir uns schleunigst aus dem Staub.

Lassen Volcanic National Park

Die Passstrasse hat Wintersperre und ist wegen Schneeräumungsarbeiten bis Mitte Juni geschlossen - schade! Der ‚Lassen Volcanic‘ war von 1914 bis 1917 aktiv. Es gibt sogar Filmaufnahmen aus dieser Zeit. Ein Ranger zeigt uns den kürzesten Weg auf die nördliche Seite des Parks. Alles führt über schlechte, sehr steile und schmale Strassen - Bigi meistert die Aufgabe souverän.

Wandern den 4 Meilen Rundweg. Zuerst steigt es dem riesigen Lavafeld entlang bis zum ‚Cinder Cove‘ (Vulkankegel). Dort geht es richtig steil hinauf. Der Aufstieg geht dann nach dem Motto: ‚zwei Schritte vor, einer zurück‘! Soooo richtig anstrengend auf dem Lavasand. Die Aussicht auf den ‚Lassen Peak‘ (3187 m) ist fantastisch. Wir umrunden den kreisrunden Lavakegel mit dem tiefen Schlund (letzter Ausbruch 1917). Endlich sehen wir das berühmte Bild der ‚painted dunes‘ - eine der grossen Attraktionen des Parks.

Mount Sastha

Beim Mt. Sashta will Kaspar das Foto (Postkartenmotiv) mit der Velobrücke im Vordergrund schiessen - Bigi nimmt lieber ein Bad im See. Dann fahren wir soweit wie möglich den Berg hinauf. Am Ende der Strasse tummeln sich viele Tourenskifahrer. Kaspars Kommentar: ,verruckti Cheibe!‘ Übernachten hier oben und heizen fürs Nachtessen den Backofen ein. Bigi nutzt die Wärme gleich noch zum backen von ‚Ghirardelli Brownies‘.

Nach ‚Lakeview‘ wird die Landschaft langweilig, nur kleine Büsche links und rechts. Endlose, gerade Strassen durch leicht hügliges Gelände. Von Zeit zu Zeit eine Farm mit riesiger Rinderherde. Sitzt doch so eine freche Wespe auf die Trinkwasserflasche. Bigi will trinken, erschrickt, spritz sich, die Fahrerkabine und Kaspar voll – alles geduscht! Natürlich Vollbremsung und Jagd auf die Wespe. Bigi zieht die Shorts aus und legt sie zum trocknen auf das Armaturenbrett.

Goldrush

In ‚Sumpter‘ pflügte ein grosser Schwimmbagger von 1937 bis 1954 (mit Unterbrüchen) Gold aus dem Flussbett des ‚Powder‘. Sieht heute wie eine Mondlandschaft aus. Der Bagger ist noch so richtig schwere Mechanik mit vielen Gussteilen. Nach 1954 lohnte sich die Goldgewinnung nicht mehr, da der Goldpreis unter 35 $/Unze fiel.

Der Bagger ist noch so richtig schwere Mechanik mit vielen Gussteilen. Nach 1954 lohnte sich die Goldgewinnung nicht mehr, da der Goldpreis unter 35 $/Unze fiel.

Baker City

Hier steht das ehemalige Luxushotel ‚Geiser Grand‘ aus der Goldrushzeit. In der US Bank nebenan ist der 80,4 Unzen schwere, original Gold-Nugget zu besichtigen. Sein heutiger Wert ca. 100‘000 $.

Auf der Fahrt zum ‚Hells Canyon‘ wird es immer wärmer und wärmer (bis 42 °C) - dies haben wir nicht erwartet!

Hells Canyon

Fahren auf der ‚Idaho‘-Seite dem See entlang zum Staudamm. Das ganze Gebiet gehört der Elektrizität/Staudammbetreiber-Gesellschaft mit vielen, schönen Picknick- und Campingplätzen. Ein kurzes Bad im See und dann in den Liegestuhl. Am zweiten Tag auf der kurvigen Strasse durch Wälder hinauf zum ‚Canyon Rim‘. Wählen die Abkürzung dem Fluss entlang auf der Gravelroad nach ‚Imnaha‘. Schöne Fahrt vorbei an abgelegenen Farmhäusern.

Zum höchsten Punkt ‚Hat Point‘ geht es viele Meilen sehr steil hinauf. Zu Oberst steht ein ‚Feuerturm‘. In der Sommerhitze oder bei Gewitter/Blitz entfachen sich immer Feuer, die sich von hier aus gut orten lassen. So kann schnell reagiert und das Feuer bekämpft werden.

Die Aussicht auf den ‚Hells Canyon‘ und den ‚Snake River‘ hinunter ist fantastisch. Auf der anderen Seite des Canyon sehen wir das Bergpanorama der ‚7 Devils‘. Wunderschöne Bergflora. Die steile Strasse fahren wir mit Motorbremse langsam aber sicher hinunter (24 Meilen). Der ‚Hells Canyon‘ ist tiefer als der ‚Grand Canyon‘!

Überall die rot leuchtenden Bauernhäuser und Scheunen. Auf der Hochebene in ‚Anatone‘ steht auf der Ortstafel: 38 Einwohner, 20 Hunde, 17 Katzen, 11 Pferde.

Besuchen das Indianermuseum ‚Nez Perce‘ in ‚Lewiston‘. In den Indianerkriegen um 1880 wurde hier durch die Siedler und US-Kavallerie ein Völkermord begangen. Die Indianer leben nun in Reservaten, etwa ein Zehntel ihres früheren Stammeslandes.

Auf dem einfachen Forest Camping fragt uns doch am Morgen ein Velofahrer: ‚gibt’s hier in der Nähe eine Dusche?‘ Kaspar verneint, weisst aber auf den Fluss. Hier hat es fliessend, kaltes Wasser. Er schüttelt lachend den Kopf - eine Dusche hätte er aber nötig.

Lolo Summit

Der ‚Lolo Pass‘ liegt auf 2700 m und ist die Wasserscheide zwischen Pazifik und Atlantik. Ein kurzes Stück zur Quelle des ‚Clearwater River‘. Hier ist Bergfrühling und die Wiesen stehen in voller Blüte - alles violett/blau, grossartig! Dann hinunter zu den ‚Lolo Hot Springs‘. Bei heissen Quellen kann Bigi nicht vorbeifahren.

'Smokejumpers' Training Center in Missoula

Die ‚Smokejumpers‘ sind Feuerwehrmänner/frauen. Die Zweier-Teams springen in unzugänglichem Gelände in der Nähe eines kleinen Waldbrandes aus dem Flugzeug. Des Öfteren landen sie mit ihrem Fallschirm auf den Bäumen. Meistens sind mehrere Teams zusammen unterwegs.

Das Werkzeug (wie Säge, Beil, Scharreisen, Messer etc.) plus Verpflegung für 3 Tage wird mit Fallschirm nachgeschickt. Sobald ein Waldbrand geortet wird kommen die ‚Smokejumpers‘ zum Einsatz. Vom Boden aus können sie Verstärkung anfordern (z. B. Löschflugzeuge). So können fast 90 % der Waldbrände gelöscht werden, bevor sie sich flächenmässig ausbreiten. Die Feuer-Saison beginnt Ende Juni. In ganz Amerika gibt es lediglich 400 ‚Smokejumpers‘.

Ein ganz harter, äusserst gefährlicher Job. Nur für mutige, sportliche Leute - vermutlich nichts für Kaspar!

The National Bison Range

In einem riesigen, hügligen, Gras bewachsenen Gebiet werden die Bisons gezüchtet. Die Prachtexemplare werden im ganzen Land verkauft. 1905 gab es von einst Millionen Bisons gerade noch eine wilde Horde von 100 Tieren. Heute zählt man wieder eine viertel Million Bisons. Vom MAN aus sehen wir die Bisons und weitere Tiere wie Pronghorn-Antilope, Mule Deer, Elk und White Tail Deer.

Glacier National Park

Die berühmte Strasse ‚road to the sun‘ über den ‚Logon Pass‘ ist noch nicht offen - wird voraussichtlich in 2 Wochen für den Verkehr geöffnet. Haben ein lachendes und ein weinendes Auge: unser MAN ist sowieso zu lang, zu hoch und zu breit und wir dürfen auf keinen Fall über den Pass fahren!

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Müssen also zwangsläufig aussen herum fahren! Kaufen am Strassenrand wilde Morcheln. Überall blüht weisses Bärengras.

Im Osten des Parks ‚Many Glaciers' buchen wir eine Bootstour mit geführter Wanderung. Es ist saukalt und sehr windig. Die Rangerin erzählt viel über Steine, Wald, Bären und Grizzlys. Ihr liegt sehr daran, dass jedermann weiss, wie man sich verhalten muss, wenn man einem Bär gegenüber steht. In der Wildbeerensaison gibt es sogenannte Bären-Picknickplätze. Die Wanderwege sind dann gesperrt.

Es ist äusserst schlechtes Wetter. Finden einen schönen Platz am Flussufer und arbeiten an der Homepage. Wir schauen von der warmen Stube aus den anderen Campern zu. Ein Paar grilliert unter dem Regenschirm neben dem Wohnmobil. Das andere Pärchen, wir nennen es die hardcore Camper, sitzen ohne Regenkapuze vor dem Zelt am Campfire. Sie haben zwei Hunde, einen englischen Corki und einen Pintscher mit Regenmäntelchen, welcher an der Brust des Herrchen warm gehalten wird. Wenn die Leute wüssten, dass wir sie beobachten!

Das Hotel am See ist im Schweizer Chalet Stil gebaut und hat eine Interlaken Lodge.