Juli 2009
1. Juli - Überfahrt nach Italien
Fahren über Milazzo quer durch die Stadt. Na ja, nichts Neues. Es wird immer enger und enger, Autos überall parkiert, Huppkonzert von hinten, wenn wir nicht fahren können. Autos schräg und in der Strasse abgestellt – mit warten erscheint dann evt. der Autofahrer, steigt gemächlich ein und fährt weg. Wir haben Zeit und wissen wie es läuft. Ausserhalb werden in einem Einkaufszentrum mit grossem Parkplatz die Frischproduktevorräte aufgefüllt. In der Stadt können wir meistens nicht einkaufen, denn wir Schweizer getrauen uns eben nicht, das Auto mitten auf der Strasse abzustellen und Gemüse und Früchte auszusuchen. Weiter auf der Autobahn nach Messina. LKWs müssen nach Tremestri. Haben Glück, können gerade ein Ticket für die Überfahrt (Euro 69.50) kaufen. Fähren ähnlich wie Horgen-Meilen, nur viel grösser.
Ankunft in Leggio di Calabria. Kleines Stück Autobahn Richtung Salerno und dann ins Landesinnere zum Naturreservat nach Gambarie auf 1310 m. Schöne Landschaft mit viel Wald, kurvig, eng, über dem 5-ten Gang geht nichts. In Gedanken ‚schönes Schweizer Bergdorf im Sommer‘, in Realität ‚kleines Kaff mit ein paar Schnäuzen und einem Skilift‘. Nicht einmal Bigi als angefressene Skifahrerin kann sich vorstellen, im Winter hier rauf zu fahren. Kaspars Kommentar: ‚wänn du so en rieche Maffioso ghürate hetsch ……‘. Worauf Bigi antwortet: ‚dä het Geld und ich chönnt id Schwiez go skifahre‘. Dann auf der anderen Seite das gleiche Spiel nach Ponto Salvo. Dieser Abstecher (2,5 Std – 50 km) war schön aber nicht empfehlenswert mit unserem Gefährt. Wir sind müde also der Küste entlang Richtung Taranto. Können nicht an den Strand oder zu einem Camping, da die Eisenbahn parallel zur SS106 verläuft und die Bahnunterführungen für den Fiat cinque cento gebaut sind, allerhöchstens mal 3 m hoch. Haben Glück und finden doch noch - vermutlich den einzigen - Bahnübergang und stehen nun an einem ‚kleinen Dorfsträsschen‘ wunderschön am Meer. Zum Znacht brätelt Bigi italienische Schuhsole: 4 Plätzli 15 cm Durchm., 2 mm dick, total 208 g.
2. Juli - Italien zwichen Sohle und Absatz
Es hat sich von neuem bewährt, Sackgassen und Seitenstrassen sollten ruhig sein, sind es meistens aber nicht. Fahren der SS106 der Küste entlang. Es ist anstrengend durch die vielen Ortschaften zu zirkeln. Bigi parkiert italienisch: also in der zweiten Linie auf der Hauptstrasse und wir gehen seelenruhig beim Metzger einkaufen.
Wir wollen Pouletschnitzel oder so. Oh je, es liegen nur ganze Hühner in der Vitrine. Noch nie gesehen! Der Metzger schneidet aus dem Huhn die gewünschten Schnitzel raus. Und auch das Hackfleisch wird gleich frisch nach Wunsch ein- oder zweimal durch den Wolf gedreht. Noch etwas hiesigen Käse, Mortadella und Brot. Wie freuen uns wie Kinder: bekommen ein Wurstrugeli zum probieren. Am Schluss strahlt der Metzger bis über beide Ohren, denn wir waren sicher für heute die besten Kunden (Euro 16.-) und zudem noch Ausländer. Wir beschliessen kurz nach Sidemo via SS281 auf die andere Seite des italienische Fusses zur Autostrada Richtung Salerno zu wechseln. Bei viel Verkehr, da ein Teil der Autobahn neu gebaut wird, durch viele atemberaubende und schlecht beleuchtete Tunnels bis nach Spezzano und dann über die SS534 zurück auf die andere Fussseite nach Sibari, wo wir wieder auf die SS106 treffen. Suchen den im Führer einzigen Stellplatz in der Gegend, wie uns scheint sogar ein Geheimtipp: Agrotourismus, idyllischer Ferienbauerhof im Olivenhain, 0 km zum Thermalbad, Fahrräder. Zum Glück sieht Bigi die Wegweiser und mit zusätzlichem Fragen finden wir sogar den Weg. Angekommen, nicht einmal der Hund bellt! Ausser Ruhe und keinem Menschen weit und breit nichts! Enttäuscht die gleiche Strasse zurück ans Meer und weiter die SS106 Richtung Taranto. Hier ist wieder zwischen Strand und Autostrasse die blöde Bahn mit den niedrigen Tunnels. Bei Novo Siri fahren wir zum Mare und es gibt wieder einmal eine Überführung. Kühles Bad im Meer und schon bald nach dem Nachtessen ziehen wir uns infolge Mückenplage in den Camper zurück.
3. Juli - Strand von Nova Sirri und Alberobello
Früh morgens Kaspar’s Spruch: ‚wie immer hät mini Bigi de Schönst (Strand) verwütscht. Darum hät sie ja mich usgläse!‘
Wir machen wieder einmal Sport, einen Triathlon: langer Marsch an der Strandpromenade, schwimmen im Meer und Frühstück an der Strandbar. Der Manager der Strandbar erkundigt sich im Internet und telefonisch für uns wegen der Fähre nach Griechenland. Jeden Abend von Brindisi nach Patras und morgen Samstag soll es noch Platz haben. Später kocht Bigi Sauce Bolognese und füllt Cannelloni fürs Gefrierfach. Nun wieder die 400m an den Strand zum baden und lesen. Inzwischen hat es sogar einige Leute, vor allem Frauen mit Kindern, die sich vergnügen. Ein Gewitter kündigt sich an und plötzlich beginnt es zu regnen. Alle Gäste flüchten sich unter das Dach der bar. Wir sitzen am einzigen Tisch, wo der Regen nicht durchtropft. Nach 5 Minuten ist der Spuck zu Ende. Der ganze Strand ist innert 10 Minuten leer, aber das schöne Wetter ist wieder da. Wir staunen nur!
Um 14.00 Uhr starten wir die SS106 Richtung Taranto. 16 km davor geht die Abzweigung nach Massafra und von dort Richtung Martina Franca. Doch wir erwischen wieder einmal schmale Strassen Richtung Alberobello. Wir fahren nach Wegweisern - soll ja bekanntlich immer der richtige Weg sein - obwohl wir vorher auf der Karte genau geschaut haben, welches die guten/breiten Strassen für unser Gefährt sind. Schöne Gegend mit alten und neuen Trullis (die speziellen Häuser). Wir kennen die Gegend und Bigi sitzt auf Nadeln, denn auf der Karte nähern wir uns dem Punkt, wo wir letztes Jahr unter der Bahnüberführung nicht durchgekommen sind. Klappt aber alles über schmalste Strassen und wir fahren auf den uns bekannten Parkplatz bei der Sportanlage. Wir bezahlen unser Ticket aber erhalten dies nicht. Später findet Bigi das Geld wieder im Retourfach. Anscheinend ist heute ‚Gratistag‘ – oder Kaspar hat was falsch gemacht. Nun ab ins Trulli-Dorf um die letztjährigen gestohlenen Fotos nach zu holen. Kaufen wieder die trockenen Apéroringli und speziellen Teigwaren ‚Orichetti‘. Dann gemütlich in einer Gartenbeiz mit Blick auf die Trullis Karten schreiben und später in einem schönen Restaurant das Menu touristique (so etwa 4 Gänge) mit den Spezialitäten der Gegend.
4. Juli - Überfahrt nach Griechenland
Müssen trotzdem 6 Euro für den Parkplatz zahlen, da um 9 Uhr die Politesse vorbeikommt und uns zeigt, wie der Automat richtig bedient werden muss. Nochmals ins Städtchen um Internet aufzuladen und Briefmarken zu kaufen. Bigi kauft in einem schrecklichen Tante-Emma-Puff-Laden ein Bikini. Da im Internetladen der Chef um 11.00 Uhr noch nicht da ist – der einzige, der das Passwort kennt - trinken wir Kaffee. Kaspar beobachtet italienische Erziehungsmethode eines Grossvaters: das Grosskind wirft vier saubere Papierservietten auf den Boden. Der Grossvater schimpft mit dem kleine Mädchen, dies mache man nicht und schiebt die Servietten auf dem fast sauberen Boden zusammen und lässt diese am Boden liegen. Das mit dem Internet klappt dann doch noch.
Weiter via Fasano auf die E55 nach Brindisi. Vor Brindisi fahren wir eine Tankstelle an der Autobahn an. Der Zapfhahn ist undicht und es tropft stark auf den Boden. Trotzdem will der Tankwart füllen. Kaspar und der Tankwart geraten aneinander, der Tankwart begreift Kaspars Züridütsch dann relativ schnell und wir wechseln zur anderen Zapfsäule. Hier ist jedoch der für LKW-Zapfhahn – schneller und 5 Cent billiger pro Liter – defekt (Bigi sieht jedoch, dass von Gegenüber ein kleines Italienerauto Diesel bezieht). Kaspar ist kurz vor ………………
In Brindisi kurz vor dem Hafen lösen wir bei einem Fährbüro unser Ticket nach Patras für Euro 240.- plus Euro 30 Hafentaxe. Dies ist billig und erlaubt Camping an Bord. Abfahrt 18.30 – Ankunft 10.30 Uhr.
Im Camperdeck erwischen wir mit unserem speziellen Camper den schlechtesten Platz ohne ausreichende Lüftung. Es ist heiss (33 Grad) und stinkt fürchterlich nach Diesel. Camper lüften unmöglich! Da das Restaurant nicht überzeugt, kochen wir einen Pot ‚Pasta Nonna alla Bigi‘, schnappen uns eine Flasche Rotwein und essen aus der Pfanne auf Deck.
5. Juli - Griechenalnd / Olympia
Uhr eine Stunde vorstellen für griechische Zeit. Diese Diesel verstunckene heisse Nacht möchten wir nicht missen. Gerädert, verschwitzt und schlecht geschlafen, aber trotzdem guter Laune begeben wir uns um 06.30 Uhr mit einer Tasse Kaffe in der Hand auf Deck um zu verlüften. Das Schiff liegt im Hafen der Insel Kefalina und lädt vier Camper aus. Pünktlich um 10.30 Uhr landen wir in Patras. Das Entladen geht massiv schneller als Beladen des Schiffes (unorganisiert und zuletzt müssen die 40-Tönner rückwärts hinein fahren). In Patras halten wir in einer Kaffee-Bäckerei an um Brot zu kaufen. Zum Glück gab es ein Schild mit Bild, denn die griechischen Buchstaben können wir nicht entziffern.
Weiter der Küste entlang nach Süden nach Olympia. Die Griechen fahren komisch: langsam und ganz rechts, damit man überholen kann – trotz doppelter Sicherheitslinie. Viele automatische Geschwindigkeitskontrollen. Mal sehen, vielleicht hagelt es Bussen zu Hause. 30 km nach Pirgos erreichen wir Olympia. Besuchen das neue Museum mit einer wirklich guten Ausstellung, mit vielen schönen Bronze- und Marmorstatuen von 300 J. v. Chr. Die Helvetier (Schweizer) existierten zu dieser Zeit wahrscheinlich noch nicht oder waren Pfahlbauer. Dann zum alten Olympiastadion – Wettkampfarena mit 45000 Zuschauern. Hier wird seit dem Jahre 1936 jeweils die neue Fackel für die Olympiade entzündet und die Flamme durch Läufer ans Austragungsort überbracht. Bummeln durch den kleinen touristischen Ort und fahren zum Stellplatz (ca. 30 km) am Beach von Zacharo. Hier steht zu unserem Erstaunen ein weiterer riesiger MAN von Bocklet. Zur Begrüssung erhalten wir einen Sack voll Saftorangen und einen halben Liter eigenen Wein.
Bigi rennt eine Siegesrunde (wie anno 1980 mit Shoshi Cotti) und jubelt den Zuschauern zu.
Nun ja, da wird auch Kaspar zum Sportler und legt einen Sprint ein !
6. Juli - Waschtag und Entspannen
Beschliessen hier zwei Tage zu bleiben. Es hat Waschmaschinen und somit ist heute Waschtag. Wäscheseil spannen und hoffen, dass diesmal die Wäsche bis zum Abend trocken ist. Es ist! Wir lesen, schwimmen im Meer und dösen im Liegestuhl. Neben uns campiert ein norwegisches Ehepaar, Uwe und Liliane. Wir kommen ins Gespräch und gehen abends zusammen in eine griechische Taverne im Ort. Schöne Abwechslung und wir finden uns auf Anhieb sympathisch, obwohl wir total verschiedene Typen sind.
7. Juli - Ferienstimmung mit Schrecken
Aufstehen, mit unseren neuen Freunden Kaffee trinken und diskutieren über Gott und die Welt. Es stellt sich heraus, dass Uwe zum Christlichen Zentrum in Oslo gehört und wir erzählen auch von unserem letztjährigen Norwegen-Trip. Nehmen Bad im Meer, spazieren dem Strand entlang. Ein richtig schöner, sauberer Badestrand, unorganisiert mit vielen Müttern, Kindern, Liegestühlen und bunten Sonnenschirmen. Bigi sammelt wieder einmal schöne, farbige Steine, vor allem Herzen: sie hat schon drei - mit Kaspar’s vier! Am Abend grosse Aufregung. Der norwegische christliche Hell Angel will uns sein Lederjacket mit den Abzeichen erklären. Er zieht es an und sogleich wieder aus – dabei sticht ihn ein Skorpion in den Rücken. Der Skorpion ist braun und ca. 3,5 cm lang. Er eilt zum Platzwart und dieser fährt ihn sofort in das 18 km entfernte Regionalspital (Kaspar wäre wahrscheinlich nicht gegangen). Wir gehen somit alleine in die griechische Taverne. Der Inhaber erkundigt sich nach den Norwegern. Wir zeigen ihm das Foto des Skorpion. Sofort wird der Fotoapparat herumgereicht und jeder muss das Tier sehen! Alle sind in Aufregung und die Touristen geschockt. Der Wirt telefoniert sogleich dem Platzwart. Dieser sitzt im Spital und wartet: der Norweger bekommt ein Antiserum und danach einen Liter Kochsalzlösung. Wir gehen um Mitternacht ins Bett und die Zwei sind noch nicht zurück. Wir sind jedoch beruhigt, dass alles okay ist.
8. Juli - ein Ferientag
Die Nächte sind angenehm kühl – 24 Grad und ein wenig feucht. Wir schlafen recht gut. Uwe hat für uns beim Bäckerauto schon ein frisches Brot gekauft. Morgenkaffee mit den Norwegern. Diese haben im Appartement der Taverne übernachtet, denn sie wollten nicht mehr ins Zelt. Sie reisen heute um Mitternacht von Patras nach Venedig. Sie überprüfen jedes einzelne Kleidungsstück etc. und packen ihren Motorradanhänger neu. Mit lautem Geknatter fahren sie ab. Wir gehen baden, Bigi kauft eine 10-kilöige Wassermelone beim fahrenden Früchtehändler, suchen am Strand Steinherzen, liegen im Liegestuhl, lesen …………… so richtig Ferien! Das Abendesen kocht Bigi – der Tiefkühler ist voll und hat Mühe bei dieser Hitze zu kühlen – und sowieso hat Kaspar nicht viel übrig für die griechische Küche.
Ein schnelles Gericht: Pouletbrust klein schneiden, anbraten und mit Bouillon ablöschen, gefrorene Erbsen beigeben und einige Minuten kochen lassen, 1 dl Rahm dazu geben und kurz weiterköcheln lassen. In einen zweiten Topf breite Nudeln kochen. Kaspar hat’s geschmeckt, heute gibt’s keine Resten und so soll morgen die Sonne scheinen!
9. Juli - weiter nach Süden
Am Strand Herzen suchen, baden und nachher MAN bereitstellen. Bigi hat Wifi, lädt Homepage auf, erhält einen Skypeanruf von Dani Schulthess und verschickt ein Email an Freunde. Dabei muss sie auch immer wieder mit dem Campingwart sprechen und so dauert es etwas – es ist so heiss, dass Bigi wieder ins Bikini wechselt. Na ja, wieder einmal eine Geduldprobe für Kaspar. So gegen 2 Uhr fahren wir dann endlich los, E55 nach Kalamata. Die Route führt über kleine Pässe mit Landwirtschaft (Oliven und Gemüse), ergänzen unsere Vorräte und müssen feststellen, dass es in Griechenland ‚kein‘ Blötterliwasser gibt, oder nur in 2dl Fläschli – was bei einem Mineralwasserkonsum von 3 Liter pro Person doch ……….. Kaspar ist geschockt vom Preis von 8 Rollen WC-Papier: 4 Euro – scheint in Griechenland ein Luxusartikel zu sein! Dann der Küste entlang nach Itylon über schmalste Strassen (der MAN passt genau durch die engen Kurven in den Dörfern, zum Glück hat es hier nicht mehr so viele vorgehängte Balkone wie in Sizilien!). Ein Schild ‚free parking for camper‘ verlockt uns die Tagesetappe zu beenden. Hier hat ein cleverer Tavernenwirt einen Parkplatz 300 m weiter am Meer geebnet. Richtig griechische Taverne am Meer, einladend und so gehen wir hier nach einem erfrischenden Bad im Meer essen. Hervorragende Vorspeisen (mit Frischkäse gefüllte rote Peperoni und Käsequarkkrapfen), Calamaresringli und Bigi isst einen ‚Red Snapper‘. Anscheinend ist ‚Red Snapper‘ auch hier ein exzellenter Fisch (21 Euro) im Gegensatz zu den Vorspeisen für 3 Euro. Schöner griechischer Abend und ruhige Nacht. Manchmal gehen unsere Gedanken zur letztjährigen Reise, wo wir in Nord-Norwegen selten ein einladendes Restaurant sahen oder ins verregnete Schottland ………
10. Juli - Höhle Vlychade von Diros Mani und Vathi
Der Bucht entlang und die steile Strasse hinauf nach Areopolis um 5 km später die Tropfsteinhöhlen von Diros Mani zu besuchen. Die ganzen Höhlen sind 14 km lang. Mit kleinem Boot und Führer fährt man 1200 m durch ein wunderschönes Labyrinth von Stalaktiten und Stalakmiten. Nachher zu Fuss 300 m zum Ausgang. Die Griechen sagen, es sei die schönste Höhle der Welt und wir glauben ihnen. Sollte bei einer Griechenlandreise unbedingt besucht werden!
Umrunden die Halbinsel Mani mit dem durch seine Wohntürme bekannten verlassenen Bergdorf Vathia. Am Ende in Port Kagio erholen wir uns mit einem kühlen Meerbad ein wenig von der Hitze. In dieser Gegend sind ausgezeichnete Maurer am Werk, welche wunderschöne Wohntürme und Mauern aus Bruchsteinen bauen können. Wieder nach Areopolis zurück durch karge Landschaften – sobald es nur wenig Wasser hat stehen Orangenbäume in Hülle und Fülle - nach Areopolis und weiter über Gythion in das Touristen-Städtchen Monemvassia (vorwiegend von Einheimischen besucht). Wir sind hundemüde, nehmen die Stühle heraus und essen Wassermelonen. Hier auf dem Parkplatz werden wir das erste Mal von einem Polizisten aufgefordert, den Platz zu verlassen ‚no camping‘. So ‚parkieren wir nur, überlisten uns und gehen zu Fuss in der brütenden Abendsonne ins Städtchen – unterwegs bemerkt Kaspar, dass er keinen Cent in der Tasche hat, nur Bigi die Wasserflasche in der Hand! Da wir keine Lust auf abendliche Diskussion mit dem Polizisten haben fahren wir danach 3 km zurück zu einem einsamen Strand. Bei heissen 32 Grad sitzen wir vor dem Camper am Strand und müssen beim Einnachten vor den Mücken fliehen.
11. Juli - Monemvassia, Mystras, Nafpoli/Nauplia
Sind relativ früh wach und fahren zurück nach Monevassia, schlendern durch das antike Städtchen und besteigen den Berg, um die allerdings zerstörte Oberstadt mit der einzigen übriggebliebenen orthodoxen Kirche zu besuchen. Herrliche Aussicht auf die Unterstadt, das Meer und die Küste. Nachher in die Neustadt mit Bigi auf Shopping Tour. Bigi ersteht sich eine schöne tief rote Glasplatte und in einer teuren Spezialitäten-Bäckerei die trockensten und süssesten Guetzli – Kaspar lebt lieber nach dem Motto: ‚was der Bauer nicht kennt ……‘. Sparta lassen wir rechts liegen (hier leben die Leute ja spartanisch) und fahren direkt nach Mystras.
Dies ist ebenfalls eine verlassene byzantinische Stadt, wo vier Kirchen mit schönen Wandmalereien aus dem 11.Jh. zu besichtigen sind. Drei Stunden in brütender Sonne bei 37 Grad. Den ganzen Tag haben wir 6 Liter Mineralwasser getrunken! Zum Glück hatten wir heute Vormittag eine Blitzidee: dank Globalisierung und Lidl ist unser Mineralwasservorrat (mit Kohlensäure) aufgefüllt. Weiter durch fruchtbare Landschaften nach Tripoli und von dort auf der Strasse Nr. 7 nach Nafpoli/Nauplia, der ersten Hauptstadt Griechenlands (1830) mit einer grossen Burg auf dem Berg (werden wir nicht besuchen, haben im Moment genug vom Bergsteigen). Parkieren am Hafen auf einem riesigen Platz, ziemlich weit von den anderen Fahrzeugen entfernt. Bummeln der Meerpromenade entlang mit den vielen Restaurants und genehmigen uns einen Apéro. Dann dringen wir weiter in die Altstadt vor. In einer Kirche wird gerade eine griechisch-orthodoxe Hochzeit gefeiert. Wir schleichen hinten in die Kirche. Es wird viel Reis geworfen, denn dies soll dem Hochzeitspaar Glück bringen. Eine illustre Gästeschar mit vielen schönen und teilweise exquisiten Kleidern – wir fallen etwas auf, Kaspar mit seinen kurzen Hosen. Auf dem Hauptplatz, schön gepflästert und viele Strassenrestaurants, ist gerade ein Folkloretanzfest im Gang. Wir schauen sechs griechischen Tänzen zu. Mit der Musik haben wir es nicht so. Auf dem Rückweg plagt uns der Hunger (23 Uhr) und wir kaufen uns zwei Kebab und etwas Wasser. Zurück zum Parkplatz: oh Schreck, der riesige Platz ist voll mit Autos verstopft bis zu unserem Camper! Dies wird sicher eine laute Nacht werden – Discomusik bumbumbum, Töfs, Autos und Nachtschwärmer. Vor unserem Camper springen grosse Fische (40 cm lang).
12. Juli - Mykines
Die Nacht war ziemlich laut, haben aber trotzdem recht gut geschlafen, da die Nachttemperatur auf 26 Grad zurück ging. Fahren nach Mykines, einer Gräber- und Ruinenstadt, wo Hobbyarchäologe Schliemann den sagenhaften Goldschatz des Agamemnon ausgegraben hat. Eine der sieben Kopien der Originalmaske kann man in gut gesicherten Vitrinen im Museum bestaunen. Wandern durch das bekannte Löwentor auf die Akropolis (halt wieder Steinhaufen). Eine Zarge bei einem Grabkammereingang wiegt 120 Tonnen. Wie die das im 12.Jh. v. Chr. geschafft haben, diesen Steinbrocken auf 12 m zu hissen ist bis heute ein Rätsel. Dann zurück in die Nähe von Nafpolio an den Strand von Tolo. Finden natürlich keinen geeigneten Parkplatz (ist wieder einmal Sonntag) und somit sinkt die Stimmung in der Fahrerkabine auf Unternull bei dieser Tropenwärme. Am Schluss klappt es doch noch, müssen jedoch die Stühle 300 m an den Strand tragen. Auf der Anhöhe über der schönen Bucht finden wir sogar Schatten mit wunderschöner Aussicht. Das Meerwasser hat heute Badewassertemperatur und ist herrlich zum verweilen. Kaspars neustes Hobby: es ist ein Dampfer und tuckert durch das Wasser.
Abends zurück in den Hafen von Nafpolio, diesmal aber noch weiter nach hinten für alle Fälle. Nochmals mischen wir uns ins abendliche Geschehen. Kaspar hat bemerkt, dass er hier fast kein Ramsch zu kaufen gibt. Die Läden sind schön aufgemacht und bieten schöne Sachen an wie Silberschmuck, Kunsthandwerk und griechische Delikatessen.
13. Juli - Epidauros und Kanal von Korinth
Aufstehen, ein Kreuzfahrtschiff ankert und wir beobachten die kleinen Schiffe von ferne, welche die Passagiere zu einem Landausflug bringen. Viele Busse und Taxis warten auf ihre Gäste, denn heute kann Geld verdient werden. Wir fahren nach Epidauros, wo sich ein riesiges Amphitheater befindet: 55 Ränge und wir schätzen ca. 25‘000 Zuschauer. Imposant! Nachher noch kurz die Ruinenstadt, welche zu 10 % wieder aufgebaut wird, um den Besuchern einen besseren Überblick zu bieten.
Weiter Richtung Korinth, wo wir am Strand kurz eine Siesta einlegen. Heute ist das Wasser etwas kälter. Prüfung mit dem Kühlschrankthermometer: nur 26 Grad! Nun wollen wir zum Kanal von Korinth. Mit der Landkarte finden wir diesen auch, denn von blossem Auge fast nicht zu erkennen, oder erst wenn man darüber fährt. Der Kanal von Korinth, welcher von Ungarn 1881-1893 auf einer Länge von 6343 m ausgegraben wurde. Die Tiefe unter der Wasseroberfläche beträgt 8 m und die breite auf Wasseroberfläche 21 m. Es fahren gerade zwei Tanker (einer wird geschleppt) und ein Segler durch den Kanal. Eindrücklich, da runter zu schauen. Wir fahren hinüber und folgen der Küste bis nach Vuliagmenis, einer schönen Bucht wie ein See, so sein Name ‚Lake‘. Hier stehen wir und geniessen den Abend und eine laue Nacht.
14. Juli - Akra Sunion
Morgendliches Bad in der grossen warmen Badewanne und dann zum Leuchtturm Limini. Dann wieder einmal über schmale Strassen und durch schmale Gassen. Bigi verfährt sich in einem Dorf und bei einer Steigung von 25 % geht dann nichts mehr! Kaspar wechselt ans Steuer: erst beim fünften Anfahrversuch (4mal Motor abmurksen) kann er den Camper aus dieser brenzligen Situation retten. Es ist nicht möglich, wie bei einem PW mit Handbremse und Kupplung anzufahren. Beim LWK ermöglicht die Handbremse nur eine Vollbremsung. Weiter am Golf von Korinth entlang, z. T. über happige Bergstrecken. Pissia, Alepechorion, Villa, die E962 nach Mandra, dann auf die Autobahn E65, welche um Athen herumführt, vorbei am Flughafen ans Akra Sunion. Ein Kap mit Tempel auf einer Anhöhe, welcher für seine wunderschönen Sonnenuntergänge bekannt ist. Geniessen einen romantischen Apéro mit Whisky und Käsestengel (nachdem die paar hundert Touristen verschwunden sind). Gerade unterhalb ist eine kleine Bucht mit einem Hotel, zwei Tavernen und grossem Parkplatz. Hier übernachten wir und essen in einer Taverne. Das Essen war ausser teuer nicht gut, inkl. schöne Aussicht.
15. Juli - heute kommt Kaspars Schwester
Eigentlich war es eine ruhige Nacht, bis um 5.30 Uhr die Kehrichtmänner kamen. Vermutlich kommen sie nur einmal pro Woche, aber ganz sicher dann wenn Gloors hier übernachten. Fürchterlicher Krach und anschliessend kurz grässlicher Gestank. Wir sind Langschläfer, baden und anschliessende Strand-Dusche und Toilette im Hotel nebenan. Wir machen uns bereit um Brigitte um 13.30 Uhr am Flughafen in Athen abzuholen. Sind pünktlich dort und haben vorher noch die Wasservorräte bei Lidl ergänzt. Brigitt kommt schweizerisch warm gekleidet in Athen an und findet es schrecklich warm hier (34 Grad). Fahren an einen schönen Strand, welchen wir am Morgen rekognosziert haben. Nach einem kleinen Mittagessen bummeln wir (200 m) an den Strand, mieten zwei Liegestühle, Brigitt macht ein Nickerchen und wir baden. Die Wasser-Qualität ist nicht mehr ganz so gut wie wir es gewohnt sind. Gutes Abendessen mit schweizer Weisswein und Gesprächen.
16. Juli - Athen
Auf direktem Weg nach Athen in das 5 Mio. Grossstadtgewühl. Kaspar in seiner grenzenlosen Unwissenheit meinte, dass es für unser kleines Fahrzeug bei der Akropolis einen Parkplatz gibt. Auf dem Weg, wie wir nach Athen herein schleichen (Stau, Rotlichter etc.), gibt es keinen Wegweiser zur Akropolis – wieder einmal nur von der anderen Richtung ersichtlich – und die Akropolis auf dem Hügel können wir auch nirgendwo erspähen. Also kurven wir rum – Sightseeing der Altstadt mit dem Camper – bis wir den schmalen Parkplatz bei der Akropolis finden. Natürlich keine Parkchane – Bigi hatte wieder einmal Recht. Weiter rumkurven bis zum Bus-Parkplatz, zweimal vorbei fahren, keine Chance! Die Spannung und die Hitze im Camper steigt merklich an. Fahren frustriert wieder Richtung Meer und parkieren weit ausserhalb, jedoch immer noch auf Stadtgebiet. Ein Taxi wird gerufen - wir lassen uns den Einsteigeort notieren, damit wir später eine Chance haben, unseren Camper wieder zu finden – und lassen uns auf dem uns bekannten Weg zur Akropolis chauffieren.
Zusammen mit vielen, vielen Touristen steigen wir auf den Akropolis Hügel. Leider wird viel neu renoviert und aufgebaut und die Gerüste und Kräne verstellen alles. Der Blick über Athen lässt uns schwindlig werden. Man bedenkt, dass die Hälfte der Griechen in Athen wohnen.
Besuchen das neue, vom Schweizer Architekten Zumi entworfene, Akropolis-Museum, welches über einer Ausgrabungsstätte errichtet wurde. Kostenpunkt 125 Mio. Euro, Eröffnung 21. Juni 2009, Eintrittsticket bis 31.12.2009 nur 1 Euro. Gut gemacht mit viel Licht. Dann in die Athener Altstadt für einen kleinen griech. Lunch. Mit dem Taxi zurück zum Camper, weiter zum Flughafen um unsere Homepage mit Fernwartung reparieren zu lassen. Vor zwei Tagen hat Bigi mit ‚Drücken einer falschen Taste‘ die ganze Europareise 2009 auf unserer Homepage gelöscht! Zum Glück ist das Flughafengebäude klimatisiert. Leider ist der Wirless-Internetzugang auf 45 Minuten limitiert und Thomas Von Arx hätte noch 3 Minuten länger gebraucht um alles zu regeln. Dann der Küste entlang nach Markopaulo, Vravrona nach Schinias, wo wir nach langem Suchen 50 m vom Meer einen recht guten Übernachtungsplatz finden. Wir versöhnen uns mit der griech. Küche: gutes Nachtessen mit Wein und Uozo für Kaspar.
17. Juli - www.gloorontour.ch
Kaspar hat wegen Uozo schlecht geschlafen. Es ist im zum ko….. Baden, frühstücken und Tagebuch schreiben und dann, weil wir auf den schmalen Strassen nicht vorwärts kommen, auf die Autobahn. Kurz vor der Autobahn E75 finden wir ein ultra-modernes Kaffee mit Bäckerei. Beschliessen hier einen kurzen Stop einzuschalten. Bigi kommt auf die Idee, dass es hier Wireless hat und will das Internetproblem endgültig bereinigen lassen. Es funktioniert alles bestens, aber die Leitung ist ‚schrecklich langsam‘! Das neue Aufladen der Homepage (220‘000 KB) dauert länger als angenommen, denn die Leitung entpuppt sich später als ‚schrecklich langsam‘! So sitzen Kaspar und Brigitt 3 Stunden untätig herum und Bigi schaut auf dem Bildschirm den ‚fliegenden Papieren‘ zu. Die Landschaft hier ist durch Industrie und Landwirtschaft (Baumwolle, Reben, Trauben) geprägt. Via Thivo/Theben durch schöne Berglandschaften nach Delfi/Delfoi, welches schön am Berghang liegt. Den Besuch von Delfi verschieben wir auf morgen. Fahren über eine gut ausgebaute Serpentinenstrasse in die Stadt Itéa am Meer. Olivenhaine soweit das Auge reicht und dazwischen einige Zedern. Sieht schön aus. I
m Hafen campieren wir nicht ganz legal. Wir hoffen auf tolerante Polizisten. Die Rechnung scheint aufzugehen. Obligates Bad im Meer. Da wir später als 19.00 Uhr ankommen darf oder muss Bigi nicht mehr kochen und Brigitt lädt uns zu einem Tavernenbesuch ein. Gutes Essen und schöner ruhige Abend. Kaffee trinken wir später neben unserem Camper. Unterwegs haben wir unseren 300-Liter-Dieseltank gefüllt: 85 Cent der Liter. Dies ist etwa die Hälfte des Dieselpreises von 2008!
18. Juli - Delfi
42 Grad Celsius – schwitz, schwitz schwitz……..
Gestern war Freitag und wie üblich sind die Griechen abends im Ausgang. Es ist bis 03.30 Uhr laut und dazu noch sehr heiss im Camper! Wir Schweizer sind solche Nächte nicht gewohnt – gehen um 23 Uhr ins Bett und die Witterung ist auch etwas kühler. Heute gibt’s frisches Brot zum Frühstück. Ein Grund für Spiegelei mit Schinken, mhhhh. Die gleiche Strasse zurück nach Delfi rauf.
Zuerst das Museum mit dem Modell sowie vielen schönen Stücken aus Marmor, Keramik, Gold, Silber und Bronze. Die Ausstellungsstücke sind in einem hervorragenden Zustand. Man bedenke, sie stammen aus den Jahren ca. 300 J. v. Chr. Dann zur Archäologischen Site. Die alten ‚Strassen‘ durchs Trümmerfeld.
Am besten erhalten ist das Sportstadion, natürlich ganz zu oberst am Hang. Finden sogar die Stelle, wo das Orakel von Delfi auf der Steinplatte über dem Felsspalt sass. Leider können die zwei Frauen Kaspar das Orakel nicht eröffnen. Delfi war der Ursprung und zugleich Mittelpunkt von Griechenland. Tomatensalat im Schatten einiger Bäume und ein kleines Nickerchen. Weiter über einen Pass von 860 m nach Amfissa, um kurz vor Lamia Richtung Folos etwa 30 km weiter zu einem hüschen Strandplatz zum übernachten. Der Platz ist auch besucht von vielen Fliegen, und dies gibt unserer ersten Fliegenfängerin Brigitt Suter viel Gelegenheit zum üben und mit er Fliegenklatsche daneben zu schlagen.
19. Juli - Metera Klöster
Kurz das Strassenstück zurück nach Lamia. Dann über einen gut ausgebauten Pass (720 m) durch eine grosse Ebene. Hier wird vorwiegend Landwirtschaft betrieben. Weiter über Kardista, Trikula zu den Meteora Klöster bei Kalambaka. 2 km nach Kalambaka fährt man über einen Bergrücken und findet sich urplötzlich in einer ganz anderen Bergwelt wieder.
Hier wurden im 14. Jh. sechs griech. orthodoxe Klöster auf Bergkegeln erbaut, um vor Überfällen und Kriegen sicher zu sein. Dies gelang den Mönchen hervorragend, da die Klöster nur über Leitern oder mittels hochzuziehenden Körben besucht werden konnten. Schwindelerregender Einlass, heute mit schönen in Fels gehauenen Treppen erreichbar.
Besuchen zwei Klöster, Agios Stephanoss und Roussannou. Herrlich in die Landschaft eingebettete Klosteranlagen mit schön restaurierten orthodox. Kirchen. Kaspar knipst viele Bilder. Frauen werden nur eingelassen, wenn sie Röcke tragen und für Männer sind keine kurzen Hosen erlaubt. Wir ziehen uns um und wandern treppensteigend bei 38 Grad zu den Klöstern. Wir verschmachten! Auf dem Rundkurs zu den vers. Klöstern sind wir auch an einem Panoramaparkplatz vorbei gefahren. Jetzt stehen wir hier und übernachten. Geniessen die Aussicht, den Sonnenuntergang und das gute Essen von Bigi.
20. Juli - Überraschung
Am Morgen sind Kaspar’s Schuhe weg! Von den Badeschlappen finden wir nur noch den rechten. Von den teuren für alle Zwecke getragenen ‚Heiland‘-Sandalen wurde der rechte hoffnungslos verbissen und ist unbrauchbar. Wahrscheinlich haben die streunenden Hunde die Schuhe aus Übermut weggeschleppt. Vielleicht waren sie auch etwas sauer, da sie von unserem Tisch keine einzige Brosame erhalten haben.
Somit besucht Kaspar das erste Kloster als Schuh-Zigeuner, nachher dann in den Winterschuhen. Heute besuchen wir die anderen 4 Kloster. Das grösste Meteora Kloster hat viele Musen und ist sehr eindrücklich.
Vor allem die grandiosen Aussichten über die tieferliegenden Klöster und speziellen Bergformationen haben es uns angetan. Die grossen Kloster werden von vielen Touristenbusen besucht und so muss man den Aufstieg im Gänsemarsch machen. Nach einem kurzen Lunch im Schatten ins letzte Kloster und runter in die Stadt, um Einkäufe zu tätigen (für Kaspar Schuhe und kurze Hose sowie wieder einige Flaschen Wasser). Zuerst noch einen kurzen Abstecher nach Valaka, wo Toni, ein Grieche, welcher einige Jahre in Wattwil gearbeitet hat, seit 2 Jahren ein Bergrestaurant (800 m) betreibt. Hier oben ist es angenehm kühl mit leichtem Wind und wir ruhen uns aus. Abends fahren wir zu einem Camperparkplatz bei einer Taverne auf einen Hügel. Heute sind wir zwei Monate unterwegs und ein Grund zum feiern. Der Tavernenwirt sag uns, das Feuer sei schon erloschen und er empfehle uns die gute Küche seiner Mutter: Griech. Salat mit Feta, Tzaziki und Pommes Frites. Kaspar ist nicht so schnell davon zu überzeugen, muss aber nachgeben, denn was anderes wird nicht gekocht. Also feiern wir zu dritt für 19 Euro!
21. Juli - Vikos-Schlucht
MAN bereit stellen, Homepage fertig stellen und in die Stadt ins Internetkaffee. Dort treffen wir den St.Galler-Griechen von gestern, welcher hier bei Verwandten Ferien macht. Er arbeitet für Kuoni als Quality Manager Griechenland und griech. Inseln. Dann noch kurz auf einen grossen Strassenmarkt, wo wir T-Shirts und neue Küchentücher kaufen. Über Bergstrecken auf die Autobahn A2 nach Ioannina. Von hier Richtung Albanien. In Asfaka verlassen wir die E90 um in den Nationalpark Vikos-Aoos zu fahren. Auf dem Weg besuchen wir drei Bogenbrücken aus dem Jahr 1798.
Nachher auf 1300 m um die tiefste Schlucht Europas, 700 m tief, zu bewundern. Fast so eindrücklich wie die Gorge de Verdon in Frankreich. In Aristi überqueren wir mit dem Camper zuerst den Dorfplatz, stossen einen Stuhl weg, und stellen uns etwas ausserhalb des Dorfes auf eine Anhöhe unter Bäume für die Nacht. Das Essen schmeckt gut, jedoch vertreiben uns die Mücken sehr schnell in den Camper. Gehen früh zu Bett, um morgen Albanien zu durchqueren.
22. Juli - quer durch Albanien
Wir stehen früh auf und um 07.15 sind wir schon in den Startlöchern! Abfahrt aus dem Nationalpark zur Albanischen Grenze bei Kakavija. Es scheint, dass die Zöllner um 8 Uhr ihre Schicht beginnen. Zollabfertigung dauert ca. 30 Minuten. Die Landschaft zwischen Griechenland und Albanien hat sich schlagartig – wie eine Grenze - geändert. Griechenland ist grün und hier in Albanien hat es fast keine Vegetation. Kurz nach der Grenze fahren wir 40 km westlich zur Küste nach Serander. Von hier mehr oder weniger der Küste entlang nach Norden. Die Küstenstrasse ist auf der Karte als schön markiert, jedoch nur ‚gelb‘, d.h. wir erwarten eine gute Landstrasse. Bis Mifal ist die Strasse neue ausgebaut, aber sehr kurvig wie eine Berg- und Talfahrt und in den wenigen Dörfern ist die Strasse noch nicht ausgebaut und sehr schmal. Vor Vlore gibt es einen Pass, der von 0 auf 1050 m in vielen Serpentinen, sehr steil, min. 10 % ansteigt. Hier verlieren wir viel Zeit. Die Landschaft entschädigt uns jedoch dafür. Ab Fier wird die Strasse zum Teil sehr schlecht und holprig und wir werden so richtig durchgeschüttelt. Von der Hafenstadt Durres fahren wir Richtung Hauptstadt Tirano. Kurz vorher biegen wir links ab am Flughafen vorbei Richtung Shkoder. Bei einer Tankstelle muss Kaspar dringend austreten. Er brünzelt hinters Fahrzeug, dabei bemerkt er, oh Schreck: der Fahrradträger ist gebrochen und die Fahrräder hängen an nur noch zwei drei Riemen am Fahrzeug. Gar nicht vorzustellen, was hätte passieren können!
Rückwärts fahren wir an einen leeren Tieflader heran, besteigen diesen um den Schaden zu begutachten. Sieht nicht gut aus, und wir haben doch schon die Zeit kalkuliert, dass wir es noch bei Tageslicht bis zur Grenze Albanien-Montenegro schaffen. Kaspar repariert notdürftig mit vielen Spanngurten. Der hier stehende Sattelschlepper war ein Glücksfall, denn so konnte Kaspar das ganze bequemer reparieren als von der Leiter aus. Weiter auf horror-befahrener Strecke Richtung Grenze. Man sieht alles auf der Strasse; Pferdefuhrwerke, Esel, Autos und Leute. Ganz Albanien ist ein Autofriedhof, alle alten Autos von Westeuropa stehen hier – bald auch noch alle Autos, die zur Zeit in Deutschland mit der ‚Verschrottungsprämie‘ eingetauscht werden. Kaspar als guter Geschäftsmann wittert ein neues Business: in 50 Jahren ist Albanien das Ersatzteillager für Oldtimer! Überhaupt fahren fast alle Albaner Mercedes! Es ist äusserst gefährlich hier zu fahren, denn es wird wild überholt, gestoppt, langsam und irre schnell gefahren, reingedrängt etc. Das grosse Geschäft machen die Albaner mit Autowaschen: überall am Strassenrand kann man das Auto abspritzen und glänzen lassen. Wie in Italien stehen auch hier überall Hausruinen, wo mal mit verdientem Geld der Hausbau begonnen hat, aber nie fertig wird. Fahren dem See entlang bis zur Grenze zu Montenegro. Der Strassenzustand der letzten 30 km ist erschreckend. Vermutlich ist ein asphaltierter Feldweg in der Schweiz besser! Hotit und die Grenze sind um 21 Uhr in Sicht. Das waren 12 Stunden für 470 km, d.h. eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 40 Stundenkilometer! Ein anstrengendes Erlebnis! Wir beschliessen, auf dem Parkplatz nach der Grenze am Zoll in Montenegro zu übernachten. Bis die Rösti fertig gebraten ist repariert Kaspar nochmals auf der Leiter, denn die Fahrräder haben sich schon wieder verschoben. 5 Hunde warten auf Resten und essen heisshungrig unser restliches Brot.
An der Grenze zu Albanien hat Kaspar als Chauffeur ein Papier erhalten, dass er beim Verlassen des Landes abstempeln muss und 2 Euro bezahlt. Zudem kostet die Eco Taxe für Montenegro 30 Euro. Mit etwas Geduld ist die Zollabfertigung jedoch jeweils kein Problem. Der Grenzverkehr hier ist praktisch inexistent, so etwa 10 LKW stehen hier und einige PWs. Alles ohne Stress, eine LKW-Kolonne wie in Chiasso oder Basel kaum denkbar.
23. Juli - Montenegro
Die Nacht war ruhig und morgens füttert Bigi den Hunden einen Salsiz. Kaspar spottet nur: ja ja, Suters und ihr Verhältnis zu den Tierlis. Fahren über die Hauptstadt von Montenegro ‚Podgorica‘ und weiter die E2 bis zur Küste. Wieder ein krasser Gegensatz zu Albanien, ganz normal. Verpassen beim Flughafen von Kotor die Abzweigung ‚Tunnel Kotor‘ und landen bei der Fähre. Wir wollen die Bucht von Kotor besuchen und daher retour. Nun finden wir die Abzweigung auf anhieb: genau hier hat Kaspar den Kopf eingezogen, denn ein Flugzeug brauste ca. 200 m über uns und setzte 500 m weiter vorne auf der Landepiste auf. Also durch den Tunnel in den Stau von Kotor. Hier steht ein grosses Kreuzfahrtschiff im Hafen und somit kommt der Verkehr zum erliegen. Finden auch keine Parkplatz nähe Altstadt. Mit etwas Klimi in der Fahrerkabine ist die Hitze sogar erträglich. Fahren nun um die Bucht und essen an einem schönen Parkplatz mit Sicht auf 2 kleine Inseln, wo BIgi noch schnell ein Bad nehmen kann. Weiter nach Kroatien, wo wir Regula am Flughafen von Dubvronik abholen. Sie kommt mit 20 Minuten Verspätung, dafür diesmal mit Gepäck (s. 24.7.08 in Alta/Norwegen)! Dann Zimmersuche für Brigitte in Dubrovnik. Die ersten zwei Hotels sind ausgebucht, dann finden wir eine bessere Besenkammer und dann doch noch in der Nähe vom Camping Solitudo eine standesgemässe Unterkunft. Das Hotel wurde vor 2 Monaten eröffnet. Brigitte lädt uns auf der Terrasse des Hotels zum Buffet-Nachtessen ein: hervorragend! Übernachten auf dem Hotelparkplatz.
24. Juli - Dubvronik
Es war ziemlich laut neben der Bushaltestelle und wir stehen schon um 7 Uhr auf. Schon schwül und heiss. Regula richtet sich ein und Kaspar steigt zu den Velos rauf um alles zu kontrollieren. Beim Töff herunter lassen, oh Schreck: hier fehlt ein Spanngurt und der Töff schwankt gefährlich! Wir müssen unbedingt besser und öfters kontrollieren. Haben wir ja bei unserem Fahrlehrer Paul Walser immer wieder gehört, dass der Chauffeur für alles verantwortlich ist und jedes Mal zuerst alles rund ums Fahrzeug kontrollieren muss! Gestern Abend konnten wir den Parkplatzwächter abwimmeln mit: haben den Hotelmanager gefragt, Schwester logiert hier. Heute morgen nützt dies nichts und wir dislozieren zum Campingplatz. Wir telefonieren Brigitte, dass es später wird und wir erst um 10.30 Uhr startklar sind. Fahren mit dem Bus Nr. 6 in die Altstadt von Dubrovnik. Nun ist der obligate Rundgang auf der Stadtmauer angesagt: bei 35 Grad! Uf, viele Touristen in der Altstadt (vier Kreuzfahrtschiffe vor Anker). Auch diesmal geniessen wir den Rundgang über den Dächern von Dubronik.
Nachher schlendern wir durch Gassen, erholen uns in einem Strassenkaffee, sitzen am Hafen und beobachten Leute. Zurück zum Camping, im Schatten ausruhen, schwimmen im Meer (uf, hier ist das Wasser saukalt) und dann abends wieder mit dem Bus in die Altstadt. Nachtessen auf einem der schönen Plätze.
25. Juli - Mostar
Gemütlicher Morgen, kühles Bad im Meer, Kaspar putzt wieder einmal die Scheiben, alles einräumen und Camper bereit stellen. Um 13 Uhr holen wir Brigitte im Hotel ab und bringen sie zum Flughafen (25 km). Auf dem Weg dorthin kurzer Fotostopp oberhalb Dubvronik mit schöner Aussicht auf die Bucht, wo ein Kreuzfahrtschiff und zwei Windjammer mit 4 bzw. 5 Masten liegen, sehr alt aber äusserst gepflegt. Brigitte checkt am Flughafen ein und Regula und wir beschliessen, nach Mostar zur bekannten Bogenbrücke in Herzegowina zu fahren. Die Strecke führt durch eine fruchtbare Ebene (z. Zt. Pfirsiche, Trauben und Melonen). In Mostar fahren wir zum eingezäunten Parkplatz bei der katholischen Kirche. Wenn es dann hoffentlich etwas kühler wird (um 18 Uhr ist es immer noch 36 Grad) werden wir die Altstadt in der Abenddämmerung besuchen.
Abendessen (Cevapcici) in Sichtweite der Mostarbrücke (1993 von Kroaten zerstört). Die Brücke wurde neu aufgebaut und im 2004 eröffnet und eingeweiht, u.a. mit Prinz Charles.
26. Juli - kroatische Küste
Die Nacht war nicht ganz so ruhig wie erwartet. Um 4 Uhr der Muezzin und um 7 Uhr die Frühmesse. Nochmals kurz in die Stadt für Fotos und Kaffee trinken mit Sandsturm (Guetzli). Dann zurück zur kroatischen Küste und derselben entlang vorbei an schönen Stränden und kleinen Dörfern bis 6 km vor Split auf den Campingplatz ‚Stobec‘. An den Stränden ist es fast unmöglich anzuhalten, da die wenigen Parkplätze bereits besetzt sind - es ist heute wieder einmal Sonntag – oder der Strand ist zu weit weg. Auf dem Campingplatz sind mind. 1000 Feriengäste, dicht gedrängt. Zudem bevölkern viele Hunde den Campingplatz. Wir haben einen Irländer getroffen, der 7 Hunde vom kleinen Pinscher bis zum Husky und Dodge im Camper hat. Muss das stinken! Unser Gefährt zu parkieren ist wegen der Bäume und Grösse gar nicht so einfach und ein Platz wurde uns vor der Nase weggeschnappt. Bad im kühlen Meer und nachher Bigis berühmte Vorspeisen, Spaghetti und griech. Wein.
27. Juli - Split
Morgenbad im Meer, Frühstück und das Campingleben beobachten und kommentieren. Dann nach Split zum uns bekannten Parkplatz beim Stadion und zu Fuss in die Altstadt. Wir besteigen den Kirchturm und flanieren durch die Gassen. Auf dem Gemüse-, Fisch, Brot- und Käsemarkt wird eingekauft. Das Poulet für 40 Kn (8 CHF) schmeckt uns dreien hervorragend! Für uns ein MUSS in Split und es bleiben sogar Resten fürs Nachtessen. Der Küste entlang bis Marina, wo wir einen Platz zum baden finden. Via Sibenik fahren wir in den Nationalpark ‚Krka‘ und übernachten auf dem gleichen Platz wie letztes Jahr. Überhaupt geniessen wir es, dass wir uns hier noch vom letzten Jahr auskennen und das Reisen somit nicht so harte Arbeit ist. Der Camping hat inzwischen einen Stern erhalten; es wurde gebaut, vergrössert und es hat diesmal auch viele Camper. Die Solothurner sind hier einmal in Überzahl!
28. Juli - Nationalpark 'Krka'
4 km Fahrt zum Parkeingang und dann mit dem Bus zu den Wasserfällen, wo wir die Rundwanderung machen. Um 10 Uhr nehmen wir das Boot auf die Klosterinsel – 20 km schöne Fahrt auf ruhigem Gewässer im Naturschutzgebiet. Der off. Fremdenführer führt uns durch die alte Franziskanerabtei. Im Jahre 1993 wurden fast alle Kirchen in der Umgebung von Bosnischen Soldaten zerstört. Nach der Schifffahrt noch einmal zurück zu den Wasserfällen. Sehr viele Touristen sind nun hier und oben ist der Parkplatz ziemlich überstellt mit PWs.
Wir fahren bis zu den hinteren Wasserfällen (ca. 30 km), nehmen dort ein erfrischendes Bad und faulenzen. Zurück um Camp Marina über eine trockene Hochebene. Bigis Traumdestination für eine Ferienwohnung. Einkauf in einem Tante-Emma-Laden und wir sind wieder für 3 Tage für Selbstversorgung gewappnet.
29. Juli - Zadar
Via Benkovac, Zemunik nach Zadar. Am Hafen finden wir sogar einen genug grossen Parkplatz für unseren MAN. Kurzer Stadtbummel in der Altstadt, besteigen einen Turm, besichtigen den alten römischen Turm. Hier in Kroatien ist alles wirklich blitz sauber. Hut ab! Der kleine Hunger plagt uns und wir essen in einem schattigen Beizli zusammen eine Pizza. Mmmmh! Auf dem Markt noch Früchte, Tomaten und Brot einkaufen und zurück zum Parkplatz. Unterwegs sehen wir einige Bussenzettel unter den Scheibenwischern geklemmt. Unser Platz ist der letzte an der Strasse und vielleicht war der Polizist zu faul, um so weit zu gehen - Danke! Ein kurzes Stücke auf der E65 bis Posedarje und dann auf die die langgestreckte Halbinsel 'Pag'. Sehr karge Landschaft, so etwa wie auf dem Mond. Bei Pag gibt es riesige Salinen in einer Ebene. Weiter zur Spitze der Halbinsel. Wir suchen den im Buch erwähnten Stellplatz, jedoch hat es noch nie ein Hinweisschild gegeben. Ob das wohl gut geht? Kurz vor Lun das Schild zum Camping – eine Schotterstrasse Richtung Meer, wenigstens genug breit für uns! Wirklich abgelegen am Meer. Hier wollen wir nochmals Ferien machen und das Meer geniessen und Regula braucht ja auch mal Ferien und Erholung!
30./31. Juli Ferien am Meer
Machen Ferien von den Ferien, geniessen die Ruhe, schwimmen und im Meer liegen, faulenzen, lesen, ässe und gnüsse. Der Campingplatz ist in waagrechten Stufen angelegt und somit hat jeder etwas Meersicht. Olivenbäume spenden etwas Schatten, denn in der Sonne ist es definitiv zu heiss, am Abend kühlt es jedoch etwas ab und es säuselt zeitweise Wind. Wasser zum trinken ist lebensnotwenig! Wir lesen unsere Krimis und sonstigen Geschichten, der Höhepunkt: ein Glacé! In Italien haben wir die Neuheit von ‚Ferrero‘ eingekauft. Kleine Glacekübeli, die normal gelagert werden (vermutlich mit einigen Konservierungsmitteln), ab ins Tiefkühlfach und einige Stunden später einfach geniessen – de Hit!
Hier auf dem Camping gibt’s lediglich morgens frisches Brot, Bier, Wein und Olivenöl zu kaufen. Es ist sehr ruhig ausser den zirpenden Fiechern in den Bäumen. Im August soll es anders werden, wenn die Italiener in Massen anreisen und einige Plätze sogar doppelt belegt sind. Abends erwachen die Lebensgeister. Schöner Vorspeisenteller mit Muscat Wein aus Korsika, dann die tiefgekühlten Cannelloni aus dem Ofen mit Tomaten und Käse überbacken, dazu einen roten Sizilianer und zum Abschluss Kaffee mit Pralinés vom ‚Klaus‘. Am zweiten Tag war es nicht mehr so drückend heiss dank nachmittags Schleierbewölkung. Tagsüber 36 Grad und beim zu Bett gehen 30 Grad, innen jedoch immer noch 33 Grad. Die Suter Girls schicken uns ein SMS: ‚vermissed ihr Norwege?‘




















































