November 2009
1. November - Avignon, Pont du Gard und Montélimar
Auf Nebenstrassen der Rhone entlang nach Avignon. Bummeln in die Altstadt und suchen ein am Sonntagmorgen geöffnetes Kaffee, denn was gibt es schöneres als Kaffee und Croissant. Nun ist das letzte Mal der Reise 2009 Kultur angesagt: besuchen den ‚Palais des Papes‘. Hier residierten im 13./14. Jh. für ca. hundert Jahre die Päpste, da in Italien der Bürgerkrieg herrschte und die Sicherheit in Rom nicht gewährleistet war. Der Palais ist enorm gross. Leider fehlt jegliches Mobiliar. Eine zahme Katze streicht durch das Palais und wird von vielen Besuchern gestreichelt und vermutl. vom Personal gefüttert. Die Päpste hier waren sehr reich, denn dies sieht man an ihren Tresoren. Im Jahre 1402 wütete ein verheerender Brand, der das Meiste zerstörte; vor allem Wandmalereien, Decken, Gobelins und Möbel. Besteigen den Turm und haben eine schöne Rundsicht auf Avignon, die Rhone und den berühmten und viel besungenen Pont d’Avignon.
Bummeln vom Hügel zur Rhone und sehen uns die Reste des Pont Saint-Benezet an. Die Brücke wurde infolge Hochwassers zerstört und es stehen lediglich noch 5 der Brückenpfeiler. Am Rhoneufer zurück zum MAN und weiter zum Pont du Gard. Dies ist eines der grössten erhaltenen römischen Aquädukte, 48 m hoch. Die Bauzeit betrug 14 Jahre, Baubeginn 38 n. Chr. und beschäftigte ca. 1000 Bauarbeiter, welche 50‘000 Steine für das Bauwerk benötigten. Das Aquädukt versorgte die Einwohner von Nîmes fünf Jahrhunderte lang mit Frischwasser. Auf der gut ausgebauten Nebenstrasse D6086 weiter bis Montélimar. Suchen den Stellplatz, aber eben: genau an ‚der letzten Kreuzung‘ wird gebaut und der Wegweiser wurde demontiert. Wir wissen jedoch vom Navigationssystem, dass hier der Stellplatz sein sollte. Also nochmals von der andern Richtung auf die Kreuzung los und diesmal klappts. Gehen zu Fuss zur Altstadt, decken uns mit Nougats ein, suchen ein Restaurant und geniessen unseren letzten Abend on tour 2009. Das Entrécôte war französich, sprich ‚ä chli zäch‘, jedoch super schön präsentiert und mit Hilfe des Cotes-du-Rhone verdaut dies hoffentlich.
2. November - Heimfahrt in die Schweiz
In der Nacht hat es stark geregnet. Kaspar hat das Entrécôte schlecht verdaut und schlecht geschlafen. So früh, 05.45 Uhr sind wir auf der ganzen Reise nie aufgestanden. Wahrscheinlich haben wir Stalldrang. Schreiben noch Tagebuch bis es hell wird, um die Leute in den anderen Campern nicht zu wecken. Fahren alles auf guter Land- und Nationalstrasse via Chambery nach Genf. Bei Annancy fahren wir ein kurzes Stück auf die Autobahn, dies kostet stolze Euro 17.10 und wir rechnen, was wir wohl seit Montélimar gespart haben. 13.09 Uhr fahren wir in Genf über den Zoll. Dank Schengen müssen wir nicht einmal den Pass zeigen und was wir so an Waren mitführen interessiert niemanden. In Solothurn fällt uns auf, dass wieder bei jedem Fussgängerstreifen jemand über die Strasse will - für uns ganz ungewohnt. Wir sind 20‘980 km unfallfrei durch Europa gekurvt und die ‚Gloor on tour Europa 2009‘ ist zu Ende. Nun heisst es auspacken, waschen, putzen und Geschenktüten zusammen stellen. In der Wohnung müssen wir alles zuerst suchen, es ist soooo weitläufig und ‚alles‘ ist defekt: Dusche spritzt, Licht im Bad funktioniert nicht mehr, bei Kaspars Auto klemmen die Bremssättel und einiges mehr.


