Februar 2012
1.Feb. - Ferien
Heute ist kein schönes Wetter. Fast den ganzen Tag bewölkt! Baden. Bigi hat wegen den hohen Wellen ‚Schiss‘. Die Homepage ins Netz stellen. Offerten für die Galapagos Inseln einholen. ‚Last Minute‘ könnte noch ein guter Preis werden. MAN in Guayaquil wegen dem Service kontaktieren. Zusammen draussen sitzen und schwatzen. Kaspar führt kleine Arbeiten am Camper aus. Er holt den Honda runter und verbrennt sich die Finger am heissen Auspuff.
2.Feb. - Strand, Fsich und Meer
Mit dem Dreirad-Taxi ins Dorf zum Restaurant ‚Challe‘. Vorher kaufen wir noch ein Joghurt und ein paar Tomaten ein. Die Ananas sind schon verfault. Käse gibt es auch nicht. Hier gibt es nur kleine Läden und Gemüse wird in Privathäusern verkauft. Man muss wissen wo! Die Wohnbedingungen sind schrecklich, aber überall läuft der Fernseher. Ebenfalls gibt es einen Kühlschrank im ‚Haus‘. Im Restaurant bestellen wir Fischgerichte. Es kommen riesige Portionen auf den Tisch. Schmeckt ganz gut. Am Schluss dann, etwas was man nicht machen sollte: ein Nestlé-Glacé vom Glacéwagen am Strand. Hundertmal aufgetaut und wieder eingefroren! Beim Camping machen wir noch einen Spaziergang am Strand. Beobachten die roten, schnellen Krebse, welche sofort in ein Loch verschwinden, wenn sie die Erschütterung spüren. Wir sitzen noch zusammen mit Monika und Wolfang und trinken ein Glas Wein bei herrlicher Abendstimmung und relativ wenig Mücken. Kaspar verschwindet bald und legt sich ins Bett.
3.Feb. - Kaspar kämpft mit dem Magen
Kaspar plagen die ganze Nacht Magenkrämpfe und er geht öfters mit dem Becken ins Bad. An Tiefschlaf ist nicht zu denken! Das kleine Frühstück bekommt Kaspar nicht und er legt sich gleich wieder hin. Wolfgang (der Veterinär) hat ein Naturheilmittel und gibt Kaspar 30 Tropfen. Und siehe da, es hilft. Nach einer Stunde geht es Kaspar schon besser! Kaspar ist den ganzen Tag schlapp, aber die Lebensgeister kommen zurück und gegen Abend machen wir sogar einen ganz kleinen Strandspaziergang. Bigi, die Krankenschwester kocht ein leichtes Essen. In der Zwischenzeit sind Lucette und Dirk angekommen. Sie wollten eigentlich Richtung Amazonas, aber alle Strassen waren überschwemmt. Auf die Galapagos Inseln fliegen wir definitiv erst von Quito aus.
4.Feb. - gemütliches Campingleben
Kaspar ist wieder gesund und wagt ein Bad im Meer. Beim Feriencamp der peruanischen Armee gleich nebenan ist ein Fest mit lauter Musik im Gang. Den ganzen Tag bum-bum?! Wir schauen nach. Es sind verschiedene Militärkompanien mit Kind und Kegel hier und veranstalten sportliche Wettkämpfe. Das könnte wieder einmal eine laute Nacht werden. Unsere Freunde haben Fisch direkt beim Fischer eingekauft. Der Campingbesitzer bereitet diese für uns zu. Kaspar verzichtet freiwillig. Wir drei Camper-Ehepaare spielen Boule, mixen Caipirinha und geniessen einfach den Tag. Heute beginnt es schon um vier Uhr nachmittags leicht zu regnen - immer noch besser als die frostige Kälte in Europa!
5.Feb. - Grenzübertritt Peru/Ecuador
Sind relativ früh auf den Beinen. Baden, an der Aussendusche Körperpflege, Haare waschen, MAN bereitstellen und Frischwasser tanken. Alle inkl. Familie des Campingbesitzers kommen uns verabschieden. Knipsen Gruppenfotos. Monika nimmt uns noch die restlichen Soles ab, da sie noch zwei Tage in Peru bleiben. Kaspar drängt zum Aufbruch. 40 km bis zur Grenze Peru/Ecuador. Zollabfertigung Peru sehr speditiv und auch Immigration Ecuador sehr gut. Das Ausfüllen der Zollpapiere in Ecuador dauert jedoch etwas länger. Die Zöllner sehen nur selten europäische Papiere und sind daher etwas verunsichert. Die Schweizer Dokumente und Ausweise sind wohl in unseren vier Landessprachen, jedoch nicht in Spanisch! Aber wir sind zufrieden: alles in allem hat nur zwei Stunden gedauert. Auf der E25 Richtung ‚Guayaquil‘, der grössten Stadt Ecuadors. Ab der Grenze hat sich die Landschaft verändert. Sie ist grüner und subtropischer geworden. Und natürlich sehen wir die ersten Bananenplantagen mit den in Plastik eingepackten Bananenstauden. So um 1905 hat Ecuador alles auf Bananen für den Export gesetzt, bis dann der Weltmarktpreis zusammengebrochen ist. Ebenfalls sind grosse Farmen mit Kakaobohnenstauden zu sehen. Reis (viel), Mais (nicht so viel), Mangos, wenig Orangen und Erdbeeren. Wir fahren durch ein Mangrovensumpfgebiet. Viel Verkehr und es wird sehr gefährlich überholt, die Busfahrer sind richtige Kamikaze. Weil wir beim Grenzübertritt nur wenig Früchte, Gemüse und Eier versteckt mitgeführt haben, müssen wir den Vorrat am Strassenrand ergänzen. Haben kurz vor dem Einnachten einen kleinen Disput wegen des Übernachtungsplatzes – es ist schwül und heiss! Können uns dann aber doch einigen. Stehen auf einem grossen Parkplatz bei einer Hühnerfarm etwas von der Strasse zurückversetzt. Zwei Wächter mi Gewehr kommen und fordern uns auf, doch etwas näher ins Licht beim Wachthäuschen zu fahren. Wir befolgen den Rat. Vor dem Schlafen noch Mückenjagd.
6.Feb. - zu MAN nach 'Guayaquil'
So alle zwei Stunden wird das Licht angezündet und ein, zwei Mücken werden blutig an der Wand zerdrückt. Es ist heiss, immer wieder die um den Kopf schwirrenden Mücken und der laute Strassenverkehr – wie soll man da schlafen können?! Stehen daher sehr früh auf, fahren nach ‚Guayaquil‘ und hoffen, die MAN-Werkstatt an der ‚Autopista Duran-Boliche Kilometer 3.5‘ zu finden. Und siehe da, Kaspar ruft: ‚da‘! Haben Glück gehabt, denn mit unserem Wissen vom Stadtplan im Computer wären wir viel weiter ins Zentrum gefahren. Können sofort in den leeren Hof (Werkstatt) einfahren und schon nach kurzer Zeit kommen die Arbeiter. Der techn. Leiter, der Deutsch spricht, nimmt sich des MAN’s an. Die Arbeiten gehen zügig voran. Ersatzteile, welche Kaspar hier als Standard angenommen hat, sind nicht vorhanden (z.B. Keilriemen). Auch den Luftfilter haben sie nicht. Wir fahren anscheinend seit tausenden von Kilometern drei falsche Luftfilter in der Gegend herum - Kaspar ist echt sauer auf MAN in Deutschland! Das EDC-Problem ist lokalisiert. Irgendein Widerstand funktioniert nicht richtig. Morgen noch Ventile einstellen und dann werden wir sehen, ob das EDC-Problem behoben ist. Bigi putzt mit halb vertrockneten WC-Feuchttüchlein den Boden – echt gut, kein Sandkorn mehr! Spazieren zum nahegelegenen neuen, grossen Einkaufszentrum. Essen bei KFC ein Fastfood-Menu. Für 25 Dollar kleiden wir uns neu ein: Bikini und Badehose. Nachher muss die Verkäuferin den ganzen Laden wischen – unsere Schuhe waren so schmutzig vom Matsch am Strassenrand. Uf, in der Schweiz wäre das sehr peinlich! Ziehen bei der Bank noch Dollars, da MAN die Reparatur nur gegen Bargeld ausführt.
Übernachten in der offenen Garage (mit Dach). Geniessen Spaghetti Bolognese und ein Glas Rotwein. Stellen fest, dass wir eigentlich schon mit wenig zufrieden sind, ganz ohne Luxus. Der Nachtwächter kommt und Bigi gibt ihm gleich einen Teller Spaghetti. Kaspar hat heute noch einmal die Dachlucke neu abgedichtet. Weiss beim besten Willen nicht, wo das Wasser eindringt. Unsere Ersatzteilkisten stehen draussen auf dem Boden oder auf dem Dach.
7.Feb. - nochmals ein Werkstatt-Tag
Es ist schwül-heiss. Gestern hat Bigi beim Kochen auf einmal den Bouillonwürfel vermisst. Natürlich wird Kaspar verdächtigt - heute nun findet sie diesen zerdrückt unter dem Bodenlappen. Die Mechaniker stellen die Ventile ein und prüfen die Ölstände. Dann EDC noch einmal kontrollieren. Gestern zeigte der Luft-Einspritzsensor einen Fehler an. Dies würde auch den Dieselrauch beeinflussen. Kaspar muss alles kontrollieren und hinterfragen. Gut hat sich Kaspar in der Schweiz ein wenig mit dem MAN befasst. Wir Zwei fahren mit dem MAN-Mitarbeiter für Besorgungen in die Stadt. Suchen den Vertreter für ‚Mahle-Filter‘ auf. Und siehe da, er hat drei Luftfilter für unseren MAN. Die falschen Filter kauft uns die MAN-Werkstatt für je 25 Euro ab. Die Stadt mache einen guten und vor allem sauberen Eindruck. Eine Gallone (3,7 Liter) Diesel kostet gerade einmal 1.037 Dollar und es hat dementsprechend viel, viel Verkehr. Wir denken, der Dieselpreis und das Verkehrsaufkommen hängen stark zusammen. In der Zwischenzeit haben sie in der Werkstatt das EDC-Problem lokalisiert. Es ist der Sensor, welcher die Luftmenge mischt. Kostenpunkt ca. 600 Dollar! Bei der Klimaanlage im Fahrerhaus ist der Wärmetauscher undicht – nochmals rund 350 Dollar. Es kann nicht genug kosten. Morgen also nochmals ein Werkstatt-Tag. Alle Ersatzteilkisten und sonstiges Material auf dem Dach und im Stauraum verpacken. Nachher muss Kaspar echt duschen und die schmutzigen Klamotten waschen.
8.Feb. - wann das nur gut kommt!
So eine Sintflut haben wir noch nie erlebt! Der Regen fing um 20 Uhr an und hörte morgens 9 Uhr auf. Alle Dächer sind undicht und die halbe MAN steht unter Wasser. In der Zeitung steht die Regenmenge für Guyaquil: 113 cm pro Kubikmeter – man stelle sich dies vor! Die Klimaanlagen-Chefin kommt mit drei Handlangern. Sie legt selber Hand an und demontiert unser Cockpit komplett. Wenn das nur gut kommt! Der Wärmetauscher ist nach einer Stunde ausgebaut und alle fahren ins Geschäft um diesen zu reparieren bzw. einen Neuen zu organisieren. Wir machen ein zweites und feinmaschiges Mückennetz unter die grosse Dachlucke. Diese Nacht war wieder blutige Mückenschlacht. Mit dem gesaugten Blut könnte man glatt eine Bluttransfusion machen! Auf jeden Fall müssen Decke und Wände jedes Mal feucht gereinigt werden. Bezahlen die MAN Service- und Reparaturrechnung, natürlich alles ‚cash‘ und in zwanziger Dollarscheinen. In der Schweiz kostet dies vermutlich das Dreifache. An der Strasse haben die Bauarbeiter einen Graben für das Wasser geöffnet, daher hat es auf dem ganzen MAN-Areal kein Wasser. Am Mittag kommt ein Tankwagen mit 40‘000 Litern. Am Mittag nimmt uns Manuel mit dem Auto ins nahe Shoppingzentrum. Nach drei Stunden gibt’s auf dem Areal bereits kein Wasser mehr, alles ist irgendwo im Boden versickert! Die Leute sind zurück mit dem Wärmetauscher. Klimaanlage wird eingesetzt, alle Drähte im Cockpit zusammengefügt. Juhui, die Klimaanlage funktioniert - aber die Lüftungsschalter noch nicht! Also nochmals alles neu zusammenstecken. Bigi sieht, dass der Reifendruck hinten rechts nicht in Ordnung ist. Kaspar kontrolliert: wir haben einen Nagel eingefangen!
Die MAN-Leute sind so nett und bringen uns zu einem Vulkanisierer. In einem dreckigen Hinterhof wird der Reifen innert 50 Minuten demontiert und repariert. Wir denken, dies war schneller als in der Schweiz mit Maschinen. Kosten US$ 10!.Fahren zurück zu MAN und übernachten nochmals hier. Unterwegs merken wir, dass die Klimaanlage mit warmem Motor heizt, super! Kaum unter dem Dach, fängt es wieder sintflutartig an zu regnen. Wenn das kein Timing war! Beim Schliessen einer Aussenklappe hat sich Kaspar soeben eine riesige ’Schramme‘ an der Stirn zugefügt und es blutet stark. Wir sind ‚nudelfertig‘!
9.Feb. - wollen endlich wieder auf die Strasse
Luftdruck des Reifen kontrollieren und Druck auf 6,2 Atü reduzieren. Die Klimaspezialisten müssen nochmals kommen und innert zwei Stunden funktioniert alles einigermassen. Verabschieden uns und fahren nach ‚Punto Inca‘, dann über einen Pass von 4200 m Höhe nach ‚Cuenca‘. Es regnet stark und ist neblig. 30 km vom Meer sind wir bereits im Urwald. Im Nationalpark ‚Caja‘ gibt es über 200 kleine Seen. Überall werden Forellen verkauft – wir haben leider schon gegessen. In ‚Cuenca‘ suchen wir die ‚Cabanas Yanuncay‘. Haben lediglich die Koordinaten. Nach einigem herumirren und fragen finden wir dieses grosse, schräge und sumpfige Gelände. Der Besitzer spricht etwas Deutsch (war in Bern). Von hier in die Altstadt soll es nur 20 Minuten zu Fuss sein. Flüchten wieder einmal vor den Mücken ins Wageninnere.
10.Feb. - 'Cuenca'
Gerade ein Kilometer um die Ecke ist eine Wäscherei. Bummeln Richtung Innenstadt. Zuerst aber für Kaspar das Wichtigste: Haare schneiden! Kaspar überschwatzt Bigi auch für einen neuen Haarschnitt. Sie ist nicht ganz zufrieden mit den Fransen. Telefonieren noch nach Hause. Wir können vom Handy keine SMS schicken, nur empfangen. Besuchen das Museo ‚Sombrero‘ und treffen dort auf die Leute der ‚Seabridge‘-Gruppe. Probieren verschiedene Panamahüte, aber Keiner ‚haut uns aus den Socken‘. Ist Massenware. Am Hauptplatz besuchen wir die neue (1885) und alte (1557) Kathedrale. ‚Cuenca‘ und überhaupt Ecuador ist sehr sauber, alles sehr gepflegt, die Häuser qualitativ relativ gut gebaut. In einem schönen Kolonialstil Restaurant essen wir guten Fisch. Im Touristenbüro empfehlen sie uns den Panamahut-Laden ‚Som Val‘. Kaspars Wunsch soll in Erfüllung gehen: er steht da mit einem feinen und teuren Panama-Hut (240 Dollar). Bigi findet für sich nichts Passendes. Inzwischen sind auch Lucette und Dirk sowie Monika und Wolfgang eingetroffen.
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11.Feb. - grösste Incaruinen Ecuadors 'Ingapirca'
Verabreden uns mit Monika und Wolfgang am 15. Februar um 10 Uhr beim Hotel Hilton in ‚Quito‘. Wir wollen zusammen ins Reisebüro gehen und hoffen, dass die vier Schiffs-Plätze für die Galapagos Inseln noch verfügbar sind. Kurze Strecke bis ‚Azorgues‘. Hier soll ein spezieller Samstagsmarkt stattfinden, wo Panamahüte erhältlich sein sollen. Es gibt zwei Märkte in diesem Ort. Besuchen Beide, aber es gibt nur Obst und Gemüse. Auch stehen viele Frauen mit grossen Mehlsäcken da und verkaufen: Hasen, Hühner, Meerschweinchen, Gänse, Küken, kleine Hunde und Katzen.
Weiter zu den grössten Inca-Ruinen von Ecuador ‚Ingapirca‘. Ohne zu wenden geht bei uns nichts, aber schlussendlich sind wir da. Beim Eingang wird man immer nach der Nationalität gefragt. Als wir sagen ‚Suiza‘, sagt der Wächter: Herisau! Wir müssen lächeln, denn auf der Hinfahrt haben wir zueinander gesagt, dass die Landschaft wie das Appenzellerland aussieht. Es regnet stark und alles ist im Nebel eingehüllt. Kaspar ist zu faul, richtige Schuhe anzuziehen. Im Ruinenfeld geht es noch einigermassen, aber dann auf dem Rundweg ist es sehr glitschig und sumpfig. Natürlich haut es ihn fürchterlich auf den Arsch. Die Hosen stehen vor Dreck, aber sonst alles okay.
Auf diesem Weg gibt es eine spezielle Felsformation, die mit der natürlichen Bewachsung wie ein Inkagesicht aussieht. Übernachten auf dem Besucherparkplatz. Werden bewacht von ein paar Lamas und dem Wächter. Übrigens, wir sind wieder auf 3100 m.ü.M. und es ist recht kalt.
12.Feb. - Zugfahrt von 'Alausi' zur Teufelsnase
Stehen früh auf und fahren die 150 km bis nach ‚Alausi‘. Die gute Strasse führt durch hügelige Landschaft. Landwirtschaft bis zu den höchsten Höhen. Alles äussert grün, sauber und fruchtbar.
In ‚Alausi‘ ist Sonntagsmarkt. Zuerst suchen wir den Bahnhof, um die Tickets für die Zugfahrt ‚Alausi – Sibambe‘ um 11 Uhr zu kaufen. Gehen noch auf den Gemüsemarkt. Es herrscht ein buntes Treiben.
Von weit her kommen die Bauern um zu verkaufen und natürlich auch einzukaufen. Zurück zum Bahnhof, Pass und Tickets registrieren lassen und in den schön restaurierten Eisenbahnwagen einsteigen. Die Fahrt über die Teufelsnase dauert 35 Minuten, dann eine Stunde Aufenthalt in ‚Sibambe‘. Es tanzt eine Gruppe Einheimischer und es gibt Gelegenheit, Souvenirs vom Dorf einzukaufen - ‚fair trade‘ Tee. Nachher wieder mit dem Zug zurück nach ‚Alausi‘. Der Zug überwindet in 15 km einen Höhenunterschied von 500 Metern. Um dies erreichen zu können, haben die Ingenieure einen Trick angewandt: Die Bahn überwindet eine Höhe und fährt dann auf ein Stumpengeleise; hier wird die Weiche für die nächste Steigung gestellt, und weiter geht es rückwärts hinauf resp. hinunter und dies drei Mal. Der Name ‚Teufelsnase‘, weil hier 1200 Jamaicaner beim Bau der Bahn durch Gelbfieber, Malaria und Unfälle umgekommen sind. Ein technisches Meisterwerk: Baubeginn 1850, Einweihung der Teilstrecke 1908, Fertigstellung bis ‚Quito‘ erst 1960! Seit ein paar Jahren ist die Bahnstrecke von ‚Guayaquil‘ nach ‚Quito‘ wegen eines Erdrutsches unterbrochen. Soll bis 1. Dezmber 2012 wieder vollständig in Ordnung gestellt sein.
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Am späteren Nachmittag fahren wir via ‚Riobamba‘ nach ‚Banos‘, einem Touristen- und Wallfahrtsort am Fuss des noch immer speienden Vulkans ‚Tungurahu‘ (5023 m). Der Vulkan brach letztmals 1999 aus und begrub den Ort unter einer Aschewolke. Der Ort wurde evakuiert, Soldaten kamen und plünderten. Diie Bevölkerung setzte sich zur Wehr und eroberte ‚Banos‘ friedlich zurück.. Im Reiseführer sind viele gute Restaurants empfohlen. Gehen zum Italiener Pizza essen. Wieder einmal ein Abend mit touristischem Ambiente!
13.Feb. - wandern und relaxen
Wir müssen unsere Knochen wieder einmal bewegen und den Puls aktivieren. Packen den Rucksack. Zuerst sehr steil zum Aussichtspunkt ‚Bellavista‘. Kaspars Panamahut (billige Ausgabe) wird vom Winde verweht. Er steigt über den Stacheldrahtzaun um ihn zurück zu holen. Dann weiter den Berg hinauf zum Hotel Runtun. Der Wanderweg ist äusserst schlecht, glitschig und sehr steil. Fantastische Aussicht auf ‚Banos de Agua Santa‘. Dann den Panoramaweg zur Stadtheiligen ‚Virgin de Ventunas‘ und über viele Treppen wieder hinunter in den Ort. Von oben hat Bigi den gelben Mercedes gesichtet und wir treffen Monika und Wolfgang auf der Strasse. Sie kommen auch ins ‚Hostal Monte Selva‘ zum Übernachten. Dann ins Hoteleigene SPA mit Swimmingpool, schwefelhaltigem Thermalbad und Jacuzzi. Bigi gönnt sich noch eine 45-minütige Körpermassage.
Abends noch einmal zum Italiener, denn gestern hat am Nebentisch ein Gast ein ‚Filet Mignon mit salsa crema Champignons‘ gegessen und nicht mal stark gekaut. Bestellen Beide dieses Menu und sind begeistert. Zartes Filet wie ‚anno dazumal‘ in Argentinien. Von Peru her sind wir uns eigentlich nur zähes Fleisch gewohnt.
14.Feb. - via Jeans-Meile nach 'Quito'
Fahren über ‚Ambato‘ nach ‚Quito‘. In ‚Pelileo‘ kaufen wir billige, neue Jeans. Hier ist das Zentrum für Jeansherstellung. Ein Geschäft reiht sich an das Andere – die Jeans-Meile genannt. Leider sehen wir auf der Weiterfahrt die hohen Vulkane nicht, denn die Wolken hängen tief. Die Hauptstadt ‚Quito‘ ist in einem langengezogenen Tal (40 km) eingebettet. Bigi lotst Kaspar quer durch die Stadt vorbei am historischen Zentrum. Finden den Treffpunkt ‚Hotel Quito‘ relativ einfach. Wolfgang und Monika warten bereits am Strassenrand. Parkieren und fahren mit dem Taxi zum Reisebüro ‚Transcord‘. Vorher schauen wir uns noch einen ruhigen, gesicherten Parkplatz an und reservieren für die zwei Camper. Im Reisebüro (9. Stock) angekommen erwartet uns bereits Frau Frank. Die Buchung für die Galapagos-Tour mit der Yacht ‚Tip Top II‘ wird getätigt und bezahlt. Das ganze ‚Last Minute‘ Arrangement inkl. Flug kostet pro Person US$ 2‘275 (anstatt 3‘900). Für die Rückfahrt müssen wir lange am Strassenrand in der kalten Abendluft winken. Endlich hält ein Taxi und bringt uns zurück. Dann geniessen zum Valentinstag die Migros-Florentiner, die Bigi von Regula zu Weihnachten geschenkt bekam.
15.Feb. - Vorbereitungen für 'Galapagos'
Morgens kommt Frau Frank und bringt uns den Voucher für das Schiff und leider nur zwei Flugtickets für Wolfgang und Monika. Unsere Flugtickets für den Flug morgen Donnerstag sind noch nicht bestätigt. Monika kommt von der Mercedes-Werkstatt zurück. Frau Frank erzählt uns ihre interessante Lebensgeschichte. Sie ist 68-jährig und möchte ihre Reiseagentur aufgeben, weiss aber nicht wie. Kaspar gibt ihr hoffentlich einige gute Tipps aus eigener Erfahrung. Nun fahren auch wir zusammen mit Monika zu Mercedes. Leider hat sie nicht gut aufgepasst. Nach einem Kilometer haben wir uns bereits hoffnungslos verfahren. Es geht durch einen langen, mit viel Verkehr verstopften Tunnel in die Unterstadt von ‚Quito‘ und ebenso steil wieder hinauf in die Oberstadt. Dank Bigi und dem Stadtplan finden wir Mercedes doch noch. Hier können wir auf einem schrägen, aber sauberen Werkhof übernachten und das Fahrzeug während unserer Galapagos-Tour sicher stehen lassen. Kaspar organisiert die Reparatur an der Aussenwand (siehe 16. Dez. 2011). Da wir bis 16 Uhr noch keine Flugtickets für morgen in den Händen halten, greift Kaspar zum Natel. Um 18 Uhr sind die Koffer gepackt und die Flugtickets endlich da – wir freuen uns mega!
16.-24.Feb. - Galapagos (s. separaten Bericht)
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24.Feb. - Überraschungen in Quito
Nach der erholsamen 8-tägigen Kreuzfahrt um die Galapagos Inseln landen wir mit vielen Erinnerungen und Fotos im Gepäck in Quito. Sogleich fahren wir zur Mercedes Werkstatt. Dort angekommen geht Bigi gleich über die Strasse um mit Mami zu telefonieren. Kaspar schleppt das Gepäck nach hinten zum Camper. Oh Schreck, wo ist der Fotoapparat. Er rennt – so schnell wie noch nie – zurück zum Taxi, der am Einbiegen in die Strasse ist. Stopp! Kaspar findet seinen Fotoapparat unter dem Sitz. Ist noch einmal gut gegangen – alle Fotos der Galapagos Tour! Beim Camper kommt die zweite Überraschung: unser Loch in der Aussenwand, das wir mit dem Tischset ‚Schweiz‘ überklebt hatten, ist einfach mit einem Blech und vier rostenden Schrauben überdeckt worden. So ein Pfusch! Wolfgang ist auch entsetzt: sein Auto ist auseinandergeschraubt und die bestellten Ersatzteile von Deutschland werden erwartet, was bis 4 Wochen dauern kann. Ausserdem ist die eine Aussenseite ganz mit Hydrauliköl vollgespritzt und nicht etwa gereinigt! Im Eilschritt gehen wir alle zusammen ins Büro und ‚auf den Deutschen los‘. Dieser schaut sich die Bescherung an und spricht mit den Mechanikern ‚ein Wörtchen in Spanisch‘. Jetzt geht die Arbeit hoffentlich gut weiter. Bei uns kommt morgen ein Polyester-Spezialist um das Loch fachmännisch zu reparieren. Kurz einkaufen im nahen Shoppingcenter. Wir laden Monika und Wolfang zu uns zu Spaghetti und einer Flasche Rotwein ein. So können wir die Galapagos Tour und die Überraschungen mit einem Schwatz besser verdauen!
25.Feb. - Sightseeing 'Quito'
Monika und Bigi suchen mit dem Taxi eine Wäscherei und gehen ins Internetkaffee. Wolfgang und Kaspar beaufsichtigen das Fortschreiten der Arbeiten. Der Polyesterspezialist ist hier und es scheint eine anständige Reparatur zu geben. Und tatsächlich, die Reparatur ist innert einem Tag gut gelungen und kostet lediglich US$ 209.20 - auch sagt keiner mehr etwas von 10 Dollar/Tag Übernachtungsgebühr.
Also mit dem Taxi in die Altstadt. Der Taxifahrer ist gesprächig und erzählt uns während der Fahrt viel Interessantes. Er bietet uns für 5 Dollar eine Zusatzschlaufe zum Aussichtpunkt ‚el Panecillo‘ an. Hoch über der Stadt thront ein riesiger Engel und blickt über die Stadt.
Dann hinunter ins Zentrum. Wie üblich in Südamerika sind alle wichtigen Prunkbauten um einen grossen Platz: die Kathedrale, das Stadthaus, der Bischofssitz und das Regierungsgebäude des Präsidenten von Ecuador.
Besichtigen die Kathedrale und nachher das Highlight von Quito, die Kirche ‚la Companio‘. Diese Kirche beeindruckt durch viel, viel Gold. 7,7 Tonnen sollen hier bei der Renovation nach dem Erdbeben 1986 verbaut worden sein.
‚Fotografieren verboten‘. Aber für Kaspar gilt dies nicht! Dann noch die Kirche ‚San Francisco‘. Im Shop schauen wir uns die schönen Handarbeiten von Peru an und kaufen Briefmarken. Wir müssen so viele Briefmarken auf die Postkarten kleben, dass ein Teil des Textes nicht mehr zu lesen ist, aber Name und Adresse sieht man noch.
Dann Einwurf in einen gelben, alten, Schweizer Briefkasten - alle alten Briefkästen wurden Ecuador von der Schweiz 2011 geschenkt! Müssen um 17 Uhr spätestens bei Mercedes sein um die Rechnung zu begleichen.
Danach fahren wir nochmals in die schön beleuchtete Innenstadt. Essen im legendären Restaurant ‚Hasta la vuelta, Senor‘ (Legende auf ‚Father Almeida‘, der nachts jeweils aus dem Kloster geschlichen sein soll). Nachher in die Ausgangmeile von Quito ‚Calle de la Ronda‘. Hier drängen sich viele Leute durch die Strasse, viele Beizli. Krimskrams-Läden und laute Musik.
26.Feb. - wieder Camper-Leben
Nach dem Bereitstellen des MAN verabschieden wir uns von Monika und Wolfgang. Wir hatten eine gute Zeit zusammen, aber voraussichtlich treffen wir uns nicht mehr. Denn wir wollen schneller in ‚Cartagena‘ in Kolumbien sein. Sie aber haben noch jede Menge Zeit. Uns zieht es noch einmal in den Amazonas. In Ecuador heisst die Region ‚Amazonien‘. Die Fahrt aus der Grossstadt heraus ist etwas stressig mit kleinem Ehekrach. Zuerst will Kaspar nicht auf die uns bekannte Strasse abbiegen, da ein LKW-Verbot für den Tunnel ist. Bigi sagt aber, dass wir ja vor einer Woche hier ohne Probleme durchgekommen sind. Also grossen Kreis fahren und von der anderen Seite durchs kleine Tunnel (ohne LKW-Verbotsschild!) in den grossen Tunnel. An der Zahlstelle nach dem grossen Tunnel werden wir prompt von einem Security-Beamten gestoppt: LKW-Verbot im Tunnel! Mit dem Handy macht er ein Foto des Nummernschildes und avisiert die Polizei. Wir erklären: ‚sind ein Wohnmobil, kein Camion‘. Dies gilt aber anscheinend hier nicht. Auf unserer gefahrenen Route war kein LKW-Verbot. Wir stellen uns dumm, dümmer am dümmsten. Bigi versucht nicht zu fliessend Spanisch zu sprechen. Die Zeit vergeht und das Blatt wendet sich: er zeigt uns den Weg und wir dürfen weiter fahren ohne einen Cent bezahlen zu müssen. Wie schon öfters in Südamerika: Paciencia (Geduld)! Mit noch ein paarmal wenden finden wir endlich die richtige Strasse ‚E28‘ nach ‚Pilo‘ und ‚Papallache‘ (Thermen). Da heute Sonntag ist verzichten wir auf ein Bad in den Thermen mit den vielen Leuten. Fahren weiter nach ‚Baeza‘, links in den Nationalpark’ Cayambe-Coca‘ zum grössten Wasserfall ‚San Raphael‘. Ein Kaskadenwasserfall von 150 m Höhe und 40 m Breite.
Imposant, aber kein Vergleich mit ‚Igazu‘. Zwanzig Kilometer oberhalb bauen die Chinesen für Ecuador einen Staudamm. Danach soll sich die Wassermenge des Wasserfalles um 30 Prozent verringern. Es ist erst 16 Uhr und so fahren wir wieder ein Stück zurück bis ‚El Chaco‘. Bei den schönen Restaurants am Strassenrand dürfen wir nicht übernachten, Bigi muss also selber kochen. Stehen am Strassenrand vor einem Sanitätsposten und vis-a-vis die Polizeistation. Nicht gerade ruhig, aber es scheint uns eine gute Alternative.
27.Feb. - Fahrt durch 'Amazonien'
Zurück bis ‚Bueza‘ und dann die ‚EC45‘/Amazonia Richtung ‚Tena‘. Unterwegs möchten wir noch die ‚Cuevas Jamandi‘ besuchen. Aber hier geht alles nur mit Gummistiefel, kriechen, unterirdisch schwimmen etc. – wir fühlen uns nicht mehr so jung, dass wir dieses Abenteuer brauchen. Weiter durch Regenwälder und sekundär Urwald bis ‚Puya‘ (900 m.ü.M.). Von hier geht eine gute Strasse mit einigen Tunnels wieder hinauf nach ‚Banos‘. Auf der regennassen Strasse talabwärts kommt Bigi ins Rutschen. War Öl auf der Strasse, schmierig oder war es die Retarderbremse? Wir wissen es nicht. Bigi chauffiert den MAN fachgerecht, mit nur kleinen Korrekturen und wir rutschen zick-zack in der Strassenmitte. Zum Glück kommt kein Gegenverkehr. Alles in allem: Bewahrung! In ‚Banos‘ fahren wir zu den ‚Piscinas del Salado‘, die uns das letztemal vom Aussichtpunkt oben einen guten Eindruck machten. Ein Bad im angenehm warmen Thermalwasser tut gut! Arbeiten noch zwei Stunden an der Homepage ‚Galapagos‘. Bummeln durch die vielen Souvenirläden in ‚Banos‘ und kaufen zwei Panamahüte mit Schachteln für Tabea und Annina. Diese Hüte kann man einrollen und so praktisch verstauen.
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Übrigens haben wir heute ein geniales ecuadorianisches Projekt gesehen: auf einer Länge von ca. 20 km standen am Strassenrand, in jedem Weiler und Dorf, kleine, saubere und offene Häuschen mit Toilette, Abwaschtrog und Wasserhahn – also Frischwasser für ALLE! Super Idee und vorfabriziert.
28.Feb. - schon wieder EDC?!
Schuften den ganzen Vormittag an unserer Homepage. Diesmal schreiben wir nicht viel, aber bearbeiten und heraussuchen der besten Fotos braucht auch seine Zeit – hoffentlich surfen einige Fans darin. Zum Glück klappt heute das Aufladen der Homepage und so fahren wir mittags weiter nach ‚Ambato‘. Auf der Fahrt kommt die EDC-Warnlampe wieder, vorerst nur im niedrigen Tourenbereich – Scheisse! Glück im Unglück, denn in ‚Ambato‘ haben wir das letzte Mal auf der Durchfahrt die MAN-Werkstatt gesehen. Also nichts wie hin! Es ist Lunch-Zeit und so warten wir zuerst mal eine Stunde auf den Mechaniker. Als er kommt lokalisiert er den Fehler im neu eingebauten Luftsensor. Er demontiert diesen und es ist schnell klar, wo der Fehler liegt: der Sensor und der Luftansaugstutzen sind stark verschmutzt. Er reinigt alles, spannt die Keilriemen nach (sie pfeifen in kaltem Zustand) und wechselt die defekte Birne des Standlichtes. Motor starten und siehe da, EDC leuchtet nicht mehr auf. Juhui, aber wie lange?! Jetzt weiss Kaspar auch wie diese Reparatur geht. Weiter noch bis ‚Lasso‘ (100 km vor Quito). Auf der Durchfahrt in der Glacé-Stadt ‚Salcedo‘ ist einkaufen ein MUSS. Alle Glacé sind gleiches Fabrikat, 100 % natürlich, ohne Konservierungsstoffe und pickelhart. Das Glacé wird in einen Becher gefüllt, ein ‚Stängeli‘ reingesteckt und gefroren. Schmeckt gut! In Lasso suchen wir den Übernachtungs-Tipp, was sich als Reinfall entpuppt. Wir sollen den Einzelzimmerpreis von US$ 38 bezahlen. Wir winken ab und zwei Kurven weiter vor der grossen Mauer der berühmten ‚Hacienda La Ciénega‘ übernachten wir ‚gratis‘. Die Hacienda ist die Älteste von Südamerika, das Mobiliar stammt aus dem 19. Jahrhundert. Hier logierte Sir ‚Humboldt‘ (nach ihm wurde der Meeresstrom genannt).
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29.Feb. – Äquator 0°00.00 Nord
Leider verhüllt sich auch heute der Vulkan ‚Cotopaxi‘ in den Wolken. Müssen quer resp. längs durch ‚Quito‘, aber dieses Mal auf der Ostumfahrung – im Morgenverkehr, einige Baustellen, viel ‚Drängeln‘, Geduld, immer schön brav auf der ‚Panamericana Norte‘ - und dann 20 km westlich zum Museum ‚Mitad del Mundo‘ mit Aussichtsturm und touristischem Dorf. Infolge falscher Vermessung steht das Museum 260 m neben der Äquatorlinie, wissen jedoch nicht auf welche Seite.
Nun 60 km weiter zum ‚Äquator Monument‘. Hier bekommen wir interessante Erklärungen eines Mitarbeiters der privaten Organisation ‚Quitsato‘ über Äquator, Sonnenstand 21. März und 21. September. ‚Quitsato‘ möchte eine neue Weltkarte ‚Ost nach West‘ anstelle der jetzigen ‚Nord nach Süd‘ herausgeben, denn so sei die richtige Darstellung!
Seit 14.14 Uhr - Kilometerstand 102‘097 - sind wir wieder auf der Nordhabkugel und es geht Richtung ‚nach Hause‘. Wollen noch bis ‚Otavallo‘ und morgen dann bis zur Grenze zu Kolumbien.





































































