Oktober 2008

1. Oktober - Kaspar's Geburtstag

Kaspar hat heute Geburtstag und schon früh am Morgen viele SMS und zwei Telefonate. Cool! Muss heute nicht sooooo viel arbeiten. Suchen ein Kaffee für Croissant und Kaffee. Aber oha, es gibt eine kurze Wanderung in die Stadt, da alles geschlossen. Dann Fahrt nach Carnace, wo wir die weltweit grösste Megalith-Anlage ‚les Alignements de Carnac‘ besuchen – Asterix und Obelix mit ihren Hinkelsteinen lassen grüssen. Es ist wahnsinnig, was hier 4000 – 2000 v. Chr. für ein Steinbruch in Reih und Glied aufgestellt wurde. Bis heute weiss niemand, was diese grossen Steinfelder (4000 Steine bis 6 m hoch) bedeuten sollen. Jetzt nach Vannes, wo wir die Kathedrale, Stadtmauer und Waschhaus besuchen. Das Wetter wird immer schöner so dass wir am Hafen einen alkoholfreien Apéro zu uns nehmen. Fahren zum Stellplatz etwas ausserhalb und feiern Kaspar’s Geburtstag in einem schönem Restaurant mit gutem Essen (für Kaspar ein Steak und Fisch für die Frauen). Kaspar war bisher kein Liebhaber von französischen Weinen, aber dies könnte sich ja ändern (siehe Whisky).
Kaspar’s Geburtstagsgeschenke: von seiner Schwester einen Sack Bretonische Guetzli und von Bigi Obelix mit Hinkelstein en miniature.

2. Oktober - Abreise von Brigitte

Fahrt nach St. Nazaire, wo wir uns nach den TBV-Verbindungen nach Zürich für Brigitte erkundigen und gleich buchen. Es wird gepackt und noch etwas gegessen und Brigitte fährt noch am gleichen Tag mit dem TGV nach Paris und morgen weiter in die Schweiz. In letzter Minute fragt Bigi, ob sie denn ihre Sachen aus dem Safe geholt habe. Oh Schreck, beinahe ohne Pass und Wohnungsschlüssel in die Schweiz gefahren! Ab sofort muss Brigitte wieder selber denken! Wir zwei beschliessen noch etwas Kilometer zu fressen und fahren nach La Rochelle, wo wir auf dem Park + Ride Campingstellplatz übernachten (5 Euro inkl. 2 Bustickets in die Stadt – alle 10 Minuten!).

3. Oktober - Regen prasselt auf's Dach

In der Nacht prasselt der Regen auf’s Dach, es blitzt und donnert! Mit dem Gratisbus fahren wir in die Innenstadt von La Rochelle. Bummeln zum Hotel de Ville, der alten Markthalle, alten Fischerhafen entlang und mit einem kleinen Boot zur anderen Hafenseite. Das Wetter, oh Wunder, hat sich zum Sonnenschein gewandelt. Hier ändert das Wetter sehr rasch – keine einfache Sache für die Wetterprognose! Fahren direkt über normale Strassen nach Cognac, wo wir die Brennerei ‚Otard‘, gegründet 1795 besuchen. Natürlich dürfen wir am Schluss der Führung Cognac probieren. Die Herstellung von Cognac ist ähnlich wie beim Whisky, anstatt Gerste werden jedoch weisse Trauben verwendet.

4. Oktober - St. Emilion

Nach einer kalten Nacht (Morgentemperatur aussen 7, innen 13 Grad C!) fahren wir durch viele schöne Rebberge – Bigi kann den Duft der Cognactrauben von der Konditorei Klaus aus Bülach fast riechen - nach nach St. Emilion. Ein schönes gemütliches Weinstädtchen am Hügel angelegt mit Glockenturm, welchen wir besteigen und dadurch eine fantastische Sicht über die flachen Rebberge haben. Wir degustieren diverse Weine. Hier in der Region wird vor allem Merlot und etwas Cabernet Trauben angebaut - 900 Weingüter, alle Chateau genannt ! Die Preise für eine Flasche starten in der Aktion bei Euro 9.90, durchschnittlich Euro 25.- und Kaspar hat sogar eine für Euro 2‘000.- im Laden gesehen! Wir kaufen keinen Wein, da er uns nicht besonders mundet. Bigi findet dafür ein Geburtstagsschenk für sich in einem speziellen Laden (das Geheimnis wird am 14.10. gelüftet).

Weiterfahrt nach Arcachon via Bordeaux. Wieder einmal verfranzt! Wir fahren quer durch’s Zentrum, Kaspar schimpft und stöhnt, Bigi schiesst Fotos aus dem Fenster und findet den Weg aus dem Chaos heraus. In Arcachon fahren wir zu den grössten europäischen Dünen ‚la Dune de Pyla‘: 3 km lang, 500 m breit und 120 m hoch. Am Abend bei Sonnenuntergang besteigen wir die Dünen über Treppen. Wir haben eine wunderbare Sicht über das Meer und die Pinienwälder. Übernachtet wird auf dem
Parkplatz bei den Dünen.

5. Oktober - La Dune du Pyla

Aufstehen, Dünenwanderung ist angesagt. Rucksack packen und schon geht’s über die 165 Treppenstufen auf die Dünen. Schöne Sicht auf das Bassin d’Arcachon, in welchem Austern gezüchtet werden. Auf der riesigen Düne findet Bigi ein 50 Cent-Stück – oder die Nadel im Heuhaufen. Die 5stündige Wanderung ist sehr anstrengend, wie Neuschnee: 2 Schritt vorwärts, 1 Schritt zurück.

6. Oktober - am Strand

Über Nacht hat es geregnet, aber jetzt scheint die Sonne und es wird ein herrlicher Tag! Wir beschliessen zwei Städte auf unserer Route nicht zu besichtigen und wir fahren direkt zum Strand in Messanges (ca. 20 km vor Biarritz). 26 Grad – wir schwitzen! Bigi hat einen Adrenalinschub pur: als Copilot gibt sie Kaspar Anweisungen (der Weg ist nicht ganz einfach zu finden), und prompt fährt er rechts statt links. Also muss sie heraus klettern und ihn beim Wendemanöver dirigieren. Manchmal fast zum verzweifeln! Wann lernt er endlich links und rechts zu finden! Kaspar holt die Campingstühle hervor und wir wandern über die Düne zum Strand. Sonne pur, einfach herrlich! Bigi geht kurz baden, dann wandern wir dem Strand entlang und sammeln schöne Steine und er Abschluss ist ein Glas Weisswein auf der Terrasse mit Abendsonne und Ausblick auf die Biskaya (hier ist die europäische Wetterküche).

7. Oktober - Spanien und wir fahren falsch

Der Himmel ist mit Schleierwolken überzogen, so dass wir uns zur Weiterfahrt nach Spanien entschliessen. Nehmen die Autobahn, welche wir in St. Sebastian für einen Städtebesuch verlassen. Unglaublich, was alles auf der Strasse transportiert wird - LKW's aus diversen Ländern Europas sind unterwegs.

Aber oha, kein Platz für uns und so flüchten wir aus der Stadt. Erwischen wie fast immer die falsche Ausfahrt und am Schluss wissen wir nicht, wo wir eigentlich sind. Wenn man den Vorwegweiser verpasst, hat man im Kreisel keine Chance, die richtige Ausfahrt zu finden, denn hier gibt’s keine Schilder! Nach kleinen Irrwegen Autobahn Richtung Bilbao, welche wir bei Ausfahrt Nr. 13 verlassen und der Küstenstrasse folgen. Es regnet, es ist kurvig und schmal, Berg- und Talfahrt, keine Fotowetter infolge schlechter Sicht. Fahren via Guernica (diese Stadt wurde im spanischen Bürgerkrieg 1937 von den Deutschen Stukas, Legion Kondor, vollständig zerbombt). Picasso hat ein Riesengemälde gemalt, um ganz Europa zu zeigen, was passiert ist, aber niemand hat es richtig begriffen. Weiter nach Bermeo, einem Touristen- und Fischerdorf – aber alles ist geschlossen – der Küste entlang weiter zur Kapelle ‚San Juan de Gaztelugataxe‘, welche auf einer Landzunge im Meer über einen Felsenweg erreicht werden kann. Eigentlich wollte Kaspar am Morgen die Windschutzscheibe reinigen, aber es wäre wirklich schade gewesen.

Gemütlichkeit im Trockenen

8. Oktober - Bilbao

Es regnet die ganze Nacht und die Weinbergschnecken suchen Zuflucht an unseren riesigen Rädern. Wir nehmen allen unseren Mut zusammen und versuchen die Stadt Bilbao zu knacken. Wir müssen uns zuerst an die Strassenbeschilderungen in Spanien gewöhnen! Man fährt ans Ziel und ist plötzlich an einem andern Ort. Für 100 Millionen Euro wurde in Bilbao das Guggenheim Museum (Einweihung 1997) gebaut.

Aussenhaut aus 31 Tonnen Titanplatten von 0,5 mm Dicke, viel Glas, Stahl und ein wenig Marmorplatten. Alles ist fliessend, rund, ungewohnt aber sehr eindrücklich. Wir kaufen Tickets und bestaunen die verrückte Architektur von Innen. Leider ist der2. Stock geschlossen, da eine neue Ausstellung aufgebaut wird. Im 3.Stock werden Gemälde alter Meister und Handwerkskunst gezeigt. Im Parterre sind grossvolumige, begehbare Stahlplastiken ‚the matter of time‘ von Richard Serra ausgestellt. Alles verdrehte Ellipsen und am Schluss sind auch wir verdreht. Auf jeden Fall ist es uns nach dem Besuch trümmlig, wie seekrank. Anschliessend Bummel durch Bilbao. Die U-Bahn-Eingänge sind von Normen Foster gestaltet. In einer alten Bar trinken wir Espresso – hier in Spanien wird wieder in Restaurants geraucht, und nicht wenig, oh je! Bei strömendem Regen über die Autobahn direkt nach Santillana del Mar. Ein kleines hübsches, altes, touristisches Städtchen und wir leben wieder auf, denn inzwischen scheint ein wenig die Sonne! Abends auf dem Camping erwartet uns Arbeit: 2 Maschinen Wäsche. Beim letzten Gang zum Tumbler um 23.00 Uhr giesst es wieder aus Kübeln. Kaspar geht mit Windjacke und Plastiktüten los ……… und Bigi liest im warmen Bett (es gaht halt nüt über de beschti Husma vo Feldbrunne. Kaspar's Kommentar: de Zweitbescht, de Bescht hät d'Katz gfrässe!

9. Oktober - Santillana del Mar, Höhlen Altamira

Gespräch mit einem GB-Holländer über Camping in Spanien, Finanzen und die Welt. Dann mit Rucksack gefüllt mit Picknick und Computer zu den 3km entfernten prähistorischen Felszeichnungen (18‘000 v. Chr.) von Altamira. Da die Originalhöhle durch den enormen Besucherstrom in Mitleidenschaft gezogen wurde und dadurch stark gefährdet ist, ist diese geschlossen. Es wurde ein wirklich interessantes Museum in Sichtweite der Höhle gebaut mit einer originalgetreuen Nachbildung der Höhle mit allen Felszeichnungen. Auch hat man viele Gegenstände aus dieser Zeit gefunden und gut verständlich ausgestellt. Zu Fuss zurück nach Santillane del Mar, wo wir versuchen die Homepage aufzuladen. Schlussendlich in der Lobby des Parador Hotels gelingt es. Einige lokale Spezialitäten kaufen und zurück zum Camper, wo wir die Abendsonne geniessen.

10. Oktober - Picos de Europa

Über die Küstenstrasse Nr. 131 nach San Vincente, einem kleinen Fischerhafen. Kaffee und ein Stück Tortilla de Patatas zum Znüni. Durch die spektakuläre Schlucht des Filadero de la Hermida via Potes nach Fuente Dé und mit der kleinen Luftseilbahn (Schweizer Fabrikat) auf den Picos de Europa. Von 1030 m auf 1823 m führt die Seilbahn ohne Mast zum Gipfel - vergleichbar mit Säntis. 3-stündige Wanderung mit schöner Rundsicht und prächtigem Herbstwetter. Sehen Dolen, mehrere Adler, Geckos und einen Steinbock.

In der schönen Abendstimmung Weiterfahrt über den Passo San Glorio (1809 m), sehr schmal mit vielen Kurven und zum Glück mit wenig Verkehr. Auf der Talfahrt plötzlich ein Tunnel mit Höhe von 3,70 m (wir 3,80). Oh Schreck, Bigi steigt aus und wir passieren ganz knapp. Zum Glück sind wir keine Greenhörner mehr wie in Italien und wagen es. Alles andere wäre nicht denkbar gewesen (mind. 2 km rückwärts fahren bis zur Ausweichstelle und 50 km zurück). Abends stehen wir am Stausee in Riano zum übernachten und pflücken gleich vor der Haustüre die Brombeeren fürs Frühstück.

11. Oktober - ein halbes Jahr gloorontour

11. Oktober - ein halbes Jahr gloorontour
Über den Pass Puerto del Ponton Richtung Meer. Durch eine wahnsinnig schöne Schlucht. Bigi mus enorm aufpassen, dass sie nicht an den überhängenden Felsen hängenbleibt. Die Strasse wird dadurch noch schmaler und das Kreuzen noch schwieriger. Zum Teil müssen entgegenkommende Fahrzeuge zurücksetzen. Irgendwie ist heute nicht unser Tag. In Ribadesella passt es uns nicht, danach verfehlen wir Lutarea und Ribadea ist eine Enttäuschung und der Übernachtungsplatz an einem schönen Strand gefällt und gefällt doch nicht. Bigi wünscht sich für den heutigen Abend ein schönes, gemütliches, zu gleich gutes und preiswertes spanische Beizli in einem alten Fischerdorf. Es kribbelt! Finden ein wenig oberhalb des Strandes ein 4-Stern Hotel mit einem schönen Restaurant und gutem Essen. Zum Abschluss trinkt Kaspar den besten Brandy: 1 Glas, ca. 1 dl für nur 7 Euro! Wir wundern uns über die Essenszeiten in Spanien. Als wir kurz nach 20 Uhr im Restaurant waren, musste der Barkeeper zuerst sein schwarzes Jackett holen und wir waren die einzigen Gäste für längere Zeit. Die meisten Leute treffen so gegen 22 Uhr ein und als wir um 22.30 Uhr müde nach Hause gehen treffen immer noch Gäste ein.

Zwiegespräch seit 6 Monaten:
Kaspar, gaht’s dir guet? - Anwort: ja - Bigi: dänn bin ich ja froh.

12. Oktober - Coruna und Cabo Fisterre

Um 08.00 ist es draussen immer noch dunkel, aber heute schon angenehme 17 Grad. Fahren der Küste entlang bis nach A Coruna. Dort steht der römische Leuchtturm ‚Torre Hercules‘. Trotz Nebel besteigen wir dem Turm und geniessen oben unser Sandwich. Der Nebel lichtet sich und wir haben eine fantastische Aussicht über die Stadt und das Meer. Dann mit einer alten Strassenbahn (wie’s Föfi-Tram in Zürich) zurück ins Altstadtzentrum. Bummel durch die Strassen, sitzen in der Sonne, geniessen das Sonntags-Zvieriplättli und beobachten die Spanier/innen. Dann weiter zum Cabo Fisterre, dem westlichsten Punkt von Spanien (Europa) und zugleich Ende des Jakob-Pilgerweges. Auf unserer Europareise haben wir sicher alle west-, öst- und nördlichsten Punkte angefahren. Da ist immer viel Betrieb.

13. Oktober - Santiago de Compostela

Kurzer Morgenspaziergang zu einem Aussichtsplateau. Kaspar’s Glück: es kommt Nebel auf und so muss er nicht weiter wandern und bekommt stattdessen Frühstück. Die 543 entlang nach Muros. Kurzer Kaffeehalt und dazu ein Stück Empanadas mit Fleisch (inzwischen ist ja schon bald 12 Uhr). Jetzt auf nach Santiago de Compastelo (Endpunkt des St. Jakob Pilgerweges). Die Pilger tragen einen Stab mit einer Muschel und ein Pilgerbuch, das sie abstempeln lassen müssen. Für mind. 100 km zu Fuss gibt’s die Urkunde. Von der Kathedrale sind wir ein wenig enttäuscht, denn wir haben schon schönere und grössere gesehen. Dafür ist die Altstadt mit den kleinen Gassen und Beizli sehr schön und touristisch, vor allem auf die Pilger ausgerichtet. Übrigens, bevor wir nach Santiago kamen haben wir uns vor den Toren der Stadt schon verfahren. Wir wollten nicht in einem Aussenbezirk. Auf einmal mussten wir uns entscheiden, welche Richtung wir fahren wollen. Aber beide Orte wollten wir nicht, wir wollten ins Stadtzentrum! 50% Chance – wir haben schlecht gewählt und mussten auf der zu bezahlenden Autobahn 17 km bis zur nächsten Aus-/Einfahrt weiter fahren. Kaspar am Steuer hat ziemlich geschimpft über die Beschilderung und was das doch für Idioten sind! Nach dem Stadtbummel sind wir über die Autobahn AP9 und später die 550 bis zum Strand kurz vor O Grove. Unterwegs haben wir zufällig eine MAN-Vertretung gesehen und haben zwei Kleinigkeiten prüfen lassen. Super Bedienung und sehr sauberes Werkstattgebäude.

14. Oktober - Bigis Geburtstag

Können die Homepage in einem Paradorhotel in Cambados aufladen. Dann via Vigo nach Portugal und über die N101 nach Braga. Sehr schöne Gegend mit Weinbau, schmucken Häusern und Rebbergen. Fahren direkt zur Kirche Bom Jesus, bekannt wegen ihres barocken Kreuzweges (wirklich fotogen, vor allem bei Postkartenwetter).

Dann weiter nach Guimaraes, einer alten Stadt mit Burg, welche ‚die Wiege Portugals‘ genannt wird. Bummeln durch die verwinkelten Gassen und finden ein schönes Restaurant für das Geburtstagsessen. Zum Glück merken wir, dass in Portugal die Uhren anders ticken als in ganz Europa. Dadurch nimmt sich Kaspar Zeit für einen portugiesischen Haarschnitt. Müssen noch einen Apéro trinken und besichtigen die Kirche am Platz. Wieder einmal geraten wir in die Messe, in welcher ein guter Chor singt. Zum Abschluss ertönt ein ‚happy Birthday‘ für den Priester ……. und natürlich auch für Bigi. Bigi ist mit ihrem Geburtstag rundum zufrieden: viele Telefonanrufe aus der Schweiz (Kaspar zeigt sich heute von der geduldigen Seite), SMS und Mails.

Bigis Geburtstagsgeschenk

15. Oktober - Porto

Besuchen die Residenz des Portugiesischen Präsidenten (wenn er hier in der Region weilt) und gleichzeitig die Burg. Weiterfahrt nach Porto. Finden den wohl einzigen Parkplatz für unser Camperlein, wo wir auch die laute Nacht verbringen. Pünktlich um 14.48 trifft Helene Miethlich mit dem Zug aus Lissabon ein. Wir marschieren durch die Altstadt über die grandiose von Eifel 1892 konstruierte Eisenbahnbrücke. Auf der gegenüberliegenden Seite sind die Portweinkellereien. Wir besichtigen eine der drei in portugiesischer Hand befindlichen Kellerei und degustieren 5 verschiedene Portos. Wir kaufen einen 30-jährigen, welchen man bei uns in Feldbrunnen probieren kann. Die speziellen Schiffe, Rebelos genannt, mit spitzer Front und hohem Heck, brachten die Weine in Fässern aus der Traubengegend Doro in die Kellereien nach Porto (bis 1965, als der Staudamm gebaut wurde). Zurück in die Altstadt, wo wir in einem schönen Jugendstilrestaurant essen.

16. Oktober - Coimbra

Der Küste entlang über Aveiro (wo Bigi dreimal im Kreisel rundherum fahren muss, da ……) und Figueira nach Coimbra. Eine alte Universitätsstadt mit einer wunderschönen Bibliothek aus dem 18. Jahrhundert mit ca. 40‘000 uralten Büchern. Die Bücher sind sehr gut erhalten dank einer Fledermauskolonie, die nachts aktiv ist. Besichtigen auch die alte Kathedrale mit sehr schönem Kreuzgang. Die ganze Stadt liegt an einem Hügel mit sehr engen Strassen. Stehen auf der anderen Flussseite neben dem Busdepot mit Aussicht auf die Stadt.

17. Oktober - Batalha, Fatima

Wir kaufen das erste Mal in Portugal ein und empfinden das Preisniveau als niedrig. Fahren nach Batalha. Hier gibt’s für 6000 Einwohner ein riesengrosses Kloster mit Kreuzgang, wo das Grab des unbekannten Soldaten aus dem ersten Weltkrieg ist.

Weiter zum Walfahrtsort Fatima. Dort soll drei Kindern am 13. Mai 1917 Maria erschienen sein. Der Platz vor der Kirche ist grösser als der Petersplatz in Rom – hier findet an speziellen Feiertagen eine Messe für bis zu 500'000 Gläubige statt! In der neuen Kathedrale haben 7‘000 Leute Platz. Heute ist nicht viel Betrieb. Weiter nach Tomar. Wir sind zu spät für einen Besuch der Templerburg. Besuchen dafür die älteste Synagoge Portugals aus dem 15. Jh. Der Abschluss des Tages ist ein Besuch in der Pizzeria Toskana von Helens Freunden in Fereira do Zezere. Das Essen war gut und gratis (dank Kaspar’s Parkplatz-Wette mit Helene, welche verloren hat).

18. Oktober - Tomar und Obidos

Fahren zurück nach Tomar und besuchen die Templerburg. Unwahrscheinlich gross und schön, vor allem die Kirche ist einzigartig. Alles ist riesig: Kirche, drei Klöster, Essraum, Küche und Bäckerei (neben der Bäckerei befinden sich die einzigen zwei WC-Löcher).

Dann weiter nach Obidos, einem kleinen touristischen Städtchen mit umlaufender Stadtmauer, auf der auch wir unsere Runde drehen. Schöne weisse Häuser, viele Blumen und jedes zweite Haus ist ein Souvenirladen wo alles möglich angeboten wird. Eine lokale Spezialität ist Kirschenlikör, welchen wir selbstverständlich auf Empfehlung von Helene in einem urtypischen Beizli probieren müssen. Dann nach Peniche ans Cabo Carvoweiro, wo wir wieder einmal in Sichtweite des Leuchtturmes campieren.

19. Oktober - Mafra, Sintra, Cabo da Roca

Fahren über die N8 nach Mafra, dem früheren Königspalast mit Kloster – riesig! Hat eine schöne Bibliothek mit ca. 220‘000 Büchern, das Älteste von 1515. Nach Besichtigung der königlichen Räume besuchen wir auch noch die grosse imposante Kirche. Wir haben Glück: um 13.00 Uhr schliesst der Sigrist die Kirche, da er zum Mittagessen geht. Helene erzählt uns viel über die Geschichte Portugals, sie ist ein wandelndes Lexikon. In Portugal dürfen Einheimische und Touristen die Musen am Sonntag bis 14.00 Uhr gratis besichtigen.

Weiter nach Sintra, wo es viele imposante Paläste sehr, sehr reicher Portugiesen gibt. Der Hauptpalast wird von zwei überdimensionierten Kaminen überragt, welche zum Räuchern von Schinken und Würsten der königlichen Familie dienten. Dan Fahrt zum Cabo da Roca. Dies ist der westlichste Punkte Europas. Wieder hat es viele Touristen an diesem schönen Fleck Erde. Weiter der Küste entlang nach Lissabon.Hier stehen wir nun auf einem gut eingerichteten Campingplatz.

20. Oktober - Lissabon

Göttibueb von Helene holt uns mit dem Taxi im Camping ab und fährt uns zu Helenes Wohnung. Nach dem Frühstück geht’s mit dem Elektriko (kleines uraltes Tram) in die Innenstadt von Lissabon. Lissabon wunderschön auf sieben Hügeln erbaut mit ca. 2 – 3 Mio. Einwohnern (Portugal 10,5 Mio.) ist gemütlich und sehr historisch. Besuchen den von einem Schüler von Eiffel 1901 erbaute Turm ‚Elevador de Santa Justa‘ mit Lift, wandern durch verwinkelte Gassen, sitzen an der Sonne und fahren ein weiteres Mal mit dem Elektriko auf den Burghügel. Hier hat man wunderschöne 360 Grad Übersicht über die Stadt. Abendessen in der Innenstadt bei Fado. Fado ist etwas wie eine Schnulze bei uns: Herz-Scherz-Lieder über Lissabon, die Liebe vorgetragen von Fadosängern/sängerinnen, begleitet mit zwei Gitarren, davon eine Portugiesische (8 Saiten). War sehr gut und mit Herz vorgetragen. Zurück mit einem verrückten Taxifahrer zum Campingplatz.

21. Oktober - sightseeing

Treffen Helene in der Innenstadt beim Bahnhof und bummeln zum Flohmarkt (Nähe Panteom). Kaufen eine spezielle Olivenschale. Mit dem Elektriko in die Innenstadt und weiter nach Belém.

Dort besichtigen wir die zwei Wahrzeichen, Torre de Belém und das Entdeckerdenkmal. Besuchen die grosse Kathedrale in mauritischem Stil (gibt es nur in Portugal). Essen die speziellen Chüechli (hauchdünne Blätterteigschale mit einer Art Vanillecreme caramelisiert) in einer 1837 gegründeten Bäckerei. 10‘000 dieser Schleckereien gehen täglich über den Ladentisch. (übrigens: die Chüechli essen wir hier in Portugal fast täglich zum WC-Kaffee)

Der anschliessende Besuch des Kutschenmuseums ist beeindruckend. Die Kutschen vom 15. – 19. Jh. sind in einem bemerkenswert guten Zustand. Prunkvoll geschnitzte Räder und Figuren, mit Leder überzogene Dächer und schöne Stoffe für die jeweiligen Könige und Königinnen. Den Berg hinauf zu einem weiteren Aussichtspunkt mit zwei Windmühlen und zurück durch das neue Schloss zu Helenes Wohnung. Zum Znacht gibt’s ein portugiesisches scharf gewürztes Poulet. Dies ist flach gedrückt, wie wenn es unter die Räder gekommen wäre und wird auf dem Rost gegrillt. Es fängt an zu regnen und telefonisch bekommen wir keinen Taxi. Zu Fuss zur Hauptstrasse wo wir Glück haben und so gelangen wir leicht feucht zu unserem Camper. Ein weiterer schöner Tag geht zu Ende.

22. Oktober - südwärts

Machen uns bereit für die Weiterfahrt. Die Homepage wird aktualisiert und Bigi erhält die letzten Geburtstagsgrüsse. Dann quer durch Lissabon über die Autobahn-Hängebrücke nach Setubal. Hier finden wir die Fähre nicht. Natürlich quer durch die Stadt über eine Brücke, die nur für 3,5 t gestattet ist (die Brücke steht noch). Nach diversen Kehrtwendungen finden wir den Hafeneingang für die Fähre nach Troja. Fahren in die Retortenstadt und kaufen ein. Hier wird gebaut was das Zeug hält. Weiter der Küste entlang auf der N261 nach Melides, wo wir am Strand im Wind stehen. Bigi mudert und trinkt einen Liter Tee.

23. Oktober - Ferien von den Ferien

Bigi hat ihre Erkältung ausgeschwitzt. Wir fahren nach Vila Nova de Milfontes an den Hafen und sitzen in der Sonne. Beschliessen hier am Strand zu bleiben, packen die Campingstühle aus und machen Ferien von unseren Ferien. Lesen ein Buch und lassen uns von der Sonne bräteln. Am Abend können wir das Resultat auf unseren Luxuskörpern bewundern: rot. Kaspar hat am Nachmittag versprochen, Bigi zum Abendessen einzuladen, unter der Bedingung, dass sie ihn nicht mit den nass-kalten Händen anfasst (was für Bigi ja jeweils nach einem Bad im Meer Spass macht, da Kaspar in dieser Beziehung eine ‚Zimperliese‘ ist). Nun ja, wir spazieren zum Strand-Beizli und essen einen Meerfisch vom Grill, lecker! Nach dem Essen meint Kaspar: ‚und was gits zum Znacht?‘

24. Oktober - West-Algarve

Fahren durch kleine Täler gesäumt von schneeweisen Dörfern und Korkeichen. 2/3 aller Weinkorkzapfen in aller Welt stammen heute noch aus dieser Gegend. Jetzt befinden wir uns an der süd-westlichsten Ecke von Portugal und zugleich von Europa. Campen in Sichtweite des Cabo de Vizente oberhalb einer typischen Bucht der Algarve, steile Klippen, feiner schneeweiser Sand, schön blaues Meer. Suchen uns ein windgeschütztes Plätzchen am Strand um zu lesen und unseren Sonnenbrand zu pflegen. Laufen dem Strand entlang und Kaspar findet einen Euro! Unser neustes Hobby: Geld suchen im Sand (siehe 5.10.08).

Campen in Sichtweite des Cabo de Vizente oberhalb einer typischen Bucht der Algarve, steile Klippen, feiner schneeweiser Sand, schön blaues Meer. Suchen uns ein windgeschütztes Plätzchen am Strand um zu lesen und unseren Sonnenbrand zu pflegen. Laufen dem Strand entlang und Kaspar findet einen Euro! Unser neustes Hobby: Geld suchen im Sand (siehe 5.10.08).

25. Oktober - Postkarten-Algarve bei Lagos

Ziemlich gut geschlafen trotz starkem Wind. Fahren zuerst ans Cabo de Vizenten und besichtigen dann dass Fort in Sagres mit der grossen alten Windrose von Heinrich dem Seefahrer. Dann nach Lagos an den Ponte de Piedale. Bizarre Höhlen, Kaminen und Felsen. Machen eine touristische Schifffahrt durch dieses Labyrinth. Sehr schön wie sich das Licht im Meer und in den Grotten spiegelt. Hier ist die Postkarten-Algarve. Auch der Strand, an welchem Bigi schwimmen geht ist herrlich eingerahmt durch diese Felsklippen. Unser Sonnenbrand wird aufgefrischt. Da wir in Lagos mit dem Camper herumirren und keinen Parkplatz- resp. Übernachtungsplatz finden, fahren wir zurück nach Sagres. Treffen auf dem Weg ein französisches Ehepaar ebenfalls mit MAN-Camper älteren Jahrgangs und kommen ins Gespräch. Den Abend verbringen wir zusammen bei einem Glas Wein in unserem MAN.

zwei MAN-Camper begegnen sich

26. Oktober - Rollerfahrt nach Monchique u. Silves

Nehmen wieder einmal den Roller runter und kurven ins Landesinnere die N267 nach Monchique, einem Thermalbadeort in den Hügeln. Hier wachsen viele Korkeichen. In Monchique ist gerade Markt. Bigi erhält neue Schlarpen für 5 Euro und auf wackligen Stühlen essen wir mit weissem Papiertischtuch ein halbes Grillpoulet mit Pommes frites. Weiterfahrt nach Silves. Hier möchten wir das Kork- und Maurenmuseum besuchen. Doch oha, beide sind am Sonntag geschlossen (wir waren ja so clever und sind extra nicht am Montag hingefahren, da dann immer alle Museum geschlossen sind). Darum besuchen wir die Maurische Festungsruine um anschliessend bei portugiesischer Musik ein Eis zu verdrücken. Dann zurück mit dem Roller nach Sagres über die Autobahn, damit wir etwas schneller vorwärtskommen. Kaufen unterwegs noch Brot und Früchte ein. Es wird jetzt früh Nacht (um 18.00 Uhr), da die Uhren um eine Stunde zurückgestellt wurden.

27. Oktober - ein herrlicher Strandtag

Laufen zum Hafen, welcher noch ein reiner Fischerhafen ohne Touristenboote ist. Schauen den Fischern zu, welche gerade Sardinen aus den Netzen nehmen. Dann mit dem Campingstühlen, Wasser, Bikini und Büchern an den Strand. Bigi mit ihrer Erkältung geht natürlich ins Wasser und behauptet, es sei 22 Grad. Wir wetten und Kaspar gewinnt wieder einmal: es ist nur 19 Grad. Kaspar sitzt auf seinem Stuhl bequem am Strand. Oh weh, die Wellen kommen immer weiter rein und plötzlich werden Kaspars Füsse nass – seine Reaktion und das Gesicht hättet ihr sehen sollen. Leider kein Foto vorhanden! Um 16.00 Uhr ziehen Wolken auf und es wird kalt. So gehen wir zurück zum Camper und geniessen im Wandschatten einen Apéro. Kaspar hat heute eine Zeitung gekauft und es sieht nicht gut aus für die Wirtschaft in den nächsten 2 Jahren. Sind gespannt, was uns in der Schweiz in dieser Richtung erwartet.

28. Oktober - Lagos und Korkmuseum in Silves

In der Nacht hat es leicht gestürmt und auch geregnet. Standen mit dem Camper quer zum Wind, was beinahe eine Sehkrankheit auslöste, daher schlecht geschlafen. Fahren nach Lagos und besuchen die Innenstadt mit der Markhalle. Dann wieder nach Silves (wo wir bereits am Sonntag waren) und besuchen nun das Korkmuseum. Hier wurden bis 1994 auf uralten Maschinen Korkweinzapfen hergestellt (heute ist die Produktion im Norden von Portugal). Fast nicht zu glauben, unter welchen Bedingungen hier tausend Leute gearbeitet haben. Silves war das Maurische Zentrum im 11./12. Jahrhundert.

29. Oktober - Albufeira

Heute beim Aufladen der Homepage haben wir gelacht: es handelt sich natürlich nicht um eine Sehkrankheit, wir wurden beinahe seekrank wie auf dem Wasser!
Punkt neun Uhr stehen wir vor dem Post Office, wo schon einige Leute warten. Wie heutzutage üblich muss jede Person ihre Nummer lösen und geduldig warten. Wir haben Nr. 10, sitzen auf der Bank, ein älterer Mann grüsst Kaspar, wir warten – riesiges Palaver und viel Papierkrieg - und nach 25 Minuten können wir endlich unsere Briefmarken kaufen. In der Schweiz wäre der Geduldsfaden vermutlich schon lange gerissen, rechts umkehrt ……. Aber wir haben ja Ferien.
Nun gibt’s endlich den zweiten Kaffee und ein feines Chüechli. Kaffeekultur in Portugal: man bekommt zum Kaffee eine kleine Zimtstange, die zum umrühren dient oder man lässt sie im Kaffee baden, was dem Kaffee den Zimtflavor gibt. Weiterfahrt nach Albufeira, das Saint-Tropez der Algarve. Sehr touristisches Städtchen mit vielen Deutschen und Engländern, so ist alles in diesen Sprachen angeschrieben. Gehen durch die Altstadt und geniessen die Sonne in einem Beizli am Strand und essen Calamares-Ringli. Nachher über die kleinen Landstrassen nach Faro, finden keinen geeigneten Platz am Strand , denn hier ist wieder einmal 5,5 Tonnen. Weiter entlang der Küste Richtung Tavira, wo wir einen schönen Strand mit kleiner Eisenbahn finden.

30. Oktober - von Portugal nach Sapnien

Beim Aufstehen ist herrlich blauer Himmel und wir marschieren 3 km nach Santa Luzia, einem Fischerdorf wo wir den Fischern zuschauen. Der Fang ist nicht gross, nur ein paar Fische und Tintenfische. Kaufen in einem ‚Tante Emma Laden‘ noch ein paar Vorräte ein und zurück zum Camper. Das Wetter hat sich rapid verschlechtert, es ist kalt und windig und so beschliessen wir den Strandtag zu streichen (in Gedanken an den Schnee zu Hause), Portugal zu verlassen und nach Sevilla zu fahren. Finden Parkplatz Nähe Expo-Pavillon (sind ziemlich heruntergekommen), marschieren über die Brücke zur Information und dann in die Altstadt, wo wir uns so richtig verlaufen. Wir finden nur mit grosser Mühe einige Touristenattraktionen. Inzwischen ist es fast Nacht geworden, so dass wir zurück zum Camper laufen (wunde Füsse!).

31. Oktober - Sevilla

In der Nacht hat es wieder einmal geregnet! Es ist richtig kühl. Marschieren zum Place de Espagna, wo die Weltausstellung 1929 stattfand. Der Platz ist immens gross und die gekachelten Wände erzählen die Geschichte Spaniens, prächtig! Es sind immer noch viele Touristen unterwegs, teils mit dicken Winterjacken.

Dann zum Königspalast Real Alcazar de Sevilla. Der maurische Teil mit seinen Stuckaturen, farbigen Kacheln, runden Bögen und schön geschnitzten Holz- und Kassettendecken beeindrucken. Man bedenke, dass dies alles aus dem 13. Jh. stammt. Auch schöne Gärten kann man besichtigen, jetzt ist reif: Mandarinen, Orangen, Trauben, Nüsse, Maronis und viele vers. Gemüse. Dann kleines Mittagsessen (Touristenfalle) im jüdischen Viertel mit seinen engen Gassen.

Nun steht Europas grösste gotische Kathedrale mit dem Mausoleum von Christopher Kolumbus auf dem Programm. Diese Kathedrale ist riesig: Länge 126 m, Breite 83 m, Höhe 37 m, Kirchturmhöhe 96 m, Gesamtfläche 23‘500 m2. Am Altar vorne ist die Geschichte Jesu Christi auf einer grossen goldigen Wand dargestellt. Die Schatzkammer beinhaltet wunderschöne handwerkliche Kunstwerke. Für diese Arbeiten musste das Volk bluten. Vom Kirchturm hat man eine herrliche Aussicht über die Stadt. Durch die Altstadt zurück zum Camper. Kaspar hat grosse Probleme mit der Orientierung und würde nicht mehr aus Sevilla herausfinden. Gut kommt Bigi mit dem Stadtplan zurecht. Weiter über kleinere Umwege Richtung Cordoba. Wir fahren durch grosse landwirtschaftliche Ländereien: Oliven- und Orangenbäume soweit das Auge reicht. Wer isst wohl all diese Früchte?